7. Oktober 2006

Bevor Orthodoxie verboten wird...

... geht man zuerst einmal paternalistisch-herablassend mit ihr um und lädt sie zum Gespräch ein. Das Ziel steht dabei von vornherein fest, und wer anderer Meinung ist, steht unter dem Vorbehalt des "Noch" und unter dem Diktat "kulturelle(r) und soziologische(r) Bedingungen".

Pfarrer Thomas Wipf, der neue Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, im Interview mit dem Rheinischen Merkur:
"...Zum innerevangelischen Dialog: Spricht die GEKE auch kontroverse Fragen wie die Ordination von Frauen an? Und wenn ja: Mit welchem Ziel? Aus meiner Sicht besteht das Ziel in der Gleichstellung von Männern und Frauen bei der Ordination. Das lässt sich durchaus biblisch-theologisch begründen. Doch wir müssen das Gespräch darüber einladend führen. Dabei gilt es, die kulturellen und soziologischen Bedingungen ernst zu nehmen, unter denen die Entscheidung in manchen evangelischen Kirchen noch anders getroffen wird."

1 Kommentar:

str hat gesagt…

Aber noch vorher beweist man erstmal noch, daß man die Papstrede nicht verstanden hat:

"Der Protestantismus unterscheidet nicht wie die römisch-katholische Tradition zwischen sakralem und säkularem Raum."

Und holt dann nochmal die alte Bigotterie hervor, wegen derer ein Georg von Hertling nicht werden konnte, was er wollte:

"Der Protestantismus ist eine Voraussetzung für eine vorurteilsfreie Forschung."