"Liebe ist kein Ersatz für vorenthaltene Gerechtigkeit." (Augustinus)
Wieder so ein schmerzlicher Satz, der nicht ins christliche Poesiealbum passt.
(via Happy Catholic)
18. Mai 2010
Was Liebe nicht ist
17. Mai 2010
Unerfüllte Wünsche, verfehlte Themen
Katrin Göring-Eckardt am 17. April in einem Interview auf die Frage: "Welche gemeinsame Botschaft der Christen sollte denn vom ökumenischen Kirchentag ausgehen?":
"Es wird zwei große Themen geben: Frieden - wobei es dabei vor allem um Krieg und Frieden in Afghanistan gehen soll - und soziale Gerechtigkeit. Als Botschaft wünsche ich mir, dass deutlich wird, dass beim ökumenischen Kirchentag viele Menschen zusammen kommen, die ihren Glauben feiern, weil Jesus Christus ihnen Hoffnung und Liebe ins Herz gelegt, und sie dazu befähigt hat, dies weiter zu geben."
Als Nicht-Teilnehmer gehöre ich zur Zielgruppe derer, an die wohl die "gemeinsame Botschaft der Christen" gerichtet war. Was bei mir ankam, war mit Göring-Eckardts Worten:
"Es hat zwei große Themen gegeben: Kirchenkrise - wobei es dabei vor allem um die Reform ging, die in der katholischen Kirche überfällig sein soll - und Margot Kässmann. Als Botschaft habe ich vernommen, dass deutlich wurde, dass beim ökumenischen Kirchentag viele Menschen zusammen kamen, die eine andere Kirche wollen, weil die sonst nicht in die Zeit passt, wie sie sie verstehen."
Suche nach Pauli Aufenthaltsorten
Bei manchen Google-Suchanfragen schüttle ich ja schon den Kopf. So auch bei dieser, die heute morgen einen Webnutzer aus Brunsbüttel auf den Blog brachte:
paulus wowa n dea so
Die passende Antwort wäre da wohl gewesen: "noja, en Korinth unin Rom und a sunst issä ganz schei rimkumme", aber an dieser Art von Entsprechung zwischen Anfrageformulierung und Antwort arbeitet Google wohl noch.
16. Mai 2010
Religionssoziologisches zur Lage der Kirche
John Lamont referiert in First Things (April 2010) die (mir bisher nicht bekannte) Rational Choice-Schule der angelsächsischen Religionssoziologie und schließt seinen Artikel so:
"Benedict XVI has made some movement toward a revival of Catholic distinctiveness by encouraging traditionalism, but the rational-choice theory does not predict that this will cause a general revival within the Church.
What will be necessary for such a revival is for strict standards to be required, not just permitted. This, however, would be antithetical to the pope's approach, which focuses on gentle persuasion. On a brighter note, Benedict's attempts to clarify the teachings of the Second Vatican Council open possibilities. In the decades since the council, its teachings have been widely understood as mandating an abandonment of Catholic distinctiveness and a virtual surrender to the modern secular world. What is needed now, in contrast, is an interpretation of council teachings that rejects the currently prevailing understanding and upholds traditional Catholic distinctiveness. If such an interpretation is not vigorously enforced as well as promulgated, however, no Catholic revival is to be expected. Instead, the pressures of secularism and competing religions will continue to erode Catholic membership. This is what the supply-side analysis predicts, and its predictions cannot be faulted so far. In short, if the Catholic Church is to thrive, a revival of zeal and reimposition of discipline within it is urgently necessary."
Allermindestens ein Ansatz, der die Enge der deutschen Debatte sprengt - In der es meist nur die Optionen liberal-aufgeklärt-angepasste Volkskirche oder kleine Herde besonders Eifriger gibt.
15. Mai 2010
Unterwegs aufgelesen
"Wenn eingeräumt würde, die Pastoral könne sich ungestraft über die Dogmatik hinwegsetzen, dann wäre das Schlimmste nicht bloß zu befürchten, es wäre schon da." (Etienne Gilson)
Liberaler sollten sie mir sein, die Liberalen
Daß die Freiheit der Meinung und öffentlichen Rede - mit der gar nicht so gewaltfreien Rosa Luxemburg - bis aufs Blut zu verteidigen sei, daß Kunst und Satire alles dürfe, das sind, darf man wohl sagen, Dogmen, die gleichsam in die Herzmitte des Credo unserer liberalen Mitgeschwister gehören.
Gar so ernst nimmt man es freilich nicht, lebt nicht ganz so konsequent, was man glaubt, sondern eher auf laxe, sozusagen rheinisch-katholische Art.
Im Klartext: Wenn einem ein Blogposting nicht passt, dann beschimpft man den Autor gerne mal schnell als Faschisten. Wo genau die Faschismuskeule im verbalen Waffenarsenal fortschrittlicher Mitchristen einzuordnen ist, weiß ich nicht. Ich vermute aber, daß sie nicht einem Klapps auf den Hinterkopf im Vorbeigehen gleichzusetzen ist, sondern eher Mixa-artigen Schlägen mit Gürtel oder Rohrstock.
Zeit, mal wieder an Neuhaus' Gesetz zu erinnern: "Where orthodoxy is optional, orhodoxy will sooner or later be proscribed - Wo Orthodoxie eine bloße Option ist, wird sie früher oder später verboten."
14. Mai 2010
Dominus Iesus hatte doch recht
Die SZ lässt zum Ökumenischen Kirchentag ihr Magazin unter dem Thema "Hoffnung" erscheinen. Außen steht "Skandale, Missbrauch, Führungsschwäche: Die Kirche erlebt ihre größte Krise. Ein Heft über Christentum im 21. Jahrhundert"
Drinnen geht es um einen katholischen Diakon, um die Beichte, den Papst, es gibt ein Interview mit Martin Mosebach und eine Dolce & Gabbana-Modenschau in der Pfarrkirche von Oberammergau, dazu interessante Fakten über den Vatikan. Jenseits des Katholischen darf nur Christian Nürnberger seine Botschaft überkonfessionell an die deutschen Christen richten.
Wir lernen: Dominus Iesus hatte doch recht. Mindestens für die Süddeutsche scheint es tatsachlich nur eine einzige Kirche zu geben. Der protestantische Rest wird höchstens der Höflichkeit halber als Kirche bezeichnet, aber keinesfalls als gleichberechtigtes Objekt journalistischer Neugierde behandelt.
Hopkins zum Wochenende
Diesmal nicht Gerard Manley, sondern Sam "Lightnin". Er spielt mit Begleitband den Klassiker "Mojo Hand". (Im Blues scheint es überhaupt nur Klassiker zu geben - oder Plagiate von Klassikern, die sich vom Ursprung nur durch den Titel und die erste Strophe unterscheiden...)
Recht hat er.
"Wir brauchen mehr Christus und weniger Institution."
Definitiv.
Diesmal hat Eckhard Nagel den Richtigen in den Mittelpunkt gestellt.
Sofern - sag' ich mal und will es dabei dem Herrn Nagel wirklich nicht unterstellen - wir darauf verzichten, uns unseren Heiland selbst zu schnitzen. Oder ihn der "Bandbreite" eines "anything goes" oder "any Jesus will do" anheimstellen.
Jewgrass
Hier singt und spielt Bruce Brill, der Banjospieler der Bean Blossom Boys aus Israel, den 89. Psalm auf Hebräisch und mit seinem, wie es in einer Konzertankündigung hieß: "biblischen Banjo":
13. Mai 2010
Die Ökumene, die sie meint...
... ist keine des "win-win", sondern eine der (wohl kalkulierten) Unverschämtheit. Eine, die sich alles rausnehmen darf, weil sie den Applaus der Kirchentagsgutchristen genau so einplant wie das Sperrfeuer der Medien, unter dem sie sich ach! so todesmutig auf die Kanzel einer katholischen Bischofskirche wirft.
Predigt bei Kirchentag: Käßmann wirbt in katholischem Dom für Geburtenkontrolle
Gegen die Bandbreite im Mittelpunkt
"So wichtig es ist, die Skandale vollständig aufzudecken: Wir müssen die Bandbreite des kirchlichen Lebens, das soziale Engagement der Christen wieder in den Mittelpunkt stellen." (Eckhard Nagel, evangelischer Kirchentagspräsident)
Nun, die FAZ reißt den Satz aus dem Zusammenhang, sicher. Das erlaubt mir aber, ihn ebenfalls zusammenhanglos zu kommentieren.
Wie wäre es, lieber Eckhard Nagel, nicht die Bandbreite in den Mittelpunkt zu stellen, sondern den Einen Quellpunkt, den ewigen Skandal, das Universale Concretum, aus dem diese Bandbreite entspringt: die Liebe GOttes, die Fleisch wird, um uns zu erlösen und in das drei-eine Leben GOttes hineinzuholen. Willst Du den Fragenden ("Warum soll ich Christ werden? Oder es bleiben? Oder wie soll ich leben? Was ist das, Wahrheit?") wirklich sagen: "Ach, bei uns kannst Du alles machen und erleben. Wir sind eine einzige lange Meile der unendlichen Möglichkeiten: Frauenfrühstück, Evensong, außerordentliche Messfeier, unordinierte Pfarrer, Schwulenpartnerschaftssegnung durch lesbische Bischöfinnen, unfehlbare Päpste, Einsiedler, Synoden und Gremien, Krankenhäuser aus christlichem Geist und und und..."?
