1. Dezember 2007
Das kleine Mädchen mit den grünen Augen
Doch im Advent 2007 steht sie kurz mal wieder im Spotlight, das kleine Mädchen, die mitreißende und hinreißende, die hellsichtige kleine Hoffnung, sie, die sogar Gott sich verwundern lässt:
"Was mich wundert, sagt Gott, das ist die Hoffnung.
Da komm ich nicht mit.
Diese kleine Hoffnung, die nach gar nichts aussieht.
Dies kleine Mägdlein Hoffnung.
Unsterblich.
(...)
Dieses kleine Mädchen von gar nichts.
Ganz allein, und die andern tragend, wird sie die versinkenden Welten durchschreiten."
Wem "spe salvi" zu kurz ist (die Enzyklika hat nämlich nicht einmal im großzügigen Satz der DBK (pdf) 81 Seiten, sondern bloß 59...) oder wer das "kleine Mädchen mit den grünen Augen" näher kennen lernen möchte, dem kann ich nur die großartige poetische Meditation von Charles Péguy empfehlen: "Das Tor zum Geheimnis der Hoffnung".
29. November 2007
Spe salvi
Dann wird die Christenheit hoffentlich Neues über das Wesen der Hoffnung erfahren.
Wir warten nicht auf Neuigkeiten aus dem Vatikan, sondern hoffen darauf, das Alt-Uralt-Wahre-und-zugleich-Immer-Neue aufs Neue gesagt zu bekommen. Es ist ja nicht der Papst, der plötzlich entdeckt, daß wir aus der Hoffnung, in der Hoffnung gerettet sind, sondern der Zeltmacher aus Tarsus war es. Wir lesen es nur zu selten nach. Und bedenken es zu wenig.
Hier geht es lang zum Original. Die Exegese dazu folgt morgen um 11.30 Uhr.
Römischer Beobachter
But the true turning point will come with the internet, from which "L'Osservatore Romano" is practically absent today. When, in a few months, everything will be available immediately online, in multiple languages, this very special newspaper will make the leap of its life, from Rome to the world.
Obwohl: von "kostenlos" steht da nichts...
27. November 2007
Verwandlung
Am Morgen dann, in aller Frühe, ins leere, dunkle Münster geschlüpft, zielstrebig auf die Kapelle des Hl. Johannes hingesteuert und mein Heimatrecht in Anspruch genommen, meinen Platz in der Hausgemeinde Gottes von Strasbourg. Notre père, mon père aussi.
"... hingetreten zum Berg Zion, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes, Jesus, und zum Blut der Besprengung, das mächtiger ruft als das Blut Abels. " (Hebräer 12, 22 - 24)
26. November 2007
Gebet II
"Das Gebet als eine schlichte, herzhafte Tat zu betrachten, die ein Mensch zu erledigen hat, damit sein Leben voll und ganz sei, enthebt uns einer ganzen Reihe falsch gestellter Fragen um die Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit.
Zur Messe gehen, wenn man nichts für Gott empfindet, ist keineswegs Heuchelei, es ist Glaube. Beten heißt nicht, Gott fühlen. (...)
Es gilt also, die Substanz des Gebets den Wechselfällen unserer Erfahrung und unseres Gefühlslebens zu entziehen, denn das Gebet gründet in etwas, das jenseits solcher Zufälligkeiten liegt: es ist Ausdruck unserer Grundbeziehung zu Gott."
25. November 2007
Der Souverän
... Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung ... alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen ... er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten .. Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen ...
So sieht also Königtum, so sieht Herrschaft auf christlich aus.
24. November 2007
Gebet
"Beten heißt zunächst entdecken, wer Gott in sich selber ist, ist unser tiefstes Erstaunen vor ihm. Anbeten heißt von den Wundern Gottes, den mirabilia Dei, betroffen, von ihnen geblendet und hingerissen zu sein...
Danach folgt das kindliche Gebt, in dem wir mit einem Vater verkehren, der uns in all unseren Nüten beisteht, und dies in der Gewißheit, daß wir in den wesentlichen Dingen erhört werden. Ein Gebet, bei dem wir spüren, daß der Sohn Gottes uns hilft, in seine eigene Sohneshaltung einzutreten.
Beten heißt schließlich, Gottes Wege einschlagen in der Annahme des göttlichen Plans, der sich in der Welt verwirklicht. Heißt empfänglich und bereit sein für den je neu ankommenden Gott, nicht nur für den, der da ist."
21. November 2007
Und ich hätte gern ...
Credo in Unum...
"Zu welcher Konfession gehörst du, Denny?"
"Ich bin Lutheraner."
"Und an was glauben Lutheraner?"
"Wir glauben an sehr viele Dinge. ---- Aber in der Hauptsache glauben wir an --- Luther."
Wehrhaft
Sein, was ich bin
P. Joseph Kentenich: ,,Denn was stört uns ja zumeist? Die Furcht, wir würden vom Thrönchen heruntergeholt; die Furcht, man würde uns so sehen, wie wir sind. Maske herunter! Und wenn Sie mal Menschen kennenlernen, die nach der Richtung urgesund sind, die also nicht ständig irgendwelche Lappen suchen, um ihre Blöße zu verbergen, die sich also die Masken herunterreißen lassen, werden Sie einmal sehen, wie schnell diese Menschen sympathisch sind. Wenn das in mich übergegangen ist, was bin ich für ein Freiheitsvogel im wahren Sinne des Wortes. Dann kann mich nichts verletzen oder - es ist vielleicht zu viel gesagt - drückt mich nicht mehr so stark. Weh mag das natürlich immer tun, nicht? Aber das kann ich nur, wenn ich meine Größe darin finde: Vor Gott bin ich, was ich bin."
19. November 2007
"It's Night Time in the Big City"
Zur Frage der Haarlänge Jesu
Daß nur kurzhaarige Söhne gute Söhne sind, war einer ihrer Grundsätze, der in der Hierarchie der Wahrheiten gleich neben den zentralen christlichen Dogmen angesiedelt war. Und das Missing Link haben wir hier.
18. November 2007
Drunter und drüber im Online-Shop
Verjähren Stöckchen?
Bitte befragen Sie die folgenden Antworten.
1.) Mit anderthalb. Meine Eltern waren extrem begeistert.
Wann bist Du zum ersten Mal von zuhause ausgerissen?
(Stimmt beinahe - de facto war ich 2.)
2.) Bloggen, Autoscooter fahren, Werbezettel in der Fußgängerzone verteilen, Bohnenzüchten auf dem Balkon, Kastanienmännchen basteln, Polo spielen, Hühnereier mit Weihnachtsmotiven bemalen, Freunde treffen.
