22. März 2011

Kirche und Kultur

Mein Wort des Tages, nein, was sag ich! des Monats und darüber hinaus:

"Würdigungskultur".

Wenn ich den Rektor des Zentralkomitees richtig verstehe, sollen vor allem kompetente Laien und ihre Kompetenzen gewürdigt werden, aber auch - päpstlicherseits - ganz andere Dinge und zwar außerhalb eines größeren Kontextes:

„Ich meine, einen Papst erleben zu dürfen, der die deutschen Probleme als solche würdigt und sie nicht gleich mit globalem Bezug relativiert."

Schon schön!

Kommentare:

Marcus, der mit dem C hat gesagt…

Meint er einen Papst, der bei der deutschtümlichen Eigen-Nabelschau hilft die Fusseln im Nabel nach Farben geordnet abzulegen, anstatt die egozentrische Sichtweise verdientermaßen zu schelten und sowohl im Leiden mit Verweis auf jene Gegenden der Welt, wo der Glaube an den Herrn Jesus Christus das Leben kosten kann, als auch in der Freude mit Verweis auf jene Gegenden, wo man auf jeden Seminaristen einen wegschicken muß, weil eh alles schon doppelt belegt ist, die deutsche Befindlichkeit ihr Haupt nie über die Mittelmäßigkeit erhebt außer in den Geldmitteln, die in den Diözesanhaushalten umgewälzt werden?

Annuntiator hat gesagt…

Ich meine einmal ein ZDK zu erleben, daß nicht gleich bei leichten Hinweisen auf deutsche Kirchenromatik den Kopf in den Sand steckt, sondern mutig ihre eigene Position der weltkirchlichen Realsituation anpaßt.

Scipio hat gesagt…

Ja, ich glaub schon. Interessant, wo sich die globale Perspektive wandelt, wenn es beginnt unangenehm zu werden.

Die nächste Eskalationsstufe ist dann der dezente Hinweis auf den Geldhahn...

Johannes hat gesagt…

Appropos angemessene Würdigung: Den Papst als solchen und seine Wünsche - als solche! - hinreichend zu würdigen, das wäre in Deutschland vielleicht auch ein Schritt in die richtige Richtung, oder?