Versuch's doch erst einmal, eine der paulinischen Kurzformeln "in den Mittelpunkt" zu stellen, zum Beispiel aus dem Römerbrief:
"Wenn du mit deinem Mund bekennst: «Jesus ist der Herr» und in deinem Herzen glaubst: «Gott hat ihn von den Toten auferweckt», so wirst du gerettet werden. Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen."
Sonst bleibt nämlich auch die Losung "Damit ihr Hoffnung habt" so schrecklich unkonkret - und unglaubwürdig. Redet über den Grund Eurer Hoffnung. Feiert sie, erlebt sie, begegnet ihr: der sich inkarnierenden, demütigen, lebendigen, feurigen LIEBE GOTTES.
Sonst läuft sich auch "das soziale Engagement der Christen" tot, weil es von der Substanz lebt statt sich immer wieder aus ihr zu erneuern.
Gelernte Lektion
Also, wenn dein Kind seinen Zivi fertig hat und du willst danach wieder Kindergeld, dann nützt es dir rein gar nichts, dass du deinen Antrag schon vier Wochen vorher stellst. Die Dienstzeitendebescheinigung kriegst du nämlich erst, wenn der Zivi wirklich rum ist. Du trägst sie persönlich zum Briefkasten der Familienkasse oder wie die Behörde heißt, und wartest einfach. Mindestens sechs Wochen und brauchst vorher nicht nervös werden und die kostenpflichtige Kindergeldzentralauskunft anrufen. Das heißt, du kannst es schon machen, weil die dir dann sagen, wann du dich frühestens wieder melden kannst, damit die dann bei deiner zuständigen Kindergeldkasse nachfragen. Sechs Wochen, und keinen Tag früher. Wenns endlich so weit ist, haben die Herren und Damen Sachbearbeiter zehn Tage Zeit zu reagieren. Zehn Arbeitstage natürlich, wär ja noch schöner, wenn es schneller gehen müsste.
Aufregen tut sich wohl nur, wer nicht regelmäßig mit dem deutschen Sozialstaat und seiner Bürokratie in Kontakt steht. Und gar noch sein steuerpflichtiges Einkommen" in der freien Wirtschaft" erarbeitet, da wo es um Konkurrenzfähigkeit, Innovation, Flexibilität, Kundenorientierung etc. geht.
Beruhigend
"Bis zu 135.000 Christen in München erwartet" schreibt die Tageszeitung. Das ist ja schon eine gigantische Übererfüllung des göttlichen Solls, das bei anderer Gelegenheit und einigem Nachverhandeln bei zehn lag.
11. Mai 2010
Mit Hopkins auf dem Rückflug
Tief beeindruckt, in manchen Momentan fast hinweggehoben hat mich die CD "Auf dem Rückflug zur Erde" mit Gedichten von Gerard Manley Hopkins sj, im englischen Original und in der deutschen Übersetzung, die begleitend zur neuen Hopkins-Übersetzung von Dorothea Grünzweig bei INIGO-Medien und der Edition Rugerup erschien.
Es ist eine gelungene Auswahl, die mit den früheren Gedichten beginnt, die den GOtt lobpreisen, der sich in der Vielfalt und dem Überfluß SEiner Schöpfung sehen lässt, und zu den sonnets of desolation fortschreitet, um schließlich mit "Dass die Natur Heraklits Feuer ist" zu enden. Dorothea Grünzweig findet in ihren Erläuterungen die richtigen Worte, um uns mit Hopkins sehen zu lassen - und erblinden zu lassen in der Verzweiflung, die bei Hopkins wieder mündete in Auferstehungshoffnung für den Hansel, den Flicken, den Spreisel, die Tonscherbe Mensch, der einstmal sein wird, was Christus ist: unsterblicher Diamant, immortal diamond - weil Christus ist, was er ist, was ich bin.
(Wer Hopkins noch nicht kennt, sollte besser erst einmal ein paar seiner Gedichte lesen - sonst stürzen die Worte doch zu schnell, zu quirlig-lebendig auf ihn herein.)
Sie wächst und wächst und wächst...
Neu in der Blogozese ist der Gruppen-Blog "Vita in Deum", auf den ich gerne verweise. Den katholischen Glauben in kurzen, prägnanten Texten darzustellen und zu vertiefen, ist hier das Anliegen.
Dazu kommen die "Gespräche am Jakobsbrunnen", der in diesem Fall offensichtlich in Österreich liegt. (Hoppla, ich merke gerade: Die sind ja schon in der Randleiste - hatte ich sie schon einmal begrüßt?)
Gottes Segen, Ausdauer und das rechte Wort wünsche ich!
Ein Herdentier bei der Arbeit
"Die Moderatorin Dunja Hayali" äußere sich "über die Religions- und Geografiekenntnisse der Deutschen", schreibt die ZEIT.
Schauen wir genauer hin, sind es die Religions- und Geografiekenntnisse einer "Journalistin einer bundesweiten Tageszeitung" (Hayali), also eines jener willenlosen Geschöpfe, die bei jeder Stampede einfach mit der Masse gleich willenloser Herdentiere losrennen.
Auch wenn's einen nicht wirklich überrascht: Lesenswert!
Die katholische Araberin.
Selbstkorrektur der Vierten Gewalt
Öffentliche Selbstreflexion, die in Reue und Umkehr mündet, ist nicht unbedingt Teil des journalistischen Ethos. Wie jeder anderen Gewalt fehlt auch der Vierten der Hang zur Selbstkorrektur.
Ein Beleg dafür? - Nun, zum Beispiel in der Besprechung des Buches von Eva Herman durch Jörg Thomann in der FAZ.
Thomann fragt sich und seine Kollegen:
"Will man das alles lesen, diese epische Litanei über Vorfälle, die lange zurückliegen? Die Antwort, überraschend vor allem dann, wenn man Hermans Weltbild in weiten Teilen ablehnt, lautet: durchaus. Und vor allem jene, die sich für Medien interessieren oder selbst in ihnen arbeiten, sollten es tun. Denn auch wenn Herman abermals befremdliche Theorien aufstellt und selbst alles andere als ein hilf- und schuldloses Opfer ist, muss man doch konstatieren, dass ihr viel Unrecht geschehen ist.
Die Prozesse gegen ihren früheren Arbeitgeber, den NDR, hat Herman verloren: Für sie galt kein Kündigungsschutz, weil sie freie Mitarbeiterin war. Interessanter aber ist, auch wenn kaum darüber berichtet wurde, welche Verfahren sie gewonnen hat - etwa ihre Klage gegen das 'Hamburger Abendblatt'. Eine Entschädigung von 25.000 Euro bekam sie zugesprochen, weil sie das, was dort stand, schlicht nicht gesagt hatte. Auch weitere Prozesse, etwa gegen die dpa, gewann sie."
Der bissige Hund sei allemal interessanter und wichtiger als ein Hunde-beißender Mann, so hören wir im Tone des Selbstverständlichen von den Hütern des gesellschaftlichen guten Gewissens. - Nach dieser Logik findet sich natürlich die Meldung, daß sich der Vorwurf sexuellen Mißbrauchs gegenüber Bischof Mixa nun doch nicht zu erhärten scheint, erst auf S. 4 und in klein - statt wie es sich gehörte, als Aufmacher auf Seite Eins.
Drohung
"ZEIT ONLINE: Glauben Sie, dass auf lange Sicht nichtkirchliche Trauungen zum Normalfall werden?
Jülicher: Ja, ich denke, das wird in zehn bis 15 Jahren so sein. Schon jetzt ist die Nachfrage nach freien Trauungen sehr groß – und das im katholischen Rheinland! Sie ist sogar größer als das Angebot." (Quelle)
Beim nächsten Mal, wo jemand in meiner Gegenwart von einem "katholischen Rheinland" spricht, werde ich ganz laut schreien. Gleich wo ich da gerade bin.
10. Mai 2010
In memoriam Walker Percy
"How it is possible for the man who designed Voyager 19, which arrived at Titania, a satellite of Uranus, three seconds off schedule and a hundred yards off course after a flight of six years, to be one of the most screwed-up creatures in California—or the Cosmos.
Wie kann es sein, dass der Mann, der Voyager 19 entwarf, die Titania, einen Mond des Uranus, mit nur drei Sekunden Verspätung erreichte, mit einer Abweichung von ein paar hundert Metern am Ende einer sechsjährigen Reise, dass dieser Mann einer der größten Versager ist, in Kalifornien oder im Kosmos."
Heute vor 20 Jahren starb der Verfasser dieser Zeilen, Walker Percy.
Gott sei seiner Seele gnädig!
9. Mai 2010
Der Christ
Henri Le Saux, noch einmal:
"Der Christ kann nicht ein Mensch sein, für den Gott nur ein Teil seines Lebens ist, selbst wenn es der wichtigste wäre, sondern er ist ein Mensch, für den Gott allein zählt, für den Gott alles ist, oder vielmehr, für den Gott allein ist.