Können Sie diese Aufzählung korrekt wiederholen: "Bloggen, Autoscooter fahren, Werbezettel in der Fußgängerzone verteilen, Bohnenzüchten auf dem Balkon, Kastanienmännchen basteln, Polo spielen, Hühnereier mit Weihnachtsmotiven bemalen, Freunde treffen"?
3.) In Peking.
Wo sollten sie als Ausländer im August 2008 möglichst keine Bibel besitzen, um nicht in den Knast zu wandern?
4.) Ja. Als ich das letzte Mal ein Gewehr in der Hand hatte, hätte ich beinahe den Mann vom Rummelplatz erschossen.
Kennen Sie einen richtig guten Romananfang?
5.) Ungefähr drei- oder viermal pro Jahr. Öfter geht nicht, zu anstrengend.
Deine Beichtfrequenz?
6.) Das ist schon ewig her. Zehn oder elf Jahre, glaube ich.
Wann hast Du in Deiner Firma den ersten Merger miterlebt?
7.) Den Wirtschafts-Nobelpreis.
Reinhart Selten, 1994 - an was denkst Du?
(Sonst fiel mir nichts ein...)
8.) Äh, da muss ich länger nachdenken. Boris Becker vielleicht? Mahatma Gandhi? Ach nee, jetzt hab ich’s: Ursula von der Leyen.
Wem traust Du zu, den Planeten vorm Untergang zu retten?
9.) Im Oktober 2006.
Wann hast Du Petra zum ersten Mal getroffen?
10.) Also wirklich, diese Frage würde ich nicht mal meiner besten Freundin / meinem besten Freund beantworten. Geschweige denn wildfremden Menschen.
Was wünschst Du Dir zu Weihnachten?
(Jetzt aber Schluß mit dummen Antworten.)
Will noch jemand, der noch nicht hat? Man muß sich wirklich Zeit nehmen... Freiwillige nach vorn.
Ain't Nothin' But The Blues
Die Podcasts zur Uncensored History of the Blues, direkt aus dem Delta Blues Museum in Clarksdale, Mississippi.
(Danke, Phil - ein Schluck Wild Turkey auf Dich!)
15. November 2007
Und weil der November noch länger dauert
Klare Ansage
Jugendliche brauchten für ihre religiöse Entwicklung ein ausgewogenes Verhältnis von Bindung, Loslassen und Ordnung. Dies verlange auch in der Schule nach Auseinandersetzung, Offenheit und Disziplin. Mit der sozialen und personalen Entwicklung könne auch Gott im Prozess des Lebens wachsen. Erst die Verhüllung – wie das Beispiel Mose am Dornbusch zeige – bringe den Zauber des Lebens, und das Göttliche könne als Freude und Spannung erfahren werden. Im Unbekannten liege letztlich die Motivation zur Auseinandersetzung. (Quelle)
Und so bei Außenseitern, bei Dilettanten (= Liebhabern):
[Es] geht ... um eine klare Message: Wir folgen Jesus Christus nach. Und sobald der Name fällt, scheiden sich die Geister.
Ich sage Dir mein Problem mit beiden Kirchen: Es ist für mich sehr, sehr schwierig, einen Sonntagsgottesdienst zu finden, bei dem ich geistliche Nahrung bekomme. Und das kann nicht sein. Da ist etwas faul. Wenn ich eine Institution habe, die dafür da ist, dass sie mich mit geistlicher Nahrung versorgt, und das nicht schafft, dann stimmt da was nicht. Dann ist etwas grundlegend schief gelaufen. Die Pfarrer sind mit zu vielen anderen Dingen beschäftigt. Wo sollen die Leute denn hin? Und dieses Problem gibt es ja schon lange. Leute fragen mich, die geistlich wachsen wollen, und ich weiß nicht, wohin ich sie schicken soll.
[Mein Glaube ist für mich] das wichtigste in meinem Leben. (Quelle)
Nun sprechen beide zu unterschiedlichem Publikum: der eine zur lokalen Sektion des Deutschen Katechetenvereins, der andere - so scheint es - mit einem guten Bekannten. Der "Sitz im Leben", die "Aussageabsicht" sind jedes Mal andere.
Von Herz zu Herz, ganz naiv (wenn auch vielleicht mit einer zweiten, wiedergewonnenen Naivität) von Dem EInen zu sprechen, den man liebt, einfach Zeugnis zu geben, den Glauben (in seiner Radikalität, Realität, Einfachheit) vorzuschlagen und nicht in die Sprache eines Kleinsten Gemeinsamen Religiösen auszuweichen aus Angst, jemanden mit einer falschen Alternative zu ungelegener Zeit zu konfrontieren oder ihn am persönlichen Wachstum zu hindern - das höre ich nicht oft von hautamtlichen Verkündern des Evangeliums (gebe aber auch gleich zu, daß ich einen limitierten Horizont habe), von Pfarrern und anderen "Seelsorgern" in meinem Umkreis.
14. November 2007
Zur Lage
"Wir alle müssen mit diesem aufdringlichen Pluralismus fertig werden. Leute, die ganz anders denken, leben heute in der gleichen Straße. Allein deshalb muss man mit ihnen im Gespräch bleiben."
13. November 2007
Wer wird wem gegenwärtig?
Es ist eine hartnäckige Ansicht der heutigen liturgischen Theologie, die liturgische Handlung vergegenwärtige Gott für den Menschen. Kein geringerer als der Theologe und Philosoph Mgr. Robert Sokolowski sagt dies, wenn er formuliert, die Eucharistie inszeniere (reenact) das Opfer von Golgata. Die Idee wurde von Odo Casel OSB im Zuge der liturgischen Bewegung ausführlich weiterentwickelt. Sie ist grundfalsch. Das Gebet bringt Gott oder die göttliche Gegenwart nicht zu uns. Vielmehr werden wir durch das Gebet in die Gegenwart Gottes gerückt.
Durch das Öffnen unseres Mundes zum Lob Gottes werden wir in die segnende Gegenwart Gottes versetzt, in der wir seinen Namen vernehmen können. Vor allem: Indem Gott unseren Mund zum Lob öffnet und wir in seine Gegenwart eintreten, wird das einzige Opfer Christi durch die Heilige Eucharistie (und analog dazu durch die Stundengebete und andere Andachten) in seiner Gegenwart und in seinen Wirkungen ausgeweitet dahin, wo wir sind - und an alle Orte und Zeiten wo Gott den Mund der Gläubigen zum Lob seines Namens öffnet.
(Für den Wunschzettel: Im Frühjahr 2008 erscheint das neue Buch von Laurence Hemming: Worship as a Revelation: The Past, Present and Future of Catholic Liturgy - vgl. hier.)
