4. September 2009

Glück, aber wie?

Schön, daß das ZdK einen neuen Präsidentschaftskandidaten hat: Alois Glück soll es werden. Schön auch, daß es "positive Signale" "von den katholischen Bischöfen" gibt, wie uns vox Papae berichtet.

Gespannt darf man sein, wie die "pseudo-katholischen Hintertürchen" (Bertram Meier) aussehen werden, durch die ein Mitgründer von Donum Vitae auf die Spitzenposition des obersten deutschen Katholikengremiums gelangt - und die laut Bayerischem Rundfunk die bayerischen Bischöfe Anfang Juni 2009 noch ganz fest versperren wollten.

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Vollends jede Legitimation verliert das ZDK durch den designierten Vizepräsidenten Laschet.

Laschet fällt in NRW seit Jahren durch die Förderung von Moscheebauten jeder Größenordnung und eine impertinente Anbiederung an Islamfunktionäre auf, die die Sharia lieber heute als morgen in Deutschland einführen wollen.

Da wird es wohl künftig auf Katholikentagen eine eigene Halle zum Thema Islam heißt Frieden - was können wir unternehmen, um unsere mohammedanischen Mitbrüder nicht zu provozieren geben.

Felix Neumann hat gesagt…

Laschet ist hier ganz auf der Linie der deutschen Bischöfe -- und im übrigen auch der Gesamtkirche:

»Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat.«
(Nostra aetate Art. 3)

Natürlich gehört zur Religionsfreiheit gerade auch die der Andersgläubigen. Es ist nach Lehre der Kirche sogar die sittliche Pflicht derjenigen, denen eine besondere Sorge ums Gemeinwohl anvertraut ist (also gerade Politiker), für eine umfassende Religionsfreiheit zu sorgen. Das gilt sogar dann, wenn eine Gesellschaft religiös relativ homogen ist:

»Wenn in Anbetracht besonderer Umstände in einem Volk einer einzigen religiösen Gemeinschaft in der Rechtsordnung des Staates eine spezielle bürgerliche Anerkennung gezollt wird, so ist es notwendig, daß zugleich das Recht auf Freiheit in religiösen Dingen für alle Bürger und religiösen Gemeinschaften anerkannt und gewahrt wird.«
(Dignitatis humanae, Art. 6.)

Laschet kann man gewiß nicht vorwerfen, daß seine Politik nicht auf der Basis der Lehre der Kirche zu verantworten sei. Dem ZdK die Legitimation deshalb abzusprechen, weil seine (potentiellen) Funktionäre die Lehre der Kirche vertreten, ist aber immerhin mal ein origineller Vorwurf.

Scipio hat gesagt…

Ein ehemaliger Kirchenjournalist im Präsidium des ZdK, das macht sich auch für das Blogozesen-Feindbild nicht schlecht. :-))

(Zu seiner Politik kann ich gar nichts sagen, aber es gibt sicher schlimmeres, als Muslimen die angemessene Ausübung ihrer Religion zu ermöglichen. Was nicht heißen muß, daß Minarette jede beliebige Höhe haben sollten...)

Arminius hat gesagt…

Ich liebe die Muslime und hasse den Islam, so spricht Vater Zakaria Boutros, der wohl berühmteste Christ in den arabischen Ländern.

Nostra aetate spricht den Moslemen seine Achtung aus und das geht auch in Ordnung. Das soll und Katholiken aber nicht daran hindern, einen gesunden Ekel vor dem Islam zu empfinden.

Laschets Anbiederung an die Islamfunktionäre führt letztendlich dazu, Feinde unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung hoffähig zu machen. Seine Unterstützung von Moscheebauten, die als Herrschaftssymbole konzipiert sind und Namen von Kriegsverbrechern wie dem Eroberer Konstantinopels tragen, hat mit christlicher Toleranz nichts mehr zu tun.

Als Wegbereiter der Sharia in unserem Lande hat dieser Mann im ZDK nichts zu suchen.

Wohlgemerkt, es geht nicht darum, den Moslems Liebe und Achtung zu verweigern. Es geht darum, die Ausbreitung ihrer Ideologie, des Islams, zu verhindern. Hier geht es um nicht mehr und nicht weniger als die Überlebensfähigkeit des Christentums zu sichern, wie ein Blick auf die Geschichte des Christentums in den islamisch eroberten Ländern von Mesopotamien bis Byzanz, vom Libanon bis Marokko zeigt.

Vox Coelestis ...................... hat gesagt…

Das Problem von Leuten wie Laschet besteht nicht darin, daß sie Konzilserklärungen eins zu eins umsetzen wollen, sondern daß sie unreflektiert und unüberlegt einem falschen "Integrations"-begriff zuarbeiten: Im Zeifelsfall zieht man vor den letztlich häufig undurchsichtigen Ansprüchen und Forderungen islamischer Vertreter lieber den Schwanz ein, als daß man konkret festsetzt, was an Integrationsleistungen erwartet wird.