Der Christ ist weder ein Denker oder Philosoph, für den Gott ein Begriff ist, eine interessante theologische Vorstellung, noch ist er nur ein frommer Mensch, für den Gott eine Erinnerung ist - Jesus, der in Bethlehem geboren wurde, in Nazareth lebte, in Galiläa predigte und in Jerusalem starb. Der Christ ist der Träger einer lebendigen Gegenwart, er ist ein Mensch, für den Gott Wirklichkeit ist, die Wirklichkeit: eine unerbittlich lebendige Wirklichkeit, eine unausweichlich wirkliche Gegenwart. Er ist einer, der dem lebendigen Gott begegnet ist, dem Gott, dessen Wort 'durchdringt bis zur Trennung von Seele und Geist' (Hebr 4, 12), in dessen Nähe niemand am Leben bleiben kann:
'Dein Gott, Israel, ist ein verzehrendes Feuer!' (Dtn 4, 24)
Im Leben des Christen ist Gott nicht sekundär, sondern er ist der Grund seines Daseins selbst, der, auf den hin alles gesehen und beurteilt, der, in dem und auf den hin alles erkannt wird." (Die Gegenwart Gottes erfahren.- Mainz: Grünewald, 1980, S. 108)
8. Mai 2010
Dachkatzen und Perser
"Ihr sollt nicht meinen, daß ich hier bloß von den Kalenderheiligen rede. Es gibt Millionen von Heiligen in der Welt; Gott allein kennt sie, sie brauchen in keiner Weise auf die Altäre postiert zu werden; eine ganz untergeordnete, ganz grobschlächtige Rasse von Heiligen sind sie, Heilige von ganz niederer Abkunft, die nur einen Tropfen Heiligkeit in den Adern haben und die dem wahren Heiligen gleichen wie eine Dachkatze dem Perser und Siamesen, die bei den Wettbewerben Prämien erhalten. Nichts unterscheidet sie für gewöhnlich von der Masse der braven Bürger, sie selber unterscheiden sich übrigens auch nicht, sie halten sich für gleich wie die andern, und auch die Kirche hütet sich, ihnen eine andere Meinung beizubringen." (Bernanos im "Brief an die Engländer")
Ungeordnetes über die Kirche an einem Maientag
Wensierski, Wesnierski oder wie auch immer der Spiegel-Schreiber fürs Grobe genau heißt, durfte heute das Ende von Mixa zum Anfang vom Ende von Ratzinger erklären und hielt der Kirche die gesellschaftlichen Standards vor, an die sie sich gefälligst anzupassen habe. Ansonsten gehöre sie nicht staatlich finanziert, sondern - meine Worte - marginalisiert, an den Rand gedrängt, raus aus ihrer privilegierten Position.
Irgendwie dazu passend prangerte der Bamberger Erzbischof die "Angst vor der bösen Welt" an, die er offensichtlich als "Rückschritt" gegenüber schon einmal Erreichtem sieht..
So weit, so gut, mindestens für heute, mindestens für diese Lektion, die die Kirche gerade jetzt zu lernen hat. Man müsste nur all das ausklammern können, was man sonst so über die Welt weiß, was man auch am Montag wieder von der ersten bis zur letzten Seite aus dem Spiegel - und parallel durch eigenes Erleben - über die Welt erfährt. So sehr herrschen die Standards da ja wohl nicht, so beeindruckend geht es in der Gesellschaft nicht zu, daß wir Katholiken jetzt alle zu einem falsch-konziliaren säkularen Optimismus konvertieren sollten.
Die Kirche, da hat Erzbischof Schick recht, darf und muß vor der Welt keine Angst haben. Aber eben nicht, weil da alles in bester Ordnung sei und weil der liebe Gott eindeutig und lautstark durch die Zeitstimmen mit und zu uns spreche. Angstfrei darf sie sein, insofern sie weiß, daß der EIne mit ihr geht.
Wenn mir etwas Angst macht, dann ist es die Naivität, mit der momentan die üblichen Patentrezepte als Allheilmittel ins Spiel gebracht werden: vox temporis - vox Dei, verheirateter Weltklerus, Laienmitsprache und -mitverantwortung, innerkirchliche Frauenförderung etc. Ich habe inzwischen einiges an Laiengremien gesehen, von innen und von außen, ich kenne meine Mitchristen recht gut und fürchte, sie sind genauso unheilig wie ich. Sie sind genauso egoistisch, rechthaberisch, feige, heuchlerisch, geistig rigide und glaubensmäßig frigide wie ich und wie viele der aktuellen geweihten "Machthaber". Woher der Optimismus, Hochwürdigster Herr Erzbischof, Ihr Damen und Herren der Räte und Komitees? Ich fürchte, ich kann da nicht folgen. (Und ja, da ist ein guter, warmer, glühender, gläubiger Kern, keine Frage. Aber der, Ihr Lieben, ist genauso umstritten und umkämpft wie der gute, warme, glühende, gläubige Kern in, sagen wir: Bischof Mixa oder sonst einem der aktuellen Verdächtigen. Der siegt längst nicht immer. Schon gar nicht bei denen, die davon bei sich selbst überzeugt sind.)
Meine Hoffnung setze ich nicht mehr auf die Strukturen, die "Verfestigungen und Verkrustungen" von heute (Schick) noch auf die Strukturen von morgen, gleich wie liquide und flexibel sie sein mögen. Meine Hoffnung ist Jesus Christus; meine Hoffnung sind die Gottesmutter und die unabsehbare Schar der Heiligen, in denen die Liebe GOttes aufscheint; meine Hoffnung ist die erbarmende Gnade, wie sie mir Unwürdigem im Wort des WOrtes, in den Sakramenten entgegentritt, und zwar egal, wie unwürdig der Mund und die Hände des Spenders sind.
Reformiert von mir aus die Kirche, wie Ihr wollt. Aber macht Euch nicht vor, Ihr würdet damit die Probleme lösen. Und macht es vor allem uns nicht vor.
Ain't no grave can hold Johnny's body down
Die Fans dürfen hier das Video von Johnny Cashs "Ain't no grave" kollaborativ mitgestalten. Das Zwischenergebnis kann man sich hier ansehen:
(via Wall Street Journal)
O-Ton, ungelegen
Jesus mal wieder, ungelegen wie immer, an alle, die es betrifft - damit keiner sage: "Davon habe ich nichts gewusst." Keiner in Augsburg oder sonstwo.
"Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen." (Evangelium nach Matthäus, Kap. 23, Vers 3)
Die erste Person
Henri Le Saux OSB a.k.a. Swami Abhishiktananda:
"Man kann eigentlich von Gott nicht in der dritten Person sprechen, was auch immer die notwendigen grammatikalischen und sprachlichen Konventionen verlangen. Gott ist zuerst. Ich bin selbst nur in dem Du, das Gott zu mir spricht. Gott allein ist die erste Person, im eigentlichsten Sinn des Wortes, denn er ist der Ursprung allen Sprechens. Die tatsächliche Erfahrung der göttlichen Gegenwart verlangt, daß Gott als erste Person, als Ich erfahren wird." (Die Gegenwart Gottes erfahren.- Mainz: Grünewald, 1980, S. 73)
5. Mai 2010
Die Schlacht um Jericho
Via The Anchoress noch ein musikalisches Stückchen: eine dramatische Darbietung des Spirituals "Joshua Fit the Battle of Jericho", mit einer kurzen Hinführung durch den "Arrangeur" Moses Hogan:
Da kommt so schnell kein Kinder-, Jugend- oder Kirchenchor ran...
Abendmusik aus der texanischen Garage
Was wären Blogger ohne die großen Medien? Konkret und heute: Was wäre Scipio ohne seine Hamburger Tante? Die beschert ihm nämlich den Hinweis auf die Band des Tages: die Strange Boys aus Austin, Texas.
Der erste Blogozesenlyrikblog
Ein allerfrömmstes und hyperherzliches Willkommen dem Frl. Eugenie Roth, das auf seine alten Tage nun auch das Bloggen begonnen hat.
Ich bin mir nicht völlig sicher, aber wenn ich den Stil richtig erinnere, dann hatte ich bereits einmal das Vergnügen ihrer Gesellschaft. Es könnte sein, daß wir von dem werten Fräulein noch einiges zu erwarten haben.
Ad multos etc. - ut in omnibus etc.
Ein Fehler ist ein Fehler ist ein Feler.

Wetten, daß dem Piper-Verlag dieser Buchrücken nicht so richtig gut gefällt?
Aber nun ist es passiert. Ab in die Läden mit dem Schwilk seinem Taschenbuch und gehofft, daß es keiner merk.
4. Mai 2010
Carl Amery, Prophet
Wo ich Carl Amerys "Kapitulation" gerade zur Hand habe: 47 Jahre alt ist das Büchlein und in seiner Art prophetisch wie eh und je.
Gleich auf S. 5, im dritten Absatz z.B. schreibt Amery:
"Deutschland hat ebensowenig ein Recht auf die kirchliche Präsenz wie seinerzeit Nordafrika oder Kleinasien, und ein schwarzer Titularbischof von Eichstätt ist ebenso denkbar wie ein bayerischer Titularbischof von Cäsarea."
Oder später, auf S. 92, über den Typus des deutschen Kirchensteuerzahlers:
"Dieser Kirchensteuerzahler ist natürlich eine synthetische Kreatur, als Typus die unterste Grenze, der niedrigste gemeinsame Nenner unseer Kirchensteuerstatistik. Aber dieser niedrigste Nenner bestimmt das Profil des deutschen Katholizismus - er bestimmt es genauso, wie das langsamste Schiff Tempo und Kurs eines Geleitzugs bestimmt. Er, der Minimal-Aktive, hat unsere schönen Kirchen gebaut oder wiederhergestellt; er zahlt unseren Klerus, er bestimmt die Punkte, an denen die ... Kirche der ... Obrigkeit Schützenhilfe zu leisten hat - und er bestimmt auch die Selektion der Verkündigung, die Teile, die hochgespielt, und die Teile, die unterdrückt oder con sordini mitgeteilt werden."
