7. April 2011

Gütesiegel

Fragment eines geplanten Postings:

Immer das gleiche: Was ist diese Liberalisierung, diese Öffnung zur Welt? Mir scheint, jeder weiss, was die Kirche nicht tun soll. Und keiner sagt, wo es hingeht, was die Transmissonsriemen sein sollen und was da eigentlich von der Welt in die Kirche übertragen werden soll. Die Kirche als gelbweisse meinungsnivellierte Gesellschaft, die zwar keinem mehr sagen kann, warum er oder sie ausgerechnet bei ihr Mitglied sein soll. Oder vielleicht doch. So wie z. B. der Medizinische Dienst der Krankenkassen Alten- Und Pflegeheime bewertet und feststellt, welches das beste Haus am Platz ist, so könnte die Öffentlichkeit ein Konfessions- und Religionsrating einführen. Noten für interne Meinungsvielfalt, zielgruppenspezifische Rituale, opt-in/opt-out Moral, Leichtigkeit des Ein- und Austritts, return on investment aus Sicht des Beitragszahler und des deutschen Steuerzahlers ganz allgemein, eigener ästhetischer Stil bei gleichzeitiger Lizenz zum Stilmix für die Mitglieder, Bereitschaft, sich aktiv und ohne Klagen und Jammern ins soziale und legislative Korsett von Gesellschaft und Staat einzufügen, Fähigkeit zur Relativierung von traditionellen Wahrheitsansprüchen - dafür könnte es Noten geben, jeder wüsste, woran er ist. Das TÜV-Siegel für Transzendenz, der Öko-Test für Glaubens- und Sinnangebote.

Kommentare:

pascalsneffe hat gesagt…

In der Tat: Niemand weiß, in welche Richtung sich die Kirche in einer hochkomplexen, unruhigen Gesellschaft fortentwickeln soll. Vielleicht wäre ein erster Schritt, dies zuzugeben - und sich eben nicht in ein "Ghetto" zu begeben.
Mir scheint immer mehr, dass die großen christlichen Kirchen selbst die meisten Atheisten produzieren - durch die Suggestion eines (geheimen?) Wissens, das sie nicht zu vermitteln verstehen.

Anonym hat gesagt…

http://kaplan-britzwein.blogspot.com/

Anonym hat gesagt…

.U.