Ferner: Nur weil man selbst keinen missionarischen Ehrgeiz mehr an den Tag legt (egal ob in der Kirche oder auf einer säkularen Ebene als Vermittlung freiheitlich-demokratischer Werte), sollte man nicht glauben, daß unsere Mitbürger in den Moscheevereinen diese Schluffihaltung teilen. Die haben, gerade auch unter dem Vorzeichen eines Minderheitenstatus, ganz konkrete Vorstellungen, was sie mit ihrer Religion in Deutschland zukünftig bewegen wollen.

Ob Glück, Laschet, Stamm etc. etc. etc. - diesem fauligen Funktionärskatholizismus sollte ein Ende gesetzt werden: ZdK auflösen!

Elsa hat gesagt…

NEI-EN! Die müssen bleiben! Wenn der Islam tatsächlich so favorisiert wird, wie einige hier behaupten, dann sehe ich im ZDK DIE GANZ GROSSE LOBBY für meine Chapel Veil Campaign.
Wir müssen ihnen nur erklären, das sei etwas furchtbar Interreligiöses und Interkulturelles und ein Zeichen für unsere Solidarität mit dem Islam und sowieso mit Rabbi Homolka noch dazu, und RUMMS! wenn die das glauben, dann sitz nachher ganz flugs meinen noch zu kreierendes "Chapel Veil Campaign" -Banner auf der Homepage vom ZDK!
*reibt sich die Hände*

Elsa hat gesagt…

dann sitzt mein Banner muss es natürlich heißen, die Begeisterung hat mich überdingst ...

Anonym hat gesagt…

Danke, Arminius! Ich kann das seichte Gelaber über "interreligiösen Dialog" nicht mehr hören, und in Bezug auf den widerlichen Kult Mohammeds am allerwenigsten! Die Felix Neumänner kennen von kirchlicher Lehre doch nix als den "Geist des Konzils". Vielleicht stattdessen mal ein wenig Thomas von Aquin lesen...

Resident hat gesagt…

Also, Arminius, ich sehe nicht wo Laschet wegen den genannten Dingen indiskutabel wäre. Religionsfreiheit gilt in Deutschland auch für Moslems. Die Islamhasser, so berechtigt manche Sorge auch sein mag, sind entweder nicht die Freunde von Kirche und Christentum oder (siehe Frau Schawan) die nützlichen Idioten des Laizismus.

Aber zurück zu Glück - da es sich hier um den hochgroßen Alois Glück handelt, wird man drei Augen zudrücken.

Und schließlich ist das ZdK-DonumVitae-Problem ein strukturelles.

Resident hat gesagt…

PS. Was ein Politiker als solcher tut hat wirklich nichts mit "christlicher Toleranz" zu tun und soll es auch gar nicht.

Arminius hat gesagt…

Lieber Resident, das Wort Islamhasser ist schon ein Totschlagargument.

Der Haß ist keine christliche Kategorie und man darf berechtigte Kritik am Islam, der sicher auch eine Religion, aber in wesentlichen Teilen eine Ideologie ist, nicht als Haß diffamieren.

Resident hat gesagt…

Berechtigte Kritik nenne ich auch nicht so.

Nur habe ich davon hier nichts gesehen (von dem Hinweis auf den sachlichen falschen Satz "Islam heißt Frieden", der ungefähr so wahr ist wie "Kirche heißt Eckbar".)

Das genannte Wort bezog sich generell auf ein Phänomen in unserer Gesellschaft, nicht unbedingt auf Dein Posting, aber Ob Du Dir den Schuh anziehst, mußt Du selbst entscheiden.

Allerdings begreife ich nicht ganz, warum man den Begriff "Haß" ablehnt aber "Ekel" propagiert.

Arminius hat gesagt…

Lieber Resident,

Islam heißt Frieden war vor gar nicht langer Zeit die Überschrift einer Kampagne von Islamfunktionären, die von der Öffentlichkeit wohlwollend aufgenommen wurde, bis auch dem Letzten klar wurde, daß Islam Unterwerfung heißt. Bitte lese den Abschnitt in meinem ersten Post noch einmal, vielleicht fällt Dir dann die Ironie auf.

