23. Dezember 2008

Alle zusammen: "Wir sind schockiert!"

Die Reflexe funktionieren vor den Hochfesten immer am besten. Annette Langer (Spiegel), Aurelio Mancuso von einer italienischen Schwulenorganisation und Giles Fraser, hyperliberaler Anglikaner aus England, sind über die Rede Benedikts XVI. vor der Kurie schwer schockiert und laden alle Rechtdenkenden dringend ein mitzufühlen und sich ganz fürchterlich aufzuregen.

Wer sich diesem Anliegen nicht verweigern will, braucht die Rede natürlich nicht hier im Volltext nachzulesen. Alles wesentliche findet sich bei den üblichen Meinungsproduzenten.

[Paul Badde hat sich auch schon wieder ins Abseits gestellt, statt sich z.B. über die "fantasievollen" (Welt Online) Demos gegen die Haltung der RKK zur Homosexualität zu freuen, mit denen die Online-Redaktion der Welt seinen Artikel begleitet.]

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Keiner von dene hat die Rede gelesen. Ich schon, da ich höchst erstaunt und benunruhigt war , das der Papst "Schwule zertören Werk Gottes " (Die haben dies glatt als wörtliches Zitat aus der Rede verkauft) gesagt haben soll.

Die Zeitungsmeldungen sind das einzig hetzerische an der Sache.

Condottiere hat gesagt…

Siehe auch hier:

http://kath.net/detail.php?id=21682

Ein guter Artikel!

Phil hat gesagt…

Na ja, ich denke, die Homosexuellen lehnen sich inzwischen etwas zu weit aus dem Fenster. Sie denken, da es viele Heterosexuelle gibt, die sie tolerieren, daß alle das natürlich finden würden. Dabei merke ich oft in Gesprächen, daß an sich tolerante, liberale, linke Leute dann doch recht "homophob" sind. Natürlich und toll finden es dann doch nicht unbedingt alle.
Vor einiger Zeit fragte mich ein atheistischer - und an sich sehr toleranter - Freund, warum atheistische moderne Evolutionstheorien denn immer behaupten, Homosexualität wäre natürlich. Er habe zwar nichts unbedingt gegen diese Meinung, sieht aber (so er, ich kenne mich zu wenig mit der Evolutionstheorie aus, schließlich bin ich Physiker und kein Biologe) die Art der Pro-Homo-Rhetorik als ideologisch und nicht als wissenschaftlich an.
Ich mein, im Augenblick können bestimmte Lobbyisten der Homosexuellen noch laut herumtönen, da die einzigen, die etwas gegen Homosexualität sagen, die Christen sind - und einen Beliebtheitswettbewerb konnten Heilige selten gewinnen. Was aber, wenn auf einmal, sagen wir mal wegen zurückgehnder Geburten oder ähnlichem, auch wieder die Atheisten darauf kommen, daß Homosexualität unnatürlich ist? Ich denke, dann könnten die Homosexuellen froh sein, bisher "Gegner" wie die Kirche gehabt zu haben.