27. September 2008

Advent und Befreiung

Nachdenken über Liturgie aus dem charismatischen / emerging church Lager:

"Es geht nicht um einen Gott der statischen Gegenwart (das suggeriert der Tempel - so richtig es auch ist, dass wir Gott immer nur in unserer Gegenwart begegnen können), sondern um Gott, der sich aufgemacht hat und der in jedem Moment unserer Gegenwart kommt, um uns und diese Welt auf seine Zukunft vorzubereiten. Insofern ist jeder Gottesdienst ein Stück Advent - unabhängig davon, ob wir das nun akut gespürt haben oder nicht. Wir müssen uns von der Überforderung befreien, zu viel erleben und empfinden zu müssen. Sie ist der Tod der meisten geistlichen Übungen. Die leben davon, dass wir bestimmte Dinge in festen Rhythmen tun und nicht ständig fragen, was es nun gebracht hat (und sie gegebenenfalls dann bleiben lassen). Das wäre dann wirklich zweckfrei, weil es uns von der Fixierung auf unsere eigenen Erwartungen und Bedürfnisse, unseren persönlichen Zwecken, befreit.

Wie also könnte ein Gottesdienst ablaufen, der den Bogen der
missio dei aufspannt und uns in Gottes Zweck und Absichten einbettet und die [sic] deutlich macht, dass der entscheidende Gottesdienst sich im Alltag abspielt?" ("Liturgie - was predigt eigentlich unser Gottesdienst?" bei Peregrinatio)

Kommentare:

Nostalgiker hat gesagt…

Der Sinn eines Gottesdienstes besteht vorallem darin, die Beziehung zwischen den Gläubigen und Gott in Gemeinschaft zu vertiefen. Deshalb halte ich es für zwingend notwendig, daß der Gläubige von ganzem Herzen singt und betet.

Gottesdienst in keine lästige Pflichtübung und keine Bringschuld gegenüber Gott, sondern soll Gott, Mensch und der Gemeinde dienlich sein. Dementsprechend sollte er auch gestaltet werden, wobei die Vielfalt innerhalb der christlichem Gemeinschaft sicher für jeden Gläubigen etwas bereithält.

Benedikt hat gesagt…

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