Was das Thema Ekel vor dem Islam angeht:
Man kann sicher darüber hinwegsehen, daß der Koran nicht in der Sprache einer Hochkultur geschrieben wurde, sondern von einem Analphabeten in der Sprache einer Hirten- und Karawanenräuberkultur verfaßt wurde. Schlimm sind aber die zahlreichen (ca. 200) Aufrufe zu Mord und Gewalt, die dieses teuflische Buch wie ein roter Faden durchziehen, und das dort vertretene Frauenbild.
Die Frau als Eigentum ihres Mannes, den er "wie ein Acker bestellen" kann, dem sie jederzeit zu Diensten zu sein hat, mit Ausnahme der "Zeiten der Reinigung". Bei einem gesunden Menschen kann das nur Abscheu und Ekel erzeugen.

Resident hat gesagt…

Arminius,

ich habe den Beitrags bereits gründlich gelesen und deshalb gesagt was ich gesagt habe.

Lieber Resident,

Islam heißt Frieden war vor gar nicht langer Zeit die Überschrift einer Kampagne von Islamfunktionären, die von der Öffentlichkeit wohlwollend aufgenommen wurde, bis auch dem Letzten klar wurde, daß Islam Unterwerfung heißt. Bitte lese den Abschnitt in meinem ersten Post noch einmal, vielleicht fällt Dir dann die Ironie auf.

Was das Thema Ekel vor dem Islam angeht:

"Man kann sicher darüber hinwegsehen, daß der Koran nicht in der Sprache einer Hochkultur geschrieben wurde"

Was mir sowas von egal ist. Die Bibel im NT auch nicht in klassichem Griechisch geschrieben sondern in tw. ziemlich krausem Koinegriechisch. Das AT gar in Hebräisch, dieser Sprache von Hirten ... Dennoch ist die Bibel meiner Ansicht nach göttliche Offenbarung.

Dagegen fanden die Massaker der Französischen Revolution, nur so als Beispiel genannt, in der damals führenden Kulturnation statt. Und die klassischen Athener haben die Melier niedergemetzelt.

"sondern von einem Analphabeten"

Was sehr umstritten ist. Womöglich nur eine Selbststilisierung oder ein Mißverständnis. Er war immerhin Kaufmann.

"Schlimm sind aber die zahlreichen (ca. 200) Aufrufe zu Mord und Gewalt, die dieses teuflische Buch wie ein roter Faden durchziehen, und das dort vertretene Frauenbild."

Ob es wirklich 200 sind weiß ich nicht und daß es der rote Faden ist bezweifle ich. Und das mit dem Frauenbild - das Buch ist nunmal 1300 Jahre alt und in einer hinteren Ecke der damaligen Welt entstanden. Ich will es ja auch gar nicht verteidigen, nur kann ich auf Schaum vor dem Mund gut verzichten.

"Bei einem gesunden Menschen kann das nur Abscheu und Ekel erzeugen."

Ein gesunder Mensch wird so etwas lesen und kritisieren können ohne Ekel zu empfinden. Ich lese ja z.B. auch das FDP-Programm oder höre die "Berichte" im Deutschlandfunk ohne Ekel zu empfinden.

Ekel ist eine natürlich Reaktion, die uns guterweise daranhindert, Schimmel und anderes Gesundheitsschädigendes zu meiden - im Bereich der Ideen halte ich Ekel für pathologisch.

Und schon gar nicht verstehe ich, wie man Ekel gutheißen, Haß aber abstreiten kann. Haß scheint auch wieder aus dem letzten Posting hervor.

Resident hat gesagt…

So, und nun lassen wir das mal wieder und hören auf den Thread hier zu hijacken. Es geht nämlich um das ZdK und Herrn Glück, nicht Arminischen Islamekel!

Arminius hat gesagt…

Lieber Resident,

wir werden sicher nicht eine gemeinsame Linie finden, deshalt ist es eine gute Idee, diese Diskussion an dieser Stelle zu beenden.

Auf einen Punkt möchte ich jedoch noch hinweisen. Wenn Du den Inhalt des Korans durch den Hinweis, daß er fast 1400 alt ist, zu relativieren versuchst, ignorierst Du, daß er den Anspruch erhebt, wörtlich zu befolgendendes und ewiggültiges Wort Allahs zu sein.

Wäre dem nicht so, könnte man mit den Moslems sicher genauso friedlich zusammenleben wie mit den Angehörigen anderer Religionen.

Resident hat gesagt…

Arminius,

ich relativiere doch gar nichts im Sinne von entschuldigen!

Nur wenn Du mit dem Frauenbild kommst, dann kann man nicht so tun als sei aus dem Paris von 1980 oder auch nur aus dem Konstantinopel von 630!

Der Anspruch ist mir bekannt, wird von mir aber nicht akzeptiert!

Dennoch halte ich den Islam nicht für das größte Übel aller Zeiten, vor dem man "Ekel" haben müßte und (hinter vorgehaltener Hand) "Haß".