47 Jahre, Welt und Kirche haben sich geändert - und Carl Amery hat immer noch recht.
Böll und Deutscher Katholizismus heute
Ich sah vorhin bei Martina auf glaubenssache den Hinweis auf den "Aufruf für eine prophetische Kirche". Dann überflog ich den Text des Aufrufs und scannte die "Unterzeichnenden": Tatsächlich, dachte ich mir, es gibt "keinen katholischen Christen ..., der das nicht unterzeichnen möchte": Die Bischöfe Genn und Algermissen, die Pfarrer Kerstiens und Breitenbach, die Organisationen BdkJ und IKvU, die Hilfswerke missio, Misereor und Adveniat, Ordensobere und Dogmatikprofessoren, Norbert Blüm und Christa Nickels. Wer kann sich da der guten und gottgewollten Sache verweigern?
Doch dann saß ich in der Küche und schenkte mir ein Weizen ein. Und - ungelogen - dachte ich an Heinrich Böll und seinen "Brief an einen jungen Katholiken". Ich habe den nie ganz gelesen, aber eine Stelle, die Carl Amery in seiner "Kapitulation" zitiert, die hat sich eingeprägt. Die war es auch, die mir einfiel. Sie lautet:
"So können Sie, lieber Herr M., bei Pfarrer U. getrost etwaige Zweifel am Dogma von der leiblichen Himmelfahrt Mariens äußern; es wird Ihnen eine höchst subtile, gescheite und theologisch saubere Unterweisung zuteil werden; sollte es Ihnen jedoch einfallen, Zweifel am (unausgesprochenen) Dogma von der Unfehlbarkeit der CDU zu äußern, so wird Pfarrer U. auf eine nervöse Weise ungemütlich und unsubtil. Sie können auch getrost das Gespräch auf die Christusvision des Heiligen Vater bringen; man wird Sie auf eine liebenswürdige Weise darüber aufklären, daß Sie nicht verpflichtet sind, daran zu glauben; aber sollten Sie Zweifel äußern an irgendeinem Satz des Heiligen Vaters, der eine Wiederbewaffnung Deutschlands rechtfertigen könnte, wird das Gespräch wiederum höchst ungemütlich." (zit. nach C. Amery: Die Kapitulation oder Deutscher Katholizismus heute.- Reinbek: Rowohlt, 1963, 107)
Tauschen wir "CDU" gegen die "Klimaforscher" aus, und ersetzen "Wiederbewaffnung Deutschlands" mit "Kritik an der kapitalistischen Wirtschaftsordnung" - dann hätten wir Bölls Brief ganz gut ins Jahr 2010 übersetzt, denke ich mir.
Ob Du glaubst, mein Lieber, daß der HErr Jesus leibhaftig auferstanden ist oder "nur" in seine "Sache", die "weitergeht", kümmert nicht. Du magst die Catholica für die größte Hure seit Menschengedenken ansehen und Dein Zugehören zu ihr als optional oder als Chance, sie zu ändern - oder magst Dein Credo direkt aus dem Katechismus oder aus dem Mund des Heiligen Vaters beziehen: Egal. Hauptsache, Du zweifelst nicht an den Grundwahrheiten unseres Christseins, wie Du sie im Aufruf nachlesen kannst.
Mit anderen Worten: Nicht mehr das Credo ist unser kleinster gemeinsamer Nenner - sondern die gesellschaftliche Rolle der Kirche. Offenbarung verschafft uns nicht mehr das Duo Schrift und Tradition, sondern eine bestimmte Interpretation der Zeichen der Zeit. Die Dogmen freilich werden immer noch vom sensus fidelium, vom Glaubenssinn des Gottesvolkes getragen - nur sind sie jetzt endlich unmittelbar praxisrelevant und stehen im Dienst einer "biblisch-christlichen Vision einer anderen Welt- und Werteordnung".
Aber vielleicht sehe ich das alles zu kritisch und sollte mich stattdessen freuen, daß deutsche Katholiken immer noch fähig sind, von ganz verschiedenen Credos ausgehend und ganz unterschiedliche Hermeneutiken praktizierend, den gleichen Aufruf zur Weltverbesserung zu unterzeichnen. Ganz wie Schüler, die einander widersprechende Rechenwege gehen und am Ende doch alle das gleiche Ergebnis fett unterstreichen.
Fragt sich nur, ob der Mathelehrer das so gut findet.
Lied für den Tag
An einem kalten Tag in einem Hinterhof in Texas: Nathaniel Rateliff mit Freunden und einem melancholischen Folksong "Boil & Fight".
Noch zwei (oder drei?)
Zum einen ist da das Betalegium, Rubens Rübenlese, zum zweiten aus der Ferne, aber der deutschsprachigen Blogozese zugehörig, white monks at sri lanka.
Tja, und dann war da noch ein dritter Blog, den ich mir zur Begrüßung vorgemerkt hatte, aber dann schlug der Prä-Alzheimer zu.
So oder so: Ein herzliches Willkommen und die besten Wünsche für ein langes Bloggen im Dienste des EInen!
PS: Von Ruben erwarte ich, daß er nicht nur die Baersche "Fun-Fraktion" der Blogozese verstärkt, sondern auch die zu Unrecht marginalisierte Fraktion guter amerikanischer Musik stützt. So wie gestern abend.
Unterwegs nach Süden
Philip Jenkins bietet interessante Morgenlektüre: Folgen des Skandals für die katholische Geopolitik (wenn man so sagen darf) auf dem Hintergrund dessen, was eh schon das letzte Jahrhundert über geschehen ist:
Gone South.
3. Mai 2010
Kerstin Hensel: Erste Hoffnung
Die Hoffnung fährt schwarz
In der Stadtbahn im Überlandbus
Liegt sie auf der hintersten Bank
Hat alles bei sich was zum Leben
Sie braucht: ein Büßerhemd einen Stock auch Kreuze aller Couleur
Schwarz fährt die Hoffnung und weiß nicht
Wo steigt sie aus
Im Nachtdepot im Abgebrumm der Motoren
Blinzelt sie unkontrolliert und mit störrischen Fingern
Zeichnet sie in die Luft
Pläne, ermisst ihre Chance zu bezahlen
Endlich morgen vielleicht.
(Gefunden bei Jürgen Springer: Es gilt das gesungene Wort (Christ in der Gegenwart 18/2010)
An der Kreuzung mit Rory Block
"Crossroads", ein klassischer Delta-Blues, offiziell von Robert Johnson, der ihn bestimmt per "beg, borrow or steal" auch von sonst jemandem übernommen hat. Heute dargeboten von Rory Block.
C. S. Lewis am Mikrophon
Von C. S. Lewis haben die meisten wohl schon gehört, aber ihn selber gehört haben die wenigsten.
Es scheint, daß von seinen vielen Radioansprachen nur eine "überlebt" hat und dank Youtube können wir sie an den Lautsprechern mitverfolgen. Es geht um das Gebet, das christliche Leben, gerne auch "Christsein" genannt, und das "für mich" von GOttes Liebe.
(via Mere Orthodoxy)
2. Mai 2010
Maienblüten ...
... sind kleine Sachen, die Maria Freude machen.
Z.B. auch mal einen Neonazi-Aufkleber beseitigen helfen.
Unser Exodus
Neal Stephenson lässt in Confusion, dem 2. Teil seines Barock-Zyklus, den Krypto-Juden und vagabundierenden Händler Moseh de la Cruz sagen:
"Ich glaube, meine Reise endete, als wir das Schilfmeer überquerten und der Knechtschaft der Ägypter entkamen. Seitdem hat mir nichts Befriedigung verschafft." (S. 916)
Christlich gewendet, würde das wohl heißen müssen: Wir sind ans Ziel gekommen, als Jesus die drei Tage seines Passah durchlitt und durchschritt. Nicht daß unsere Wanderschaft damit aufhören würde, aber das Ziel ist schon gegenwärtig. Nichts anderes gibt es seitdem, das unsere Sehnsucht, unseren Hunger, unsere Not stillen könnte.
1. Mai 2010
Ein lieplich ermanunge von unser lieben fröwen
Ich mane dich, Maria muoter, maget rein,
der fröude, do dir din liebes kind erschein
So klärlich noch siner urstende
und alles sin liden hette ein ende:
Durch sin frölich angesicht
loß mir, Maria, schaden nicht
An mime tode die viende min,
mit diner erbermde du mir erschin,
Und hilf mir, daß an der stunden
alle min not habe überwunden,
Und füre mich mit dir in das rich,
do din kind eweclich
Mit dir wonende ist:
ach himelscher vatter ihesu crist,
Dine götteliche gnode mir sende
hie und dört on ende.
(Unbekannt, Ende des 14. Jahrhunderts)
Ein Blog des dreifachen Ja
Die Blogozese wächst: Mit Freude annonciere ich "Schattenschrift", den Blog von Astrid, mit einem dreifachen Ja im Untertitel: "Ja zu Jesus, Ja zur Kirche, Ja zum Papst".
Auf gutes, langes und fruchtbares Bloggen!
Die Blogozesenszene in der Kirchenzeitung
Catholicism Wow faksimiliert und kommentiert den "Abschluß der Blogozesenwoche in der Kirchenpresse": einen Artikel von Andreas Kaiser in den Kirchenzeitungen von zehn deutschen Diözesen.
Elsa, Alipius, Catholicism Wow und yours truly sind die vorgezeigten Exemplare für die wachsende Szene bloggender Katholiken. Der Artikel ist fair, hebt prägnant Typisches hervor und macht seine Einschränkungen in einer Art, die sich früheren Rundumschlägen aus der Tastatur von KNA-Journalisten wohltuend abheben.
