24. Februar 2009

Wo die bösen Brüder nisten

Und noch einmal die "Zeit" mit einer scharfsinnigen Beobachtung:

"Die Gegenden, in denen der deutsche Papst aufwuchs und lehrte, sind anfällig für eine erzkonservative Variante des Katholizismus: Marktl am Inn, Hufschlag, Tübingen, Regensburg."
Of all places: Tübingen.

Wer den Piusbrüdern entgehen will, findet dort auch eine sehr sinnige Deutschlandkarte zum Umfahren der Erzkonservativen. Oder hält sich grundsätzlich nur im piusbrüderfreien Norden und Osten der Republik auf:

"Im Norden und Osten, wo Deutschland überwiegend protestantisch ist, sind die Brüder so gut wie gar nicht vertreten. Oft haben sie sich, etwa im Süden, in kleinen Orten eingenistet, wo sie ihren Glauben weitab vom verhassten Zeitgeist praktizieren.

Und sie hätten es vermutlich noch eine ganze Weile unbemerkt getan, hätte der Papst nicht den Blick auf sie gelenkt."


Deo gratias!, wie man vorkonziliar sagte.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich für meinen Teil bin wütend und enttäuscht - nicht über die Pius-brüder (denen ich auch bei weitem nicht in allem zustimmen kann) - sondern die infame, verlogene, gehirngewaschene deutsche Presse von links bis rechts. KAUM irgendein Presseorgan hat auch nur ansatzweise intelligent, geschweige denn objektiv berichtet. Aus fast allem trieft Haß auf die Kirche (sofern diese nicht den Kotau vor den Bienpensants in den Alt-68 Redaktionen macht, und bekennt, dass alles, aber auch alles vor 1965 falsch war). Wenn ich Worte wie "Erzkonservativ" lese, reicht dass, um zu wissen, dass ich mir den Artikel sparen kann.

Anonym hat gesagt…

Im Norden und Osten der Republik, wo man überwiegend protestantisch ist? - In dem von diesem Schreiberling verantworteten Paralleluniversum hat die DDR und mit ihr der große Glaubensverlust während 40 Jahren des in ehemalis evangelischen Landstrichen real existierenden Sozialismus offenbar nicht stattgefunden.

Hermann

Stanislaus hat gesagt…

Och, plötzlich erkennt die Zeit die Intention des Papstes, die Piusbrüder zu zähmen - sicherlich unbeabsichtigt und aus Versehen, versteht sich. Denn er wurde ja getäuscht, wie wir wissen.