24. Februar 2009

"Showstopper" um 12 Uhr nachts

Für die heutige Fasenacht bin ich auf eine schöne Empfehung von Maria Augusta Trapp gestoßen - dieses Jahr werden wir das nicht mehr alles so hinbekommen wie sie es in ihrem Buch "Around the Year With the Trapp Family" ("Feste feiern mit der Trapp-Familie") empfiehlt. Nächstes Jahr aber ganz bestimmt:

"The last three days before Ash Wednesday everywhere, not only in Austria, but also in other countries, pancakes ('Palatschinken' in Austria) were eaten, obviously merely because eggs and butter and milk had to be finished off before the fasting began, and pancakes took care of a great many eggs and much milk and butter! These last days before Ash Wednesday are the climax of Carnival. In the Catholic countries. where Lent afterwards would be taken seriously, work was stopped. People made merry practically day and night. In South America it still seems to be this way, according to stories we have heard in Rio! The last day of Carnival is 'Mardi Gras' or 'Faschingsdienstag' or 'Fat Tuesday.' This should be a big celebration, if possible of the whole parish together, or a circle of friends, and everything which one did during the previous weeks should be done just once more. 'Once more this dance!' 'Once more this song!' 'Once more this game!' -- until twelve o'clock sharp. When the clock strikes twelve, in the middle of the dance, according to the good old tradition, one should stop and the whole group should kneel down and say one 'Our Father' together and then, rising up, say, 'I wish you a blessed season of Lent' and go home."

Kommentare:

Resident hat gesagt…

Das mit dem plötzlich aufhören und beten hört sich ja gut an.

Nur, dieses "um Schlag Zwölf" geht mir halt gewaltig gegen den Strich, so als ob schon jemals irgendwas um Zwölf Uhr nachts begonnen oder aufgehört hätte.

Mit christlicher Tradition steht es jedenfalls nicht in Verbindung, eher mit dem Bürokratius des Tanzverbots am Aschermittwoch, der natürlich korrekt verwaltet um Mitternacht zu beginnen hat.

Anonym hat gesagt…

könnte mir jemand das mit den Eiern, Butter und Milch erklären? Fleischlos durch die Fastenzeit, und nur eine vollständige Mahlzeit pro Tag außer an Sonntagen, klar, das mache ich... Eier? Milch? Auch im Kaffee? Mache ich etwas falsch und faste nicht richtig?? (Fernsehfasten zählt ja wohl nicht wirklich... und jetzt bitte keine Hinweise auf angebliche oder tatsächliche Neuerungen "Post Vat2".)

Anonym hat gesagt…

12 Uhr Mitternacht - naja, hört sich schon sehr nach Aschenputtel an. Aber meine Mutter hat mir folgende Variante erzählt: Am Abend des Faschingsdienstags auf den Ball gehen, die Nacht durchtanzen, in der Früh direkt vom Ball (also noch im Ballkleid) in die Aschenmesse. Scheint mir etwas mehr mit der katholischen Lebensart vereinbar als die Trappsche Variante, die irgendwie etwas vom Schauer der Geisterstunde mit sich bringt.

Hermann