4. August 2009

Hoffnungsträger

Georg Paul Hefty in der FAZ über den Bundeswirtschaftsminister:

"Nimmt man den Namen Guttenberg als Codewort, steht dieses für einen dreifachen Wechsel. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik wird ein CSU-Politiker zum gesamtdeutschen Hoffnungsträger - das wird die Parteienlandschaft aufwirbeln. Wenn die Christlich-Sozialen aus Bayern nicht mehr als Buhmänner für Norddeutsche und für Linksintellektuelle herhalten, dann bekommen die Begriffe 'christlich', 'sozial', 'konservativ', 'bayerisch', 'traditionell' und ihre Gegenbegriffe eine neue Gewichtung."

Momentan ist das alles noch Wunschdenken. Guttenberg wirkt vor allem durch sein sympathisches und alertes Auftreten: Er strahlt Geistesgegenwärtigkeit aus, eine selbstsichere und urteilsfähige Präsenz, die gleichzeitig signalisiert, daß sie den Zuhörern und Zuschauern nicht auf die Nerven gehen, noch weniger sie aber mit Sprüchen langweilen will. Durchaus erfrischend und je nach Geneigtheit zu Hoffnung auch Vorzeichen einer Trendwende. Denkbar ist schon, daß sich irgendwann um ihn oder besser: an ihm Reste einer konservativen, christlichen Wählerschaft kristallisieren.

Aber ein Guttenberg allein ist da zu wenig.

Kommentare:

ultramontanepapist hat gesagt…

Hmm, stimmt schon. Aber was sollte man denn sonst wählen außer Union. Die anderen Parteien kommen ja noch weniger in Frage und die Zentrumspartei tritt AFAIK nicht an. Gut, ich bin noch zu jung, um wählen gehen zu können, aber dennoch, es gibt keine Alternative.

Scipio hat gesagt…

Ich hatte das auch nicht als Wahlempfehlung und noch weniger als Aufforderung, nicht zu wählen, gemeint.

Selber habe ich das Glück, mit Norbert Geis MdB einen bewußt und konsequent katholischen Kandidaten wählen zu können.