Mit den Adjektiven "seriöser" und "wortlastiger" kann ich leben, und daß einiges hier Geschriebene nicht jedem und nicht unmittelbar verständlich ist: Wie kann ich das leugnen? Die Einladung "Auch wer das Werk nicht mag, sollte es gelegentlich ansteuern" freut mich am meisten, während mich das auch hier wieder auftauchende Wort von der "Mutter aller katholischen Blogs" mit seinen matriarchalischen Anklängen immer ein bißchen ratlos lässt. Sollte es wirklich stimmen, dann sind die Kinderchen immerhin ganz schön flügge und flattern fröhlich durchs Web.
Nachtrag 3. Mai 2010: Der "Kirchenbote" des Bistums Osnabrück hat den Artikel inwzischen online.
30. April 2010
An die Vertuscher
OK, liebe Presseleute, ich habe ab sofort nichts mehr dagegen, wenn Ihr einen Aufmacher aus der Tatsache macht, daß ein Ex-Weihbischof öffentlich bekennt, er habe als junger Präfekt eines Internats in den 60er und beginnenden 70er Jahren Schüler geschlagen. Unter einer Bedingung: daß Ihr aufhört, Euren eigenen Dreck zu vertuschen.
Konkret: Ich will die volle und ganze Wahrheit über Euch, Eure Kollegen, jetzigen Chefredakteure und früheren Herausgeber. Alles aus den letzten, sagen wir: 40 Jahren.
Wer hat es wann und wie oft mit welcher Volontärin getrieben? Wer hat Journalistenethik verletzt? Einmal? Mehrmals? Permanent? Wer hat Mitarbeiter gemobbt, belogen, verführt, emotional oder physisch irgendwie mißbraucht? Wer hat die Wahrheit zurecht gebogen - und so das Vertrauen seiner Leser, von Kindern und Jugendlichen gar, geschändet? Welche Mißbrauchsnetzwerke gab und gibt es in den Agenturen und Redaktionen?
Wer von all dem schweigt, wer da nicht nachfragt, wer nicht den Mut, ja die Courage hat, das eigene Nest zu beschmutzen, der vertuscht. DER VERTUSCHT und ist mitschuldig, wenn solche Dinge auch heute und in Zukunft geschehen.
Auf geht's, denn sonst droht der Verlust Eurer moralischen Autorität. Ihr wisst ja: Wer mit hohem Anspruch auftritt, den trifft die Moralkeule umso härter.
29. April 2010
Alipius über Katholisches Bloggen
Alipius durfte sich in der Tagespost zum katholischen Bloggen ausführlich äußern und hat das glänzend getan.
Wer das Interview noch nicht kennt, kann es auf rom, römer, am römsten nachlesen.
Selber schicke ich ihm ein frohes Dankeschön - dafür, daß er Credo Ut Intelligam zusammen mit Elsas Nacht(b)revier und Thomas' Abendland besonders empfiehlt.
Dino-Talk
Ach, unsere Dinos. Lebendige Zeugen einer schrecklichen Vergangenheit. Nehmen wir z.B. Happisaurus aloisius, vulgo Alois Glück. Er hat noch eine ganz furchtbare Zeit erlebt, über die ihm erst die Begegnung mit der evangelischen Kirche hinweg geholfen hat. So wenigstens lässt sich sein Zeugnis bei evangelisch.de verstehen:
"Ich habe viel gelernt von der evangelischen Kirche. Ich teile heute vollkommen das Verständnis des barmherzigen Gottes, und dass die Liebe Gottes nicht auf unserem Verdienst beruht. In meiner Kindheit hatte ich noch eine Leistungsreligion gelernt – wer brav ist, bekommt dafür die Gnade Gottes."
Wir wissen nicht, wann er der evangelischen Kirche begegnet ist und wie. Wir wollen auch nicht daran zweifeln, daß er dort ein anderes Gottesverständnis vermittelt bekam, als er es aus seiner katholischen Kindheit und Jugend zwischen 1940 und 1960 mitbrachte.
Vielleicht kann er ja wirklich nichts dazu, wenn er aus der "Christenlehre" oder dem Religionsunterricht nur die Verdienstlichkeit guter Werke in einer verkürzten Fassung mit ins spätere Leben nahm und dachte, er könne sich die Gnade und Liebe GOttes verdienen.
Aber irgendwie wäre es ja schon auch nett gewesen und von einem Oberlaien nicht gar zu viel verlangt, wenn er wenigstens angedeutet hätte, wie sich die unverdiente barmherzige Liebe GOttes und unser Tun nach dem richtigen katholischen Verständnis zueinander verhalten. So ganz haben die Katholischen die Evangelischen ja auch nicht gebraucht, um den Popanz der Leistungsreligion zu entthronen. Auch als Popanz zu entthronen, der ihnen in interkonfessionellen Diskussionen entgegengehalten wird.
Hätte Alois Glück nicht etwas sagen können wie: "Jetzt weiß ich, daß es gut-katholisch ist, die übergroße Liebe GOttes, die all meiner Leistung und auch all meinem Glauben voraus geht, mit all meinem Glauben und all meinem Tun, mit all meiner Freiheit und aus tiefstem Herzen tätig zu beantworten. Und daß dieses mein Tun, mein Glauben, Hoffen und Lieben, vor GOttes liebevollem Blick nicht wertlos ist. Unvollendet, Bruchstück - ja, das schon. Aber nicht: umsonst. Sondern daß es zählt, weil es Jesus Christus mit auf SEine Rechnung nimmt, als Aktivposten. Weil mein Tun auch - wieder durch IHn, mit IHm und in IHm - anderen zugute kommen darf."?
28. April 2010
25. April 2010
Einfach Musik
Die Coal Porters irgendwo in London auf offener Straße, mit ersichtlichem Dress Code und der nötigen Kombi von Ernst und Freude bei der Sache.
Die Jesuiten und die Schattenseiten von 68
Die ZEIT: "Ich war ein Täter", in Auszügen zitiert. Hervorhebungen und ein paar Kommentare von mir:
"Als Pater Godehard 1977 in die Societas Jesu eintrat, »waren wir ein führungsloser Orden«. Damals traten auch mehrere, heute bekannte Täter ein. [Das war also zur Hoch-Zeit der nachkonziliaren Kirche, kurz bevor JPII die Eiszeit brachte, richtig? Der beliebteste Theologe des deutschen Katholizismus hieß damals Hans Küng, sein "Christ sein" hatte sich tausendfach verkauft. Ratzinger war konservativ geworden, und Rahner hatte Küng auch gerade ein "Bis hierher und nicht weiter" entgegengehalten.] Der Hang zum autoritären Regime, der der Gemeinschaft stets innewohnte, war gerade an sein Ende gekommen. Die weltliche Wende von 68 hatte auch die Jesuiten erfasst. Pater Erhard, heute 76 Jahre alt, beschreibt den Wechsel als eine Umstellung von »einer fast aristokratischen Form von Führung« zu einer moderneren. »Dazwischen lag eine Zone der Unsicherheit.«
Gott in allen Dingen suchen, so lautet das Motto der Jesuiten. Wo aber sucht, wer so denkt, das Böse – erst recht, wenn es aus den eigenen Reihen kam? Kaum einer der Patres von heute wünscht sich die Zeit vor dem großen Aufbruch der sechziger Jahre zurück. Doch die Aufklärung der Missbrauchsfälle ist auch die Aufarbeitung der Schattenseiten von 68 im Orden. Missbrauch mag so ewig sein wie die Kirche, aber er hat immer einen zeitspezifischen Ausdruck. Das Böse ist, wie auch das Gute, konkret.
Pater Bernd, einst viele Jahre Provinzial, ist ein Vertreter jener Generation zwischen den Zeiten: als das alte Regime zwar abgeschafft war, ein neues aber noch nicht griff, als die Aristokratie nicht mehr und die Demokratie noch nicht galt. Von sich sagt er: »Ich habe den Wert von Verbindlichkeit erst neu entdeckt – für mich und den Orden.« [Schnellmerker sind sie also nicht unbedingt, die Jesuiten. Auch damals gab es genug Warnungen, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten.] Es gab ein Machtvakuum. Es entsprach nicht dem Geist der Zeit [wow, an unverdächtiger Stelle ein Beweis für seine Existenz und seine Dialektik...], verdächtige Patres zu kontrollieren oder harte Konsequenzen gegen Missbraucher durchzusetzen. Der Ordensgründer Ignatius von Loyola hätte in seiner militärisch brutalen Sprache wohl gesagt: Es fehlte damals am Mut zum Befehlen. [Es, es es... Eigentlich heißt das: Den Jesuiten fehlte der Mut zum Befehlen.]
Der Missbrauch war politisch – und im Musterorden von Gottestreue und Kirchengehorsam [So stellt sich die ZEIT und der Kulturprotestantismus wohl bis heute die Jesuiten vor. Sancta simplicitas...] scheint es auf erstaunliche Weise nicht so viel anders zugegangen zu sein als am reformpädagogischen Musterinternat: Die Ablehnung des althergebrachten Regimes, das mit autoritärem Missbrauch einhergegangen war, führte zu einer neuen Lockerheit, die antiautoritären Missbrauch hervorbrachte. [Gesetz des Pendels nennt das P. Kentenich mal, aber den muß man ja nicht kennen. Stattdessen darf man post factum erstaunt sein.] An die Stelle übergroßer Distanz trat übergroße Nähe, an die Stelle der fatalen Schläge das fatale Streicheln. [War das nicht auch die Zeit, in der die Streicheleinheiten aufkamen? - Mal sehen, ob wir von denen noch mal ein Lebenszeichen bekommen...] So habe etwa, heißt es im Orden, der Direktor des Aloisius-Kollegs in Bad Godesberg, Pater S., seine Schule ins Zwielicht einer ästhetisch überhöhten, aber derb missbräuchlichen Atmosphäre des pädagogischen Eros getaucht.
