19. August 2005

Liberal, konservativ, oder besser wieder nur-katholisch?

Bei Martins del.icio.us.ities aufgegabelt: Die Identity Crisis von Marian E. Crowe in America. A good weekend read:

"I want the old church back: “Pay, pray and obey.” No fellowship, no coffee and donuts after Mass. No parish councils, no congregational singing. Lists of do’s and don’t’s. Fasting from midnight before Communion. Catholics locked into miserable marriages. Rhythm. Mean nuns in ridiculous habits. Priests with Irish accents.

This is why I want the old church back: I am tired of factionalism. You were either Catholic or Protestant—not a liberal Catholic, or a conservative Catholic, or a cafeteria Catholic, or a cultural Catholic. You were a Catholic. The Mass was the Mass. You didn’t have to shop for a parish you could “stand.” (...)

Maybe it’s time to join the “flaming moderates” in the closet. I am going to let all my subscriptions to Catholic magazines lapse and read the old stuff: Knox, the Chesterbelloc, Dawson, Lewis, Sheed. I know, I know; it’s triumphalist, not Vatican II, not politically correct. I don’t care.

I need to feel good about being a Catholic. Not a conservative Catholic. Not a liberal Catholic. Just a Catholic, once again.

Kommentare:

mr94 hat gesagt…

Ich hab's von Petra.

diotima64 hat gesagt…

Amen! Amen! Amen!
Schluß mit dem sentimentalen, pseudo-katholischen und krypto-protestantischen Vatikan 2 Gefasel! Her mit der richtigen, echten, gottzentrierten Messe!
Ah, der einzige Fehler, den Papa Ratzi hat ist ja, dass er viel zu lieb-eral, viel zu sehr Vatikan 2 und Ökumene infiziert ist! (tat das guuut! Grins!)

Petra hat gesagt…

Diotima,
Du solltest vielleicht mal den ganzen Artikel lesen.

max[µ]metadata.halstrup.net hat gesagt…

ad diotima64:

- nee; mir tat das gar nicht gut; ich bin irritiert! Was verstehst du unter "lieb-eral". Lieb kenne ich. Gott ist die Liebe. Das wissen wir ja inzwischen seit dem auch wir in der Heiligen Schrift lesen (können), verdammt gut (zeigt ja bisweilen auch das Leben). Aber: was ist eral? Kenne nur oral. Und das in diesem Zusammenhang? Ich finde, du hast im Zusammenhang der Selbstbeweltigung von irgend etwas ("hello-world" von vorläufigen Aussagen) etwas zu sehr über die Stränge geschlagen.
Und: Vatikanum II sowie Ökumene als Virus in Anschlag für ein Gespräch zu bringen, disqualifiziert den Teilnehmer. Oder neudeutsch gesagt: "Schelle links, Schelle rechts" (FLER).

diotima64 hat gesagt…

Ich habe den ganzen Artikel gelesen - und weiß, daß die Autorin den typischen Weg ihrer gehirnamputierten Generation hinter sich hat (und noch ein ganzes Stück davon entfernt, wieder da zu sein, wo sie mal war, und wieder sein sollte...).

Ad Mimax - irritieren, finde ich gut!! Mag sein, daß ich etwas über die Stränge schlage, aber lieber irritiert und näher an der Realität, als im selbstgestrickten Pulli und Jesuslatschen die Klampfe schwingend immer noch und immer wieder "Herr deine LIIIIIeeeebeeee" schmettern, als hätten wir 1975.
Vatikanum 2 und Ökumene sind Viren am Leib der Kirche. Gottseidank stirbt dieser Schwachsinn mit der Generation, die ihn verbockt hat.
Mag sein, daß mich das für Diskussionen mit bestimmten Kreisen disqualifiziert (nicht vergessen: Auch ICH bin Kirche!) - same goes back - wenn ich auch weniger zu körperlichen Angriffen neige - na ja, wem nichts mehr einfällt, der wird halt ausfällig.

Dr. Matthias O. Will hat gesagt…
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Petra hat gesagt…

Diotima, im Crisis Magazine gab's im Vorjahr einen guten Artikel dazu. Leider nicht direkt verlinkbar, also: Archives -> Past Issues -> 2004 March -> George Sim Johnston: Why Vatican II Was Necessary.

Der Artikel hat mich selbst zu einem gewissen Umdenken über diese Dinge bewegt.

Wobei ich der Tatsache, dass es eine Liturgiereform gegeben hat (nicht der reformierten Liturgie an sich), nach wie vor skeptisch gegenüberstehe. Aber auch davon sind Jesuslatschen und Klampfe und Gott-hat-uns-alle-lieb-Gedudel noch mal ein paar Etagen tiefer entfernt...

Und Ökumene? Finde ich ausgesprochen gut. Ich hoffe und bete für eine Wiedervereinigung mit den Orthodoxen (die wohl, wenn an etwas, dann an ihnen scheitern wird, nicht an uns).

Dr. Matthias O. Will hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
diotima64 hat gesagt…

Okay, Okay... ich gebe zu, dass ich etwas zu forsch formuliert habe (sorry...Temperamentsfrage... bin halt Fränkin)... die Sache ist die, dass ich wirklich allergische Reaktionen entwickle, wenn ich das Wort "Ökumene" höre und einen milden Brechreiz verspüre, wenn ich sehe, wie ein Papst (den ich ansonsten sehr, sehr verehre!) den KORAN küßt, als stünde dort nicht, dass Frauen zu schlagen sind und Ungläubige zu köpfen...
Hinter "Ökumene" steckt für mich zu oft die Flucht vor der Klarheit, vor Auseinandersetzung und ganz einfach "wir haben uns doch alle lieb" Heuchelei, die den Wahrheitsanspruch aufgibt.

Mir ist es lieber, wenn die Kirche (was sie oft tut) klare Positionen bezieht, und man von beiden Seiten zugibt, dass es da oder dort eben nicht vereinbare Gegensätze gibt. Die Natur der Eucharistie ist nicht verhandelbar, und ebensowenig ist es die Natur der Beichte als Sakrament! Ich gebe zu, dass uns von den Orthodoxen außer dummem Stolz (vermutlich auf beiden Seiten) theologisch nicht soooo viel trennt - aber bei den Protestanten sehe ich das anders.

Zum Thema Vatikanum II ... nein, besser nicht - und auch zum Thema Liturgie fange ich lieber erst gar nicht an um nicht meine guten Vorsätze sofort wieder über Bord zu werfen...

Scipio hat gesagt…

Allmächd! Etwa noch a richtiche Fränggin?

Hast jedenfalls manierlich reagiert...

Was das VatII angeht, wird es mir immer wichtiger, den frei flottierenden und viel berufenen Geist wieder an den Buchstaben zu binden. Da landen wir nämlich ganz woanders...

Umso besser ist es, nach JPII noch einmal einen Papst zu haben, der Konzilsteilnehmer war (und sei es auch als Peritus).

diotima64 hat gesagt…

No, freilich a ächda fränggin - mit maa-wassä (eh...worscheinlich ehä Regnitz-wassä) gädaafd!(grins).

Zu Vatikanum II... could not agree more! Ich bin zwar schwerpunktmäßig in den post-vatikanum 1970er Jahren aufgewachsen, aber unser Dorfpfarrer war noch vom alten Schlag, und hat die richtige Messe lange gegen die "Reform" verteidigt - nicht, dass ihn das beim Bischof sehr beliebt gemacht hat... Seufz, ich habe eben einen unausrottbaren (und leicht anarchischen und damit völlig katholischen!) Hang zur Tradition - a la ChestertonBelloc, eben.