23. August 2005

Raschke, seine Minderheit und das nicht-stinkende Geld

Vor einiger Zeit, bevor er so richtig gefragt und berühmt zu werden begann, habe ich einmal zum Thema "Tobias Raschke" gepostet. Matthias wollte dann laut Kommentar sich noch ein wenig weiter kundig machen - dann kam allerdings der WJT dazwischen und das vermeintliche Ein-Mann-Unternehmen Raschke beglückte uns schwarzgelockt auf allen Kanälen.

Dank dem unverwüstlichen Vaticanista John L. Allen wissen wir inzwischen ein bißchen mehr über das Phänomen Raschke:

Zu allererst: Er ist nicht einer, er ist fünfzig. Ein paar seiner Rothemdenträger waren in den diversen Sendern bereits zu bewundern. Allen gestand er jetzt, daß die Initiative "WYD4All" immerhin fünfzig Teilnehmer hatte: 45 Europäer und fünf weitere aus den beiden Amerikas. (Ein Ghanaer war leider visatechnisch verhindert.)

50 Teilnehmer - das macht von konservativ geschätzten 500.000 WJT-Teilnehmern immerhin 0,1 Promille aus. Klarer Fall für den Minderheitenschutz durch die Massenmedien in der Form von Dauerinterviews und aktionsbegleitenden Filmchen!

Nun müssen die 40 - 50.000 Flyer, die Kondome, die Anzeigen in der U-Bahn etc. auch finanziert werden. Zum Glück gibt es die amerikanischen Brüder und Schwestern von "Catholics for a Free Choice", die sich nicht nur für die freie Wahl des Verhütungsmittels einsetzen, sondern vor allem für das Recht von Frauen auf Abtreibung.

An diesen "Catholics" ist ziemlich wenig katholisch außer dem Namen; sie decken die katholische Flanke der amerikanischen Abtreibungslobby, könnte man sagen. Dafür (oder: deswegen) schwimmen sie allerdings im "big money", denn einige der großen "Philanthropischen Stiftungen" bedenken sie regelmäßig mit reichlich Dollars.

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn John L. Allen recht hat, lässt sich Tobias Raschke von der Abtreibungslobby sponsern.

Kommentare:

Petra hat gesagt…

Irgendwie ist es schon bezeichnend, dass jene, die sich angeblich mit Kondomen für den Schutz des Lebens einsetzen wollen, im gleichen Atemzug das Umbringen von Babies gut finden...

Dr. Matthias O. Will hat gesagt…
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