Und wie zum Hohn bestätigt der Orden auf seiner Klausur: Im Rahmen seiner Ausbildung habe der Pater einige Zeit an der Odenwaldschule zugebracht. Damit ist die letzte Mauer zwischen beiden Skandalen durchbrochen, die zwischen konfessionell-katholisch und reformerisch-kulturprotestantisch: Es gab eine Verbindung zwischen beiden Welten des Missbrauchs, sie hieß Pater S., ein Jesuit.
Die Missbraucher mögen profitiert haben vom fehlenden Mut ihrer Oberen zum Befehl. Die machthabenden Vertuscher dagegen konnten sich stützen auf ein Zuviel an Gehorsam ihrer Untergebenen."
Wetten daß davon nicht viel in der Kirchenpresse zu lesen sein wird? Daß ZdK und BdkJ, daß Glück undTänzler davon eisern schweigen werden?
Geschichtsklitterung, die xte
Vorurteile in Aktion, sich selbst verstärkend und vermehrend. Wenn sich ein Film "[als] leidenschaftliches Plädoyer für Vernunft und Humanismus gegen Fanatismus, Intoleranz und Machtstreben" versteht, darf er sich "einige Freiheiten" erlauben. Klar. Logo. Hauptsache: "Écrasez l'infâme!"
Da können sich noch so viele Historikerinnen in den Medien - hier dem "Spiegel" - äußern: Plausibel ist plausibel.
"Agora - Die Säulen des Himmels" ist also ein Film für die Zeitgenossen. Gerne sind auch kritische Katholiken willkommen oder solche, die sich mit dem Gedanken an Kirchenaustritt tragen. Danach fällt die Entscheidung sicher leichter.
Wer dagegen von den Stereotypen des säkularen Dummgeistes unbelehrt bleiben will, muß sich stattdessen mit "The Anchoress" begnügen:
Vatican funding adult stem cell research
Genesis, Evolution the Sistine Chapel
"Pilger sind wir, Reisende unterwegs..."
Ein Teil der katholischen Kirche ...
... quer durch den Spessart unterwegs ...
... zur Muttergottes von Mariabuchen ...
... die freilich dem frommen Beter eher ihr Herz öffnet als daß sie seinem Handy ihr Gesicht zeigt.

Die wirklich wichtigen Gebetsanliegen habe ich erst ab km 25 aufs Tapet gebracht, als das Laufen begann weh zu tun.
24. April 2010
Wieder: Die deutsche Presse
Wenn schon, dann richtig, BLÖD!
«αλσο δοχ: διε γριεχεν ουολλεν ουνσερ γελδ»!
Trauriges aus dem Innern der Kirche
"Seht, wie sie einander lieben" überschreibt das Gotteslob ein Posting. Eigentlich müsste es ironiefrei wohl heißen: "Seht, wie sie einander allein lassen."
Ein wichtiger Text!
23. April 2010
C&W ain't C&W
Und dann war da heute noch Father Z., der wissen wollte, welche Country & Western-Musiker gut sind, und warum. Damit fuhr er die sensationelle Zahl von 93 Kommentaren ein.
(Und ich bekomme keine einzige Rückmeldung auf einen ziemlich genialen Country-Song, der punktgenau auf den Tag und in diesen Blog passt, nicht mal von den Freunden eines guten katholischen Bieres ...)
Kondensierte Schrift
Man könnte es für eine typisch lutherische Idee halten: Die Bibel erfolgreich auf 66 Verse zu kondensieren.
Sarah Wilson hat es geschafft: The Bible in 66 Verses.
Makabritäten
Die "Gashlycrumb Tinies" von Edward Gorey fallen momentan fast unter Kindesmißbrauch. Eigentlich sind sie aber nur ein schwarzhumoriges ABC-Gedicht mit Kindernamen, mit ziemlich beeindruckenden, düsteren Illustrationen.
Hier geht es zum Kunstwerk.
(via more last than star)
Ans Main-Echo, meine Provinzzeitung
Ihr habt ja alles Recht der Welt, als Aufmacher schön fett zu schreiben: "Erleichterung über Bischof Mixas Rücktrittsangebot". Hätte ich an Eurer Stelle auch so gemacht. Ich hoffe aber - there but for the grace... -, daß ich die Untertitel nicht begonnen hätte mit "Noch keine Entscheidung des Vatikans".
Mit Verlaub: Ihr seid Idioten.
Aber nicht mal Ihr kriegt mich dazu, zu sagen, +Mixa hätte im Amt bleiben sollen.
(Wer einen Blauen Eimer möchte, muss heute nur den hyperdämlichen Kommentar von Martin Flenner auf Seite 3 kommentieren...)
22. April 2010
Nachwort
Zum Rücktrittsgesuch von Bischof Mixa: Nein, keine Freude.
"A man has to do what a man has to do". Demütigung und zum Großteil wohl selbstverschuldeter Verlust von Glaubwürdigkeit und Ansehen ist nichts, was Spaß macht. Auch nicht beim Zusehen. Schon einmal gar nicht bei einem Bischof der Una Sancta. Genauso wenig wie bei einer Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche übrigens.
"There but for the grace of GOD go I."
(Das ist es eigentlich vor allem, was mich an einigen, zu vielen Berichten und Kommentaren stört: Sie scheinen allesamt von moralischen Übermenschen gesprochen, von Heiligen und perfekten Exemplaren der Gattung homo sapiens. Es muß doch möglich sein, über die ganze Ungeheuerlichkeit des von Kirchenmännern und -frauen begangenen Mißbrauchs zu schreiben, ohne diesen Tonfall moralischer Überlegenheit. Habt Ihr noch nie in Euren eigenen Abgrund geschaut? Nein, nicht relativieren sollt Ihr das Geschehene dann, sondern in seiner ganzen Schmerzlichkeit sagen.)
Hinweisen will ich noch auf den guten Kommentar von Jan Fleischhauer - man sieht: Der S_____L leistet sich ein paar Querschreiber, warum auch immer.
Ein Lied zum Tag des Deutschen Bieres
In 53 min begehen wir nicht nur den Welttag des Buches, sondern auch den Tag des deutschen Bieres.
Was passt da besser als ein Bierlied, das in einer Buchhandlung gesungen wird?
I am pleased to welcome on this here blog - directly from the Union Square Bookstore in Canton, Mississippi - Mr. Frazier Ridell and Mr. Allen Burrows with their song: "You Can Drink Beer and Also Love Jesus". Give'm a big hand!
Theologenpapst, aber richtig
Gianfranco Ravasi über Etiketten und das "Back to the roots" des "Theologenpapstes" (radio vatican):
"Theologenpapst, das ist schon auch eine Art Etikett, das ihm angeklebt wird, um zu sagen, was er nicht sei: dass er nämlich kein Papst wäre, der die Komplexität der pastoralen Situationen kennt, sondern der nur ganz allgemein um sie weiß.
Wir sollten stattdessen diesen Begriff vom Theologenpapst andersherum verstehen und sagen: Hier gibt jemand eine neue Interpretation der Geschichte und der kirchlichen Gemengelagen, indem er uns daran erinnert, dass wir immer zurück zu den Quellen müssen.
Das gilt für die Hirten wie für alle Gläubigen: Er wiederholt die Einladung des Petrus in seinem ersten Brief, dass wir Rechenschaft ablegen sollen von der Hoffnung, die in uns ist. Und das sollen wir mit Sanftmut und Aufmerksamkeit tun – auch gegen die Provokationen. Rechenschaft ablegen von der Hoffnung bedeutet: die pastorale, soziale, kulturelle Funktion des Glaubens anzuerkennen."
Bernanos mit seiner schmerzlichen Liebe, wieder einmal
Aus Bernanos' "Fragment über Martin Luther", wo der Dichter GOtt folgendermaßen zum D. Martinus sprechen lässt:
"Seit Anbeginn war meine Kirche, was sie heute noch ist und was sie bis zum letzten Tag sein wird: das Ärgernis der Starken, die Enttäuschung der Schwachen, die Prüfung und der Trost der nach innen Gekehrten, die in ihr nur mich suchen. Ja, Bruder Martin, wer mich darin sucht, findet mich, aber man muß mich suchen, denn ich bin besser darin verborgen, als man denkt oder als gewisse meiner Priester euch glauben machen wollen; für die, die nicht demütig hinter den heiligen drei Königen und den Hirten auf mich zuschreiten, bin ich noch schwerer zu entdecken als im kleinen Stall von Bethlehem. Denn man hat mir zwar Paläste errichtet mit zahllosen Galerien und Säulenhallen, die Tag und Nacht herrlich erleuchtet und von Wächtern und Schildwachen erfüllt sind, aber um mich dort zu finden wie auf der alten, schneeverwehten Straße Judäas, braucht auch der Klügste nur von mir zu erbitten, was ihm einzig nottut: einen Stern und ein reines Herz."
20. April 2010
Successive eighth - is all yet intact?

It's that time of the year again. It's Mogo time.
And when you as a deeply open Christian parish want to prove that you are really open unto the last corner, then you offer of course a translation possibility on your web side.
What then comes out of that, can lead only bad willing persons to a "hämisches" laughter. All others stand full of worship and look forward to the next motorcycle worship. Again with Roland and with the band Intakt.
We see us on the 2nd May. With the motorcycles. Of course.
