19. März 2007

Nicht gerade fröhlich

Einer der Tage, an denen ich nicht mit der Liturgie synchron war, die ja sang:

"Laetare cum Hierusalem, et exsultate in ea, omnes qui diligitis eam - Freut euch mit Jerusalem! / Jubelt über sie, alle, die ihr sie lieb habt. "(Jes 66,10)
Nicht immer wirkt die "Quelle göttlicher Tröstung" so, daß ihre Freude unmittelbar erfahrbar wird.

Und was "Jerusalem" angeht: Mir scheint, daß der "Ratzinger-Honeymoon" in Deutschland vorbei ist, der vielleicht ein wenig länger angehalten hat als der Wojtyla'sche... Es waren in den letzten Tagen wieder die alten Reaktionsmuster zu erleben, die wie eh und je funktionieren: Von Sacramentum Caritatis blieben die Reizwörter Zölibat und Geschiedene - nur "Messe auf Latein" kam neu dazu -, nach der "Notifikation" zu Jon Sobrinos Christologie war zu lernen, daß im Zweifelsfall Befreiungstheologen immer recht haben und daß aus einem "Panzerkardinal" ein "Panzerpapst" wird.

Wintereinbruch im März, scheint mir.

1 Kommentar:

str hat gesagt…

Und dabei hattest Du noch gar nicht gehört, was der Deutschlandfunk in seiner gewohnt ausgewogenen Weise zum neuen Dokument zu sagen hatte:

>>Der "Pacelli-Schatten" - Italienische Politiker verstehen neues päpstliches Dokument als massive Einmischung in die Innenpolitik des Landes<< (so sagt die Programmvorschau ... tatsächlich kommt kein Italiener oder Politiker zu Wort)

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2007/03/19/dlf_200703190936.mp3

Da stellt sich mir nicht die Frage, sollte man gewissene Politiker zur Eucharistie zulassen, sondern wie man es mit gewissen Radioleuten und Geschichtsprofessoren halten sollte.