4. Juli 2009

Entlastendes zur Westernmese

Kaum war das letzte Posting ins Web gestellt, fiel mir noch ein Sachverhalt ein, der den Herrn Dompfarrer von Wien bei seiner Westernmesse entlasten könnte:

Mit "O Happy Day" wurde tatsächlich ein Spiritual gewählt, das ohne falsche Scheu vor zeitgenössischen Ohren auf der sündenvergebenden Macht des Kreuzestodes Jesu Christi und der Taufe auf Seinen Namen, auf Seinen Tod und Seine Auferstehung besteht.

Das hört man ja sonst eher selten aus klerikalem Mund heutzutage, mindestens so unverpackt und unverblümt - und noch in seiner existentiellen Bedeutsamkeit als letzthinniger (das Theologendeutsch fließt mir ganz schön in die Tastatur heute, nicht wahr?) Grund unserer Freude. Und ganz ohne vorsichtige Einschränkung, daß man diese alten Worte heutzutage ja eigentlich nicht mehr so recht singen, sagen oder glauben könne.

Ein Schelm sei, wer da denkt, es habe vielleicht ein Priester oder sonstiger hauptamtlicher Christ einen Moment geschlafen und altkirchliche Orthodoxie durchgewunken.

Kommentare:

zeitzubeten - Stefan hat gesagt…

Lieber Scipio,
deiner Entlastung kann ich wenig Entastendes abgewinnen.
Auf dem Donauinsel-Festival für die katholische Kirche zu werben, das begrüße ich. Aber bitte mit Gespür und Intelligenz.

Warum nicht ein bewußtes und persönliches Segnen (immer wieder einzelne Besucher segnen und einladen), und dann an verschiedenen Stellen verkünden(passende Themen: Musik und Kirche; Feste feiern und Kirche;...)

das meint in aller Bescheidenheit
Stefan

Scipio hat gesagt…

Lieber Stefan,

mein Posting ist mit einer gewissen Portion Ironie geschrieben - sorry, wenn das nicht so deutlich wurde.

Ich stimme Dir zu in dem was Du schreibst. Und zwar voll.