Dormeshelgen II
So, hier also die Bilder zum Posting. Die Qualität - nun, seht selbst. Meine dreifache Entschuldigung: 1. konnte ich noch nie fotografieren, 2. war es schon dämmerig bzw. wie man da sagt, wo der Bildstock steht: "femmelisch" und 3. hatte ich nur ein Siemens S65v.
Die Zwillinge vorm Abendhimmel, während sich Maria noch im Grün verbirgt.
Unsere Liebe Frau Hinterm Gitter (engl.: Our Lady Behind Bars)
Das Grablicht "Theresia" brennt noch. Unter ihm ist niemand begraben. Nicht daß ich wüsste.
"As I walked out tonight in the mystic garden..." (Bob Dylan)
"Wie grün war mein Tal doch und das Tal jener, die nicht mehr sind." (R. Llewellyn)
19. April 2010
Provokativer müssten sie mir sein, die Provokanten...
Der ökumenische Kirchentag soll provozieren, so ähnlich sagte es Katrin Göring-Eckardt im Interview mit meinem Provinzblatt. Die Beispiele, die sie dann brachte, stellten klar, wer da gewisslich nicht provoziert werden soll: Die Teilnehmer und die Organisatoren.
Eine katholische Meßfeier im außerordentlichen Ritus an prominenter Stelle mit prominentem Zelebranten unter Trägerschaft der Petrusbruderschaft - das hätte so richtig Zoff gegeben. Provocatio provocationum. Schon weil jeder denkt: "Das sind doch die mit dem Williamson!" Sind sie nicht, und siehst du schon: Vorurteile wie Pilze aus dem Boden.
Aber vielleicht ist das ja doch im Programm und ich habe es zwischen "Ökumenische[n] Gottesdienst[en] auf anglikanischer Basis" und "Röm.-Kath. Eucharistiefeier[n] in Leichter Sprache" übersehen. In diesem Fall lasse ich mich liebend gerne korrigieren.
Gelbe Galle oder entspannter Charme?
Mag das versöhnen, wer will: Für den einen, Gero von Randow, haben die Franzosen das Vertrauen in alles und jeden verloren, Mißtrauen zernagt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für den anderen, Hans Ulrich Gumbrecht, dagegen waren sie nie so locker und entspannt wie in diesem Frühling, mindestens in Paris.
Ich kann mit meinen geringen Erfahrungen das eine wie das andere bestätigen. Und rätsele lieber über das deutsche Wesen, das mein eigenes ist, als über das noch unergündlichere fremder Nationen.
Angstfrei vorwärts in GOttes Zukunft
- so lässt sich der Titel von Benedettas Blog übersetzen:
Impavidi progrediamur
Ad multos etc.!
18. April 2010
"Dormeshelgen"
Zwischen zwei imposanten Zwillingsrobinien, kurz bevor die offene Flur in den Wald übergeht, steht ein Bildstock. Noch haben die beiden Bäume nicht ausgeschlagen und scheinen abgestorben, wie so oft in den letzten Jahren. Was das mutwillig an einen der Bäume gelegte Feuer vor Jahren nicht fertig gebracht hat, das bewirkt die Zeit nun an beiden.
Neben mir fallen kleine Äste zu Boden. Ein Eichelhäher flattert in der Krone, zerrt an den Zweigen, Totes bricht ab, und was der Vogel mit dem Schnabel nicht halten kann, liegt unter dem Baum im Gras.
Der Bildstock selber ist schmucklos und ohne Inschrift. Vor 20, 30 Jahren wurde das alte Helgen durch eines aus Kunststein ersetzt. In der Aussparung des Aufsatzes steht seit ein paar Jahren eine Notre Dame de Lourdes, 30 cm hoch und in bemaltem Gips. Ein schwarzes Gitter schützt sie vor schnellem Diebstahl und impulsivem Vandalismus. Im kleinen Blumenbeet eine Friedhofslampe der Marke 08/15, darin ein 24-Stunden-Brenner mit dem großen Aufkleber "Theresia".
Feten sollen dort in der Dämmerung statt finden, heißt es im Dorf. Wenn es stimmt, sind davon nur ein paar Kronkorken geblieben. Ein aufgeschnittener Kinderball ist das größte Stück Abfall.
Im frühen Sonnenschein und unter einem marianisch blauen Himmel, am zweiten Sonntag nach Ostern im Jahr des Herrn 2010, sind die Allegorien kaum abzuwehren:
Rechts und links vom Bild jener Frau, die geschenkt wurde, das "unverdorbene Konzept" GOttes vom Menschen zu realisieren, scheinen die beiden uralten Bäume entsprungen. Ist es die gespaltene Kirche, die sie darstellen, ist es das Duo von Institution und Charisma oder jenes von Amt und Heiligkeit? Die Zeit scheint abgelaufen. Die Hülle steht noch und wird Jahrzehnte halten, doch das Leben scheint aus ihr gewichen; nur wer genau hinsieht, entdeckt ein paar kleine Knospen.
Der sonst alarmistische Eichelhäher ist beschäftigt, mit starkem Schnabel kleine Stückchen Totholz abzubrechen. Er tut seine Pflicht, ihn kümmert nicht der Baum, sondern das Fortbestehen der Art und das gemeinsame Nest mit der Häherin. Allein war er, und da endet seine Allegorie. Denn im wirklichen Leben fallen die eifrigen, auf ihren Lebensunterhalt bedachten Journalisten eher wie eine Schar von Staren ein, knicken und biegen, bis etwas bricht und fällt. Den Baum hat das Totholz nicht gekümmert. Holen sich die Stürme nicht eh, was der Eichelhäher vergaß oder nicht brechen konnte?
Natürlich, der Baum ist nicht tot. Er nimmt sich nur Zeit, und im Sommer wird er wieder seinen Schatten spenden, wenn die Sonne auf die Wiesenlandschaft herunterbrennt. Mir hat nie jemand von einer Zeit erzählt, in der er nicht da war, und er wird die jetzt Lebenden überdauern, machen wir uns nichts vor.
"N.D. de Lourdes" steht auf dem Sockel unter den Füßen Mariens, es könnte genauso gut "Maria von Nazareth", "Mater Ter Admirabilis" oder "Queen of Rio d'Oro" heißen. Maria hat viele Namen und sie wird noch viele bekommen, überall, wo sie sich inkultiert. Auf das Weiß-Blau der "Immaculada Councepciou" folgt irgendwann wieder glasierter Ton oder ein dauerhaftes Holz. Was tut's? Sie hat sich den Bewohnern, frommen wie weniger frommen, ins Herz geschlichen. Es wird sich immer einer finden, der ihr eine Kerze aufstellt.
Am Bildstock ist gut feiern: Kaffee und Kuchen gibt es einmal im Jahr nach der Maiandacht oder Bergmesse. Wohl öfters trifft sich dort eine Gruppe junger Leute zum Schwätzen und Schoppen, aus dem Auto dröhnt dann auch mal ein Baß in die Dämmerung. Kein Korken - "Sie haben keinen Wein mehr", heißt es schon bei Johannes -, nur zwei Kronkorken des lokalen Schlappeseppel-Bieres und drei mit Clausthaler-Aufschrift. Dahin geht es mit der katholischen Feierkultur...
Und der bunte Kinderball, zerschnitten, voll Staub und Dreck? - Manchen, die mißbraucht wurden, wurde die Kirche und der in ihr GEgenwärtige zu Zuflucht und Burg, zu Heimat und Heim, andere traf dort, genau dort, ihr Unglück. Perversion der Zuwendung GOttes zum Menschen.
In fünf Minute befindet sich, wer schnell geht, wieder im Wohngebiet. Bergab führt der Weg, und ohne es zu wollen, kommt mir das Regina Caeli auf die Lippen, wie es von dem Unerwarteten erzählt, der aufersteht und lebt, wie er gesagt hatte. Mit einem Echo des Hallelujah gehe ich an den Türen vorbei, hinter denen sich die Komödien und Tragödien des ganz normalen Sonntags zu entwickeln beginnen.
Papst der Ironien
Man muß John L. Allen nicht in allem zustimmen, aber hier ist einer, der differenziert und genau hinschaut und weiß, was er da schreibt. Sozusagen ein mögliches Vorbild für eine ganze Branche von Möchte-gern-Vaticanistas:
Can a teaching pope get his house in order?
17. April 2010
Einschätzung
Wahrscheinlich hatte Bischof Mixa von vornherein keine Chance, sauber und ungeschoren davon zu kommen - wenn auch nur irgendeine der Anschuldigungen teilweise stimmte. Nicht bei dem Ruf, den er hatte, nicht bei seinem Willen anzuecken.
Aber das tut dann nichts mehr zur Sache, wenn er so naiv? tollkühn? ignorant? schlecht beraten? in die Falle tappt.
Mein Rat: Zurücktreten. Schnell. Um der Kirche willen. Vor allem aber um der Wahrheit willen. (Oder warum rackert sich B16 in Rom ab, wenn ihm seine Kollegen alles, aber auch alles kaputt trampeln?????)
Es geht auch ohne Banjo -
- solange ersatzweise zwei Akkordeone dabei sind und bedient werden so wie hier bei den - Gott hab' sie selig - Texas Tornados von Flaco Jimenez und Augie Meyers.
Enjoy yourselves!
Allerfrömmstes Willkommen!
Wie meine Peergroup vor mir (zu viele schon, um sie einzeln hier zu verlinken), freue ich mich, daß Ulrich nach einer Zeit des Kommentierens nun selber bloggt.
Sensuum Defectui
Daß Dir die Sinne nur im rechten Moment abhanden kommen mögen und Du recht lange bloggst: Das sind die Wünsche an diesem strahlend-blauen Samstagmorgen, wo draußen das "Asche-Monster" (BLÖD) umgeht.
16. April 2010
wasntag...
Küng auf allen Kanälen, Drewermann im "European" - da muss einem der 16. April ja wie ein Groundhog Day im Jurassic Park vorkommen.
Das 83-jährige Geburtstagskind ist derweilen der einzig Junggebliebene. Das kommt vom vielen Beten, da bin ich mir sicher. Und er ist der Einzige, der für Überraschungen gut ist, wo die hofierten Kontrahenten ihr ewiges Mantra murmeln und "in tiefer Sorge um diese unsre Kirche" sich ein paar Krokodilstränen abpressen.
Chestertons Definition von Gesundheit
"He is a sane man who can have tragedy in his heart and comedy in his head."
(Quelle via Ironic Catholic)
Benedikt zum Geburtstag
Heiliger Vater!
Zu Ihrem Geburtstag wünsche ich Ihnen Gottes reichen Segen und Seine Nähe bei all Ihrem Wirken für Seine Kirche!
Daß die Aufgabe, zu der Sie vor fünf Jahren Ja gesagt haben, eine unmögliche, den Träger überfordernde ist, das war Ihnen wohl bewusst. Daß auf das "Wir sind Papst" binnen kurzem das "Kreuzigt ihn" folgen würde - vielleicht haben Sie auch das geahnt.
"Die Narrheit des Wahren heiteren Herzens ohne Abstriche zu wagen" (Joseph Ratzinger) - wie das geht, dürfen wir immer wieder bei Ihnen ablesen: in Ihren so klar-bestimmten wie demütig-bittenden Worten, in Ihrem Ausgerichtetsein auf den Herrn hin, in Ihrem Vertrauen auf die Kraft des menschlichen und des Göttlichen Geistes, mit dem Sie sich wieder und wieder an alle Christen und alle Menschen guten Willens wenden.
Mit meinem Wünschen verbinde ich deshalb auch meinen Dank für alles, was Sie mir und so vielen Menschen über die Jahre gegeben haben. Möge es Ihnen der gütige Gott vergelten - und möge er Sie uns noch lange erhalten!
In Dankbarkeit Ihr
scipio
15. April 2010
Innenansicht
Benita berichtet von aufschlußreichen Wortwechseln zwischen journalistischen Herdentieren. So sieht eine Stampede von innen aus ..
14. April 2010
Die Fab Vier im Osservatore und hier
Nun haben es die popmusikalischen Top-Ten des italienischen (oder war es der englische?) Osservatore Romano auch in die deutsche Ausgabe geschafft. Und Radio Vatican teilt den Musikgeschmack der OR-Kollegen. So klingt es jedenfalls bei Elsa im Nacht(b)revier.
Der Weihrauch gilt offensichtlich vor allem den Beatles. Sei's drum. Wenn's Euch glücklich macht... Ain't my cup of tea really.
Mir kommen die vier Scousers höchstens in dieser Aufbereitung auf den Blog:
Die Geschichte eines "Trotz allem"
Eine Mißbrauchgeschichte in der "Welt". Eine wahre. Eine, wie man sie nicht oft hört dieser Tage. Eine, wie es sie vielleicht gar nicht so selten gibt.
Eine, die dankbar macht. Trotz allem.
13. April 2010
Der Pädophilie-Unterstützer des Tages ...
... heißt: Richard Dawkins.
"As soon as I could wriggle off his knee [er spricht von den Knien des Klein-Dawkins befummelnden Lateinlehrers], I ran to tell my friends and we had a good laugh, our fellowship enhanced by the shared experience of the same sad pedophile. I do not believe that I, or they, suffered lasting, or even temporary damage from this disagreeable physical abuse of power." (Quelle)
["Sobald ich mich von seinen Knien herunterschlängeln konnte, rannte ich zu meinen Freunden, um es ihnen zu erzählen und wir hatten viel Spaß dabei, und unsere Kameradschaft wurde durch die geteilte Erfahrung mit demselben traurigen Pädophilen vertieft. Ich glaube nicht, dass ich oder sie einen dauerhaften oder auch nur temporären Schaden durch diesen unliebsamen physischen Missbrauch von Macht davongetragen haben." (Übersetzung und Hinweis)]
Bloß gut, daß er die richtigen credentials hat. Da darf er denken, schreiben, vielleicht gar tun, was er mag. Alles scheißegal. Kümmert keinen.
Wir warten derweil bis zum Nimmerleinstag aufs Titanic-Cover: Dawkins knienderweise vor dem Hosenlatz eines Lateinschülers, dazu das Motto: "Hab dich nicht so - besser mißbraucht als religiös".
(Danke für den Hinweis an Elsa!)
Den Richtigen ausgesucht
Eines muß man den Herren Hitchens, Dawkins und Robertson lassen: Sie haben den richtigen Riecher.
Nicht Rowan Williams wollen sie vor den Kadi zerren oder George Carey, seinen Vorgänger auf dem Stuhl des hl. Augustinus in Canterbury. Nicht Margot Käßmann haben sie im Visier, schon gar nicht Nikolaus Schneider. Auch nicht Olav Fykse Tveit vom Ökumenischen Rat der Kirchen, oder einen Southern Baptist oder Pfingstler.
Der aktuelle servus servorum Christi muß als Objekt "moralischer Aggression" (Bahners) herhalten. Nur er scheint den atheistischen Rittern von der traurigen Gestalt wichtig und ärgerlich genug. Nur er wirkt als Stachel im Fleisch. An ihm und der Katholischen Kirche macht sich der Haß aufs Christentum fest, nicht an den harmlosen Leitfiguren harmloser Mainstream-Denominationen, die ihren Frieden mit der Zeit gemacht haben - und auch nicht an Kirchenführern, die es wie die Una Sancta nicht tun.
Wenn ich gerade dabei wäre, mich aus der Katholischen Kirche davon zu machen, und sei es mit guten Gründen: Ich würde es mir jetzt dreimal überlegen.
Die Unerlösten
Wieso fiel mir heute morgen zuerst der Zarathustra und sein Satz von den Jüngern ein, die erlöster aussehen müssten, als ich den berühmten Menschenrechtsanwalt Geoffrey Robertson bei der FAZ in voller Fahrt sah?
Eine Slideshow ("To Form a More Perfect Hitchens") des Vorzeigeatheisten Christopher Hitchens hat mir den Nietzsche-Satz nur noch stärker wie einen Ohrwurm implantiert, und nach Bildern des Atheismus-Mem-Multiplikators Richard Dawkins traue ich mich schon gar nicht mehr zu suchen.
Journaillistisches Taschenformat
Immer was zu meckern muß auch eine Provinzzeitung finden. Wenn man denn schon nichts daran aussetzen kann, daß der Vatikan jetzt seine seit 2003 geltenden Regeln bei sexuellem Missbrauch durch Priester veröffentlicht, dann lässt sich immer noch eine negativ tönende Überschrift wählen:
"Vatikan prescht vor"
und im Untertitel das Wörtchen "neu" unterbringen.
11. April 2010
Der polnische Papst zum Tag
"Und doch ist es nicht das letzte Wort des Bundes-Gottes: Dieses wird im Morgengrauen jenes Tages gesprochen, an dem zunächst die Frauen und dann die Apostel zum Grab des gekreuzigten Herrn kommen, es leer vorfinden und zum ersten Mal vernehmen: »Er ist auferstanden!«. Sie werden es weitersagen und Zeugen des Auferstandenen sein.
Dennoch ist auch in dieser Verherrlichung des Sohnes Gottes das Kreuz weiterhin gegenwärtig, welches - durch das gesamte messianische Zeugnis des Menschensohnes, der an ihm den Tod erlitten hat - unaufhörlich vom göttlichen Vater spricht, der seiner ewigen Liebe zum Menschen unverbrüchlich treu bleibt, der »die Welt so sehr geliebt hat« - und somit den Menschen in ihr - , »daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat«.
An den gekreuzigten Sohn glauben, heißt »den Vater sehen«, heißt glauben, daß die Liebe in der Welt gegenwärtig ist und daß sie mächtiger ist als jedwedes Übel, in das der Mensch, die Menschheit, die Welt verstrickt sind.
An diese Liebe glauben, heißt, an das Erbarmen glauben.
Dieses ist ja die unerläßliche Dimension der Liebe, ist sozusagen ihr zweiter Name und zugleich die spezifische Art, wie sie sich zeigt und vollzieht angesichts der Wirklichkeit des Übels in der Welt, das den Menschen trifft und bedrängt, sich auch in sein Herz einschleicht und ihn »ins Verderben der Hölle stürzen kann«" (Dives in Misericordia, Nr. 7)
Blogozesen-Blognick im Odenwald
Benita und P. Recktenwald FSSP laden zu einem Bloggertreffen am 8. Mai nach Oberflockenbach (ca. 20 km nördlich von Heidelberg) ein.
Es beginnt um 14.00 Uhr und endet (offiziell) mit einem Abendessen um 18.00 Uhr. Geplant sind außer dem üblichen zwanglosen Austausch eine Diskussion zur aktuellen Lage (Mißbrauchsfälle intra et extra und zugehörige Stampede) und eine Begegnung mit Walter Ramm, dem Gründer der Aktion Leben.
Wer mag, kann im Gästehaus der Aktion Leben, wo das Treffen stattfindet, übernachten und hat am Sonntag um 10.00 Uhr die Möglichkeit zur Mitfeier der Heiligen Messe in ihrer Außerordentlichen Form.
Anmeldung bitte an Benita oder P. Recktenwald.