11. November 2007
Katholisch und B__D-Chefredaktör?
Ansonsten ist Dankbarkeit angesagt:
„Die Benedikt-Bibel ist eine Hommage und eine Liebeserklärung des Boulevards an unseren Papst. Wir verdienen mit allen ,Bild‘-Bibeln keinen Cent. Wir sind hier nur der Medienpartner der jeweiligen Verlage. Und wenn die Dank unserer Unterstützung hohe Auflagen erzielen, dann ist das für die katholische Sache doch nicht schlecht. Oder sind Sie da anderer Meinung?“
Natürlich nicht, Herr Diekmann. Das Volk will erzogen, betrogen, belogen sein. Es braucht den dominus, der auf ihm, dem populus reitet. Der mit seinen Gefühlen, mit seiner Lust und mit seiner Empörung spielt. Besser das macht ein rechter Katholik als ein linker Atheist, oder?
Fürs liturgische Wörterbuch
Beichtpraxis 2 - der Part des Beichtvaters
- Sorge dafür, daß das Beichtkind wiederkommen will.
- Versuche zur häufigen Beichte zu ermutigen.
- Erinnere dich, daß es Gottes Vergebung und Barmherzigkeit ist, die du weitergibst, nicht deine.
- Stelle so wenig Fragen wie möglich.
- Predige nicht, sondern mache wenige, knappe Bemerkungen, damit man sich an sie erinnern kann. Wenn man sich nicht daran erinnern kann, sind sie auch nicht wert, gemacht zu werden.
- Sei dir bewußt, daß das Beichtkind sehr, sehr verwundbar ist und zu dir kommt, um Christus zu begegnen.
- Sei dir bewußt, daß das Eigentliche der Beichte die Vergebung ist, nicht gute Ratschläge oder geistliche Leitung, ganz bestimmt aber nicht Therapie.
- Gib dem Beichtkind Hoffnung, vor allem wenn es eine gewohnheitsmäßige Sünde bekennt oder eine, die aus Verzweiflung oder Trägheit kommt.
- Bitte um die Gnade, vergessen zu können, was dir gesagt wurde.
- Bete für das Beichtkind und tue Buße für es.
- Erinnere dich daran, daß du der schlimmste Sünder bist und viel mehr Gnaden empfangen und vergeudet hast als dein Beichtkind.
- Ermutige alles Gute, das du findest, weil das Licht immer die Dunkelheit überwindet.
- Bagatellisiere nie die Sünden eines Beichtkindes, selbst wenn sie aus Skrupulosität bekannt werden.
- Zeige sanften Humor, wenn das Beichtkind zu ernst mit sich umgeht.
- Wenn sie häufig zur Beichte kommen, erinnere dich, daß es zukünftige Gelegenheit zur Hilfe geben wird; Gottes Gnade nimmt sich oft Zeit.
- Versuche in deinen Worten, Zuneigung zu zeigen.
Beichtpraxis 1 - unser Part
Wir sollen
- unser Gewissen regelmäßig und grundlich erforschen;
- geduldig warten, bis wir an der Reihe sind;
- rechtzeitig zum Beginn der angegebenen Beichtzeit kommen, nicht erst ein paar Minuten, bevor sie endet;
- deutlich sprechen, aber nie so laut, daß jemand anders mithören kann;
- unsere Sünden klar und kurz benennen, ohne zu schwafeln;
- alle Todsünden in Zahl und Art bekennen;
- sorgfältig auf den Rat hören, den uns der Priester gibt;
- unsere eigenen Sünden bekennen und nicht die eines anderen;
- genau zuhören, welche Buße wir aufgetragen bekommen, uns daran erinnern und sicher sein, sie verstanden zu haben;
- ein Standardschema für das Bekenntnis benutzen, so daß es uns vertraut und zuträglich ist;
- keine Angst haben, etwas Peinliches zu sagen, sondern es einfach sagen;
- uns nicht sorgen, daß der Priester uns für Trottel hält: Eher wird er durch unseren Mut beeindruckt sein;
- nicht befürchten, daß der Priester unsere Beichte nicht geheim hält: Er ist durch das Beichtgeheimnis gebunden;
- keine Neigungen oder Kämpfe bekennen, sondern nur: Sünden;
- nie aus dem Beichtstuhl gehen, bevor der Priester die Absolution gesprochen hat;
- ein Reuegebet auswendig lernen;
- die Fragen des Priesters kurz beantworten, wenn er um eine Erklärung bittet;
- fragen, wenn wir nicht verstehen, was er meint;
- nicht vergessen, daß ein Priester auch einmal einen schlechten Tag haben kann;
- uns erinnern, daß Priester auch zur Beichte gehen müssen - sie wissen, was wir durchmachen.
Novemberrose
Hier sind die Zeilen, die er (mir) heute morgen vortrug:
The Rose Family
The rose is a rose,
And was always a rose.
But the theory now goes
That the apple’s a rose,
And the pear is, and so’s
The plum, I suppose.
The dear only knows
What will next prove a rose?
You of course, are a rose-
But were always a rose.
Du, natürlich, bist eine Rose -
Warst immer eine Rose.
Noch bessere Gesellschaft
Das lässt mein Herz singen.
9. November 2007
What level is required to understand your blog?
Cash Advance Loans
Was auch immer da analysiert wird... Vermutlich reicht schon eine Fremdsprache (hier: Deutsch), um als Postgraduate-geeignet eingestuft zu werden.
(via more last than star)
8. November 2007
Zuwachs
Auf gutes und langes und gesegnetes Bloggen!
(via Magnificat anima mea Dominum)
7. November 2007
Katholische Romane
Looking back on my childhood now, I find that church-going and religion were in good part the origin of my vocation as a writer, for along with Catholicism’s feast for the senses, its ethical concerns, its insistence on seeing God in all things, and the high status it gave to scripture, drama, and art, there was a connotation in Catholicism’s liturgies that storytelling mattered. Each Mass was a narrative steeped in meaning and metaphor, helping the faithful to not only remember the past but to make it present here and now, and to bind ourselves into a sharing group so that, ideally, we could continue the public ministry of Jesus in our world.
Mehr zum Thema bei First Things: Marian Crowe: The Catholic Novel Is Alive and Well in England.
Jesus isn’t owned by Rupert Murdoch - thank God
You won't find Jesus on Myspace
First things first
Jesus and the fish
Unrequited love
Not cut out for religion
Allesamt mit genialen Zeilen und voller Schalksernst. Durchaus auch fürs betrachtende Gebet geeignet. At this point in English only. (via Ironic Catholic)
6. November 2007
Bibelfreie Zone Olympisches Dorf
Aber wessen Maske fängt da an zu rutschen, wessen wahres Gesicht ist da geprägt von Intoleranz, Zensur, Unfreiheit?
Hier die Meldung der Catholic News Agency.
5. November 2007
Deutschland, Deine Liturgiereferenten
Geschichte aus zwei Dörfern
Da nimmt man ein paar weit hergeholte und dümmliche Hinführungen ("Ein Dörfchen in der pechschwarzen, gottestreuen Pfalz, das sich zu Hitler bekannte. Ist dies denn nicht nur eine weitere Bestätigung gängiger Bilder? Schließlich predigte Rolf Hochhuth schon vor Jahrzehnten, die Kirche, die katholische zumal, sei der wahre Wegbereiter des Faschismus gewesen. Und passt dazu nicht auch der pompöse katholische Kirchenbau aus den Dreißigerjahren ...") gerne in Kauf.
Dazu passend ein Link auf des Alipius' Posting von zwei Karten aus Erik von Kuehnelt-Leddihns Buch "Freiheit oder Gleichtheit")
Erwähnt werden muß natürlich auch das Buch, das hinter dieser Geschichte steckt: Sein Autor ist Theo Schwarzmüller, sein Titel "Hauenstein gegen Hitler". Details hier.
[Danke für den Hinweis, lieber Herr G. aus G.!]
Wo zum Teufel...
"Der Stand der Gnade... Nun, wir müssen schon sagen: man merkt nicht viel von ihm. Wir fragen uns, was ihr eigentlich mit der Gnade Gottes anfangt. Müßte sie nicht ausstrahlen von euch?
Wo zum Teufel versteckt ihr eure Freude?"
(Die großen Friedhöfe unter dem Mond.- Zürich: Arche, 1983, 223f)
Familien und Religion
Nachdenkliche Glosse von Malte Lehming im Tagesspiegel zu einem Phänomen, das sich -wenn auch nicht so deutlich - andernorts beobachten lässt.
4. November 2007
Live Feed
Er hat recht, und Du weißt jetzt genau, wie schnell ein Live Feed wirklich ist. (Seiner Schwester hätte er das natürlich per Chat mitgeteilt. Geht aber bei nicht-chattenden Väter nicht.)
Die neuen Reformatoren und ihre Wahrheit
Prof Dr. Dr. hc. Hans-Rudolf Paul Tinneberg, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin will uns alle bekehren. Wenn man dabei ein bißchen schummelt und täuscht, dann stört das nur jene, die einer altmodischen, längst überholten Ethik anhängen, in der der gute Zweck (per definitionem zu definieren durch die Experten incl. Prof. Tinneberg) noch nicht jedes Mittel heiligt.
Nun hat Horst Köhler alle Hände voll zu tun, um nicht als Kronzeuge für die schöne neue Welt des aufgeweichten Embryonenschutzes aufgerufen zu werden. Vgl. den Bericht der Tagespost und der KNA.
Die Wahrheit über das Sonntagsgebot
Benedikt XVI. am 9. September 2007 im Wiener Stephansdom:
"»Sine dominico non possumus!« Ohne die Gabe des Herrn, ohne den Tag des Herrn können wir nicht leben: So antworteten im Jahr 304 Christen aus Abitene im heutigen Tunesien, die bei der verbotenen sonntäglichen Eucharistiefeier ertappt und vor den Richter geführt wurden. Sie wurden gefragt, wieso sie den christlichen Sonntagsgottesdienst hielten, obgleich sie wussten, dass darauf die Todesstrafe stand.
»Sine dominico non possumus«: In dem Wort dominicum/dominico sind zwei Bedeutungen unlöslich miteinander verflochten, deren Einheit wir wieder wahrzunehmen lernen müssen.
Da ist zunächst die Gabe des Herrn – diese Gabe ist er selbst: der Auferstandene, dessen Berührung und Nähe die Christen einfach brauchen, um sie selbst zu sein. Aber dies ist eben nicht nur eine seelische, inwendige, subjektive Berührung: Die Begegnung mit dem Herrn schreibt sich in die Zeit ein mit einem bestimmten Tag. Und so schreibt sie sich ein in unser konkretes, leibhaftiges und gemeinschaftliches Dasein, das Zeitlichkeit ist. Sie gibt unserer Zeit und so unserem Leben als ganzem eine Mitte, eine innere Ordnung.
Für diese Christen war die sonntägliche Eucharistiefeier nicht ein Gebot, sondern eine innere Notwendigkeit. Ohne den, der unser Leben trägt, ist das Leben selbst leer. Diese Mitte auszulassen oder zu verraten, würde dem Leben selbst seinen Grund nehmen, seine innere Würde und seine Schönheit."
Der ganze Text hier.
2. November 2007
Der Blog und das Video zur Lektüre
Nun gibt es bereits den Blog zum Buch: "The Immanent Frame" mit prominenten Bloggern, Robert Bellah z. B., José Casanova und Charles Taylor selbst.
Und ein junger Mann gibt uns bei youtube schon seine Zusammenfassung der 880 Seiten.
1. November 2007
Where Political Correctness Hits the Road*
Wie also jetzt die Bürgerschaft zur alljährlichen Gedenkfeier am 9. November einladen? Und welchen Ereignisses gedenken wir da überhaupt am Platz, wo bis 1938 die Synagoge stand? Der Reichskristallnacht? Des Novemberprogroms?
Nach der Entscheidung für ersteres geht es in die verbalen Kurven, die den kritischen Augen von Senta Berger, Margarete Schreinemakers und anderen Experten gewiss nicht standhalten würden. (Man verzeihe die schiefen Bilder, aber so geht es, wenn man die folgenden Sätze allzu genau und oft liest...)
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
zur Gedenkfeier am Gedenkstein am Parkplatz X. lade ich Sie wieder herzlich ein.
Zunehmende polarisierende Äußerungen in der politischen Diskussion in Deutschland unter Verwendung von vergleichenden Verhaltensweisen der Machthaber der Nazizeit lässt (sic) eine schwindende Sensibilisierung bzw. Geschichtskenntnis der heutigen Generation erkennen. Außerdem wird die Verletzung der Menschenwürde des Andersdenkenden in verbalen Attacken immer mehr billigend in Kauf genommen.
Aufklärung über die schleichende Entfremdung und Entmenschlichung in der damaligen Gesellschaft und deren Folgen sind daher mehr gefragt denn je.
In das Gedenken wollen wir alle Opfer der fehlgeleiteten Politik von 1933 bis 1945, also angesichts des nahen Volkstrauertrages, auch alle Kriegsopfer einbeziehen.
Im Anschluss an die Veranstaltung lädt das Jugendteam des Jugendhauses zu Gesprächen bei Tee in den Hof des Jugendhauses ein.
* nach der amerikanischen Redewendung "where the rubber hits the road": Wo es ans Eingemachte geht.
31. Oktober 2007
Zustimmungsfähig
Angesichts eines katastrophalen Nachwuchsmangels unter den Pfarrern und nicht zu prognostizierender Kirchensteuereinnahmen bleibt X nur die Besinnung auf das Eigentliche, was Y so umschreibt: "Der Glaube ist wie der Mittelpunkt des Kreises. Der Mittelpunkt ist Christus."
Halloween und Toussaint
Doch Ende Oktober ist es ganz besonders angenehm, hier zu sein. Nicht nur wegen der deutschen Debattenkultur, sondern weil Halloween hier ganz und gar keine Rolle spielt. (Nichts gegen Halloween da, wo es hingehört, aber alles gegen seinen Import, den neuerlichen Anlaß zum Geschäftemachen, und die Reedukation unserer Kinder, die ja schon in den kirchlichen Kindergärten unserer ehemals richtig und nun immer noch nominell katholischen Dörfer auf ihre Trick-or-Treat-Tour gedrillt werden.)
Aber an la Toussaint bin ich wieder daheim, um mit meinem Vater meinen Platz am Grab der vergangenen Scipionen einzunehmen und mit ihm über Vergangenes und Kommendes nachzusinnen. Unter dem Auge GOttes.
30. Oktober 2007
Wahrheitsmoden
Von daher sollten wir nicht gar zu besorgt sein, wenn auf den kurzen Frühling des "Vielleicht ist es aber wahr" der Herbst des "Ziemlich sicher ist es nicht wahr!" gefolgt ist. Hatten wir denn nicht nach jedem sprituellen Aufbruch den Winter eines mißvergnügten Atheismus?
Die, die suchen, finden auch im Winter. Um noch einmal Bernanos (a.a.O.) zu zitieren: "l'Eglise n'est pas efficace - die Kirche ist nicht effizient". Ihre Effizienz und ihr Erfolg liegen woanders, nicht in Zahlen (Konvertitenköpfe, Auflage der Bistumspresse, Kirchensteueraufkommen).
Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Ich wollte eigentlich diejenigen meiner Leser, die sich momentan über Richard Dawkins und Christopher Hitchens auf dem Laufenden halten, auf einen (englischen) Artikel im City Journal hinweisen. (Gefunden bei Insight Scoop)
Theodore Dalrymple, selber kein Gottgläubiger, schreibt dort über das, was die neuen Atheisten nicht sehen.
"The British parliament’s first avowedly atheist member, Charles Bradlaugh, would stride into public meetings in the 1880s, take out his pocket watch, and challenge God to strike him dead in 60 seconds. God bided his time, but got Bradlaugh in the end."
29. Oktober 2007
Das Gesicht des Christentums
(Aber, mein lieber Mounier, es gibt nur ein Gesicht des Christentums, stimmen Sie darin nicht mit mir überein? Es gibt nur ein Gesicht des Christentums, das ist dasjenige Christi, und wir, Sie und ich, finden dieses Gesicht wieder, jedes Mal, wenn wir das Evangelium lesen.)
(Georges Bernanos: Français, si vous saviez.- Paris: Gallimard, 1998, 180)
28. Oktober 2007
Die höchste Form der Bedürftigkeit
"Während das alte Manna eine Stillung vieler kleiner irdischer Bedürfnisse war, horizontal, ist der Sohn zuerst die große, vertikale Sichtbarmachung des Vaters. Und erst im Dienste dieser Offenbarung des geistigen Gottes und unserer Hinführung zu ihm, verströmt er sich horizontal auf Erden. Nicht irgendeine Speise wird jetzt verteilt, sondern das Wort Gottes selbst, das immer Zeugnis des Vaters ist und Gespräch mit ihm. Und seine Sinnlichwerdung ist Ausdruck des Übersinnlichen und Ermöglichung, daß wir mit unseren Sinnen bis hin zu Gott reichen. Durch ihn und in ihm wird Gott für uns sinnlich und werden unsere Sinne fähig, Gott zu berühren. Und das alles wird endgültig im Geheimnis der Eucharistie. (...)
Christsein heißt nicht bedürfnislos sein, sondern im Gegenteil, alle Bedürfnisse haben, die der Vater in den Menschen hineingelegt hat, also auch den Hunger nach Speise. Wer reiner Geist sein wollte, der würde sowohl die Schöpfung wie die Eucharistie verachten, sich schämen, den Mund aufzutun, um das Brot und die Hostie zu empfangen. Und beide gehören zusammen wie Verheißung und Erfüllung.
Gott will nicht, daß die Kommunion ein reines Symbol sei. Die Kommunion ist die höchste übernatürliche Form der menschlichen Bedürftigkeit, in welcher alle natürlichen Formen nicht geleugnet, aber erhoben, überhöht und der Speisung durch Gott gänzlich untergeordnet sind." (Apokalypse.- Wien: Herold, 1950, S. 156f.)
26. Oktober 2007
Nerviges
Auf der Tour durch den katholischen Gemischtwarenladen machen sie aber auch keine Gefangenen, würde ich sagen. Falsche Alternativen, einfache Welt- und Kirchenbilder.
Dabei geht es hinter Pullermännern, Gebärmaschinen, bunten Kirchenfenstern und Null-Toleranz um grundlegende Fragen. Kittel/Vitzthum scheinen das nicht zu sehen, und mit ihnen machen offensichtlich andere Öffentlichkeitsarbeiter auf halbem Weg schlapp: Benedikt in allen Ehren, aber wir wollen doch nicht die liberale und libertinäre Gesellschaft des Anything goes in Frage stellen, oder? Den Bischöfen scheint es momentan nicht zu gelingen, diese Fragen deutlich zu stellen. (Den einen, weil sie zu nicht-mehr-ernst-zu-nehmenden Reizfiguren geworden sind, den anderen, weil sie als Welche-von-uns auf Gottschalks Couch für die gesellschaftliche Befriedung vereinnahmt werden oder ganz auf Tauchstation gegangen sind.)
Trad.-kath.
Und dann die eines jüdischen Freundes:
"Maybe he’s such a 'traditional Catholic,' he’s Jewish!"
25. Oktober 2007
«Suore, navigate in internet e scrivete sui blog»
Da sind wir aber alle gespannt, ob die Schwestern der Aufforderung von Kardinal Ruini (hier die italienische Originalmeldung, da die deutsche Version von Zenit) folgen.
Schwester M. Martha macht es Euch schon lange vor, obwohl sie stark auf die 87 zugeht.
Tradition
Standard: Der Vorwurf, der der Tradition, etwa in der Kirche, heute begegnet, ist ja das Gegenteil: die Aushöhlung. Die Entleerung der Formen von ihrem Sinngehalt. Die tote Form wird von den Mächtigen oktroyiert und von den weniger Mächtigen gehorsam befolgt.
Mosebach: Aber eine tote Tradition ist immer noch besser als ein toter Individualismus. Den gibt es nämlich auch. Die meisten Leute sind der Traditionslosigkeit überhaupt nicht gewachsen. Es gibt einen schönen Satz von Dalì, der sagt, wer sich nicht der Tradition unterwirft, ist dazu verurteilt, Plagiate herzustellen. Weil wir uns sowieso wiederholen müssen. Wenn wir uns aber in der Tradition wiederholen, begehen wir einen bewussten Akt.
So war'n sie hienieden
Eine weitere Maxime
So heute Papst Benedikt und der hl. Ambrosius. (Quelle)
Maxime
Hausaufgabe: Überlegen Sie sich, ob diese Maxime für christlich-katholische Blogger Gültigkeit besitzt, und wenn ja, warum, wenn aber nein, warum nicht?
23. Oktober 2007
Nix wie weg
Drei Tage Dienstreise als gelegen kommender Exilersatz.
22. Oktober 2007
Jesus is calling, He's comin' back to gather his jewels
Sie beginnt mit einer scheppernden ersten Strophe, die im Sand verläuft - nichts passt. Da klopft es, und Mavis Staples taucht auf, hungrig, müde, aber mit einer Menge Trost für den guten Bob, der vor lauter Blues nicht mehr schlafen kann. "Sing about it!", rät sie, und das tun die beiden dann gemeinsam. Und wie.
Die neuen Strophen, die sie Bobs altem Song verpassen, und die vorausgehende Konversation lassen sich hier nachlesen. Für den Sound bleibt leider nur der Erwerb des Tonträgers übrig, der sich aber für dieses Kabinettstückchen durchaus lohnt.
21. Oktober 2007
Nachfolger
Du folgst uns nach;
kehren wir den Rücken,
Du trittst uns vors Angesicht;
Du flehst voller Demut,
aber Du wirst verachtet.
Aber weder Beschämung nach Verachtung
kann dich dahin bringen, dich abzuwenden;
Du bist unermüdlich, uns zu jenen Freuden zu ziehen,
die kein Auge gesehen,
die kein Ohr gehört hat und
die noch nie in eines Menschen Herz gekommen sind.
(Gertrud von Helfta)
20. Oktober 2007
Regen
Was schenkt man einem Priester zum Geburtstag?
Herr unser Gott, Du hast unseren Pfarrer in eine Zeit gestellt, in der das reine und konsequente Zeugnis großer Liebe zu Dir und den Menschen immer schwieriger wird. Viele Priester können nicht mehr wissen, wozu sie da sind und werden zur Selbstausbeutung gezwungen. Lenke den Blick unserer Gemeinde auf den Apostel Paulus und auf viele andere Zeugen großer Liebe zu Dir.
Die Situation in Deiner Kirche läuft immer mehr auf Menschen zu, die alles geben und in einem Maße lieben müssen, dass jedes menschliche Wissen und Können übersteigt.
Schenke unserem Priester alle Charismen, die Du zu vergeben hast, sende ihm alle Engel zur
Begleitung, stärke ihn dauerhaft und lass ihn einst in den Himmel kommen.
Lenke seinen Blick auf die Menschen, die ihn dringend benötigen und lass ihn nicht an überforderten Amtsleitern, Vorgesetzten und Bischöfen Ärgernis nehmen.
Wirke Du Wunder Deiner Liebe an seiner oft ausgebrannten Seele.
Nie war es klarer als jetzt, dass nur Priester mit großer Liebe Deine Kirche retten und mit neuem Leben erfüllen können.
Amen.
Die Verfasser aus der Pfarrgemeinde St. Theresia vom Kinde Jesu (pdf) werden nichts dagegen haben, wenn wir mit ihren Worten für unsere Priester beten. (Herzlichen Dank an Blog-Leser H.B.)
19. Oktober 2007
M. Poetae Scoti
Tony Blair is being shown around a hospital in Scotland. At one point, he is shown into a ward with a number of people with no obvious signs of injury. He goes to greet the first who replies: "Fair fa your honest sonsie face, Great chieftain o' the puddin' race! Aboon them a' ye tak your place, Painch, tripe, or thairm. Weel are ye wordy o' a grace as lang's my arm."
Tony, being somewhat confused goes to the next patient and greets him. He replies: "Some hae meat, and canna eat, And some wad eat that want it, But we hae meat and we can eat, Sae let the Lord be thankit."
The third starts rattling off as follows: "Wee sleekit, cow'rin, tim'rous beastie, O, what a panic's in thy breastie! Thou need na start awa sae hasty, Wi bickering brattle! I wad be laith to rin an chase thee, Wi murdering pattle!"
Tony turns to the doctor accompanying him and asks what sort of ward this is - A mental ward?
"No," replies the doctor "It's the Burns unit".
Die nächste Enzyklika
Und wie, wenn es sich bei der Sozialenzyklika und der Hoffnungsenzyklika um ein und dasselbe Schreiben handeln würde? Dafür sprächen imho die folgenden Punkte:
1. Der Papst würde seine Trias "Liebe - Hoffnung - Glaube" fortsetzen - nicht unwichtig bei einem Intellektuellen mit Sinn für Schönheit und Proportion. Daß er dabei die übliche Reihenfolge umdrehen würde, hat Tradition: In seinem Buch "Auf Christus schauen" nimmt er die Sammelausgabe von Josef Piepers Monographien über die Kardinaltugenden zum Bezugspunkt. Die trägt den Titel "lieben - hoffen - glauben" trägt, und der damalige Kardinal folgt eben dieser Reihenfolge der Tugenden in den Vorträgen, aus denen "Auf Christus schauen" besteht.
2. Hoffnung und Soziallehre zusammenzudenken, hat ebenfalls Tradition in der katholischen Theologie. Leider kann ich meine Ratzinger-Bücher aktuell nicht durchsehen, aber ich vermute mal: Man würde auch bei ihm fündig. Bei Josef Pieper sowieso, denn für den bietet die Hoffnung den einzigen Weg zwischen der Szylla der Verzweiflung und der Charybdis der Vermessenheit hindurch; nur die Hoffnung ermöglicht uns ein christliches Engagement, das alles tut, als ob es von uns abhinge, und das doch alles von GOtt erwartet. Wir bauen nicht das ehemalige Paradies oder das zukünftige Reich GOttes auf Erden; keine Reform, keine Revolution wird es heraufführen; aber wir verfallen auch nicht in Lähmung, denn wir sehen die Not, wir stehen in der Nachfolge dessen, in dem sich unsere Hoffnung schon erfüllt hat, und wissen daher: Nichts von dem, was wir tun, ist vergebens.
3. Hoffnung und Einsatz für die Welt zusammenzubinden - das würde genau jenen Anfang fortsetzen, den "Deus caritas est" machte: Spiritualität und Leben, Geschenk und Aufgabe zusammenzusehen. Es würde ein neuer Versuch sein, im Bewußtsein der Kirche und der Gläubigen wieder zusammenzubringen, was zusammengehört und was es nicht eins ohne das andere gibt.
Nun, wie schon jener Tüncher sagte: Die Zeit wird's weisen. Bis dahin freuen wir uns vor und beten für den Autor.
17. Oktober 2007
Die schmale Stelle der Möglichkeit
Die Wahrheit des Tuns ist anders. Sie besteht darin, die schmale Stelle der Möglichkeit zu suchen und die eigene Kraft in das rechte Maß zu bescheiden, wissend, dass der vollzogene Ansatz durch die innere Logik des Lebens selber weitergeführt wird.“ (Romano Guardini - gefunden bei Max Daunderer und seinen Erinnerungen an R. G.)
Zweierlei Intellektuelle
Siegfried Kohlhammer: Der Haß auf die eigene Gesellschaft - Vom Verrat der Intellektuellen
Heinrich Detering: Des alten Knaben Wunderhorn - Bob Dylans Radio
Gnothi sauton, 2. Folge

Laut Daily Telegraph deutet eine Drehung im Uhrzeigersinn auf die Dominanz der rechten Hirnhälfte, eine entgegen dem Zeiger auf die Dominanz der linken. Und manchmal dreht die Dame sich mal so, mal so. (Und bei wem sich gar nichts tut, der klicke aufs Bild. Dann müsste sie mit dem Rotieren beginnen.)
Gnothi sauton* - wie die Griechen sagen
Im Großen und Ganzen wirkt er gelassen bis uninteressiert,
wenn er aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht er
seine Umwelt durch sein überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.
scipio ist ein Lebenskünstler: ideenreich, produktiv und
kreativ überwindet er Probleme.
Manchmal wirkt seine Art, mit der Umwelt umzugehen,
etwas theatralisch.
scipio ist anderen Menschen gegenüber immer offen und aufgeschlossen.
Der Umgang mit Menschen macht ihm Spaß,
der ideale Arbeitsplatz ist da, wo er mit anderen Menschen zu tun hat.
scipio wirkt oft etwas nervös und wenig entspannt.
scipio ist insofern bescheiden und wenig aufdringlich,
als dass er es nicht nötig hat, die Umwelt bei jeder Gelegenheit
auf die eigenen Stärken aufmerksam zu machen.
Erdbebenwarnung
16. Oktober 2007
Die nicht klagen
In freier Übersetzung: "Obwohl es so viele verschiedene Typen davon gibt, bleibt jede Konversion ein peinliches Klischee. Achte nur mal drauf, daß du Konvertiten nicht klagen hörst."
Anmerkungen zu Kerners Tribunal
Waren sie nicht wie besorgte Väter und Mütter, die sich den Mund fusselig redeten und die verlorene Tochter heim ins Reich der Wahrheit und politischen Korrektheit holen wollten? Zeigte sich ihre Sorge ums Große-Ganze, um die Gesellschaft, um die Welt, in der ihre (und vor allem unsere!) Kinder aufwachsen müssen, nicht in der Art und Weise, wie sie sich ums verlorene Schaf kümmerten, es lockten auf die grünen Weiden Germaniens?
Ja, in Verantwortung gegen Eva Herman und gegen uns alle saßen sie zu Gericht - und haben immer, jeder Zeit, die Tür ins bundesdeutsche Wohnzimmer aufgehalten. Sprich nur ein Wort, Eva, und deine Seele ist gesund. Nos te absolvimus.
Doch Klein-Evchen blieb störrisch, blieb auf den verdorrten, braunen, unfruchtbaren Feldern der Lingua Tertii Imperii und wählte die verkehrte Tür.
Und dann kam der peinlichste Moment: Das Tribunal und der Hofnarr - nachdem das Urteil gefällt, nein: nachdem Eva sich um Kopf und Kragen geredet und damit selbst das Urteil über sich gefällt hatte - rückte zusammen, glitt reibungslos in den Feierabend, war unter sich, ließ uns teilhaben am stillen Glück derer, die wissen, wozu sie da sind und die sich im Glanz der TV-Sonnen sonnen. Da war mir: zum Kotzen.
Genau wie eben, bei diesem Satz des Vorsitzenden Inquisitors Kerner, der am 9. Oktober nebenhin allen Frauen sagte, worin ihre wahre Bestimmung liegt:
"Was ist denn die wahre Bestimmung der Weiblichkeit - [das] ist doch nicht zu Hause zu sitzen und die Kinder großzuziehen, sondern die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist doch, ein voll anerkanntes Mitglied einer Gesellschaft zu sein." (Zitat nach Commentarium Catholicum)
Wehe, Mädels, Bräute, Mütter, Ihr plant Euer Leben anders. Wehe, Ihr "committet" Euch zu einem Leben als Hausfrau (a.k.a. Familienmanagerin) und Mutter: Da ist Schluß mit lustig. Da tritt der gesellschaftliche Liebesentzug ein. Da verfehlt Ihr Euer Wesen!
Selber schuld, wenn Ihr Freiwild werdet. Konntet's ja sehen. Nicht umsonst sind die Tribunale öffentlich.
Ach ja: Wäre mal jemand so nett und nimmt aus dem Wikipedia-Artikel die Bezugnahme auf den Stalinismus raus und lässt sich um Gottes willen einen neuen Begriff für die - horribile dictu - "Gleichschaltung" der SPD durch die Vorläuferpartei der "Linken" einfallen? -- Danke.
15. Oktober 2007
Apokalypsenverzögerung
Nichts als Dankbarkeit
Solidarisch fühl ich mich allein mit dem Kummer.
Doch solange sie mir nicht das Maul mit Lehm voll schlagen,
wird aus ihm nichts als Dankbarkeit kommen.
Das ganze Gedicht von Joseph Brodsky gibt es hier in der Welt zu lesen.
Wären? Selbst?
Zur Beckerschen Inszenierung der Bibel kann ich nichts sagen, aber zu diesem Kommentar von Petra Bahr, der Kulturbeauftragten des Rates der EKD habe ich schon zwei kurze Fragen:
Wieso "selbst"?
Wieso "wären"?
Und wie schon C.S.Lewis bei Gelegenheit gesagt haben soll: "Unser Gott ist wild, wissen Sie!" Auch wenn er manchmal flüstert, wie ein säuselnder Wind...
Namenstagsgeschenk

Nichts soll dich ängstigen,
Nichts dich erschrecken,
Alles vergeht,
Gott bleibt derselbe.
Geduld erreicht alles.
Wer Gott besitzt,
dem kann nichts fehlen.
Gott allein genügt.
Allen Teresas, Theresias, Resis und wer sonst noch heute seinen großen Tag feiert, alles Gute und Gottes Segen!
Echt Grund zur Spektik
Wenn die Journisten einen so verhunzen, dann bleib ich lieber katholischer Fundalist als soziobiologischer Spektiker...
13. Oktober 2007
Ratschläge
laß ab von allem,
halte dich an mich,
sei mein,
und ich, ich will der Deine sein!
Wir wollen hier in diesem Schrein uns einschließen,
und du wirst einen reineren Genuß empfinden,
als in der leiblichen Ehe gemeiniglich zu finden ist.
Trachte nur mir zu gefallen,
mach mich allein zu deinem Führer, Ratgeber, Zeugen, Genossen und Gefährten in allen Dingen;
und wenn du zu mir sprichst, sei deine Rede:
Nur ich und Du, mein Herr! Um einen dritten brauchst du dich nicht zu bekümmern.
Halt nur zu mir, sieh nur auf mich,
sprich freundlich nur mit mir,
umarme mich und küsse mich;
und dasselbe erwarte auch von mir."
(Johann Amos Comenius: Das Labyrinth der Welt und Das Paradies des Herzens.- Luzern: C. J. Bucher, 1970, S. 227)
12. Oktober 2007
Buchkunst

Noch mehr Anatomisches von Brian Dettmer bei Centripetal Notion. (via Happy Catholic)
Mahlfeier mit Gert
Wer sagt denn, daß man aus dem Kelch nur das Blut und von der Patene nur den Leib des Herrn essen kann?
Nein, halt. Das ist die verkehrte Frage. Richtig heißt sie:
Wer sagt denn, daß beim Pfarrer was anderes im Kelch schwappt und auf der Patene liegt als beim Gert?
Wir sind ja nicht zum Spassss hier
Und dann verpasste ich noch den Moment, als bei einem Verlagsempfang zwei Physiker im kleinen Kreis feststellten, daß sie, je älter sie würden, auch um so religiöser würden. Und daß man physikalische Probleme zwar lösen könne, aber mit jeder Antwort die Fragen zunähmen.
Da wählte ich gerade mein Dessert.
9. Oktober 2007
Mit klammheimlichem Unwillen
Auf jeden Fall lohnt es, auch jetzt schon über die Unterschiede von Sätzen wie:
"Gleichzeitig müssten diese auch bereit sein, im ordentlichen Ritus Gottesdienste zu feiern. " (WÜ)
und
"Um die volle communio zu leben, können die Priester, die den Gemeinschaften des alten Usus zugehören, selbstverständlich die Zelebration nach den neuen liturgischen Büchern im Prinzip nicht ausschließen." (SP) nachzudenken.
Oder auch zwischen:
"Diese [die Gottesdienste in der ordentlichen Form des römischen Ritus] seien mit einer solchen spirituellen Tiefe zu feiern, dass die Gottesgegenwart und die Heilszusage Gottes für die Mitfeiernden erfahrbar werden könnten." (WÜ)
und
"Die sicherste Gewähr dafür, daß das Missale Pauls VI. die Gemeinden eint und von ihnen geliebt wird, besteht im ehrfürchtigen Vollzug seiner Vorgaben, der seinen spirituellen Reichtum und seine theologische Tiefe sichtbar werden läßt." (SP)
Ansonsten hoffe ich auch in meiner Heimatdiözese auf eine neue liturgische Bewegung, in der die Wiederzulassung der "außerordentlichen Form" eine wichtige, aber auch eben auch nur eine Rolle spielt. Noch sieht man davon nicht viel, aber wieso sollte sich da nicht über die Jahre etwas tun können?
8. Oktober 2007
Beidseitige Abrüstung
"Die religiösen Leute müssen aufhören, zu sagen - oder auch nur zu denken -, säkulare Menschen seien, weil sie keinen Gott haben, weniger moralisch als sie selber. Im Gegenzug müssen die Atheisten aufhören, auch nur zu denken, dass die Gläubigen dumm sind."
Abschied von der Grammatik
"Wir können die Grammatik nicht suspendieren, ohne uns selbst durchzustreichen." So Spaemann.
Scipio ergänzt:
Wer Sätze wie den folgenden verfasst:
"Das große Babylon mit dem Antichrist (666) an der Spitze sind die Erfinder aller KZ auf Erden."
der wird nicht nur die Grammatik los, sondern auch alle andern, "die einfach nicht wahrhaben wollen, was sie auf diesen Seiten lesen."
Ja, ich kann das wirklich verstehen.
6. Oktober 2007
Deutschland, deine Gemeindereferentinnen!
"Der Mensch muß im Mittelpunkt stehen."
Vielleicht hat sie es nicht so gemeint, vielleicht ist sie ebensosehr Produkt wie bald Multiplikatorin einer psychotherapeutischen Religion, die de facto ohne IHn auskommt oder IHn nur als Garanten eines Primates des Menschen benötigt. Aber katholisch, christlich, oder biblisch ist der Satz nicht. Sorry.
Man sieht sich in Halle 5.1 ?
"Her Master's Voice" hat ihren Ort in Halle 5.1., Stand B941. (zenit) Notieren tu ich mir die Nummer auf jeden Fall mal, aber bin skeptisch, ob ich es wirklich schaffe.
Priester gesucht
Die "Priester" waren diesmal ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und ein katholischer Diakon. Kein Priester weit und breit.
2. Oktober 2007
Freiheit für Burma
(Free Burma! )

(St. Leibowitz)
"Ich verfolge mit großer Sorge die gravierenden Ereignisse der letzten Tage in Myanmar, und ich möchte der Bevölkerung, die mir am Herzen liegt, meine geistliche Nähe ausdrücken in dieser schmerzhaften Prüfung, die sie durchlebt. Ich versichere mein solidarisches und inständiges Gebet und lade ebenso die ganze Kirche dazu ein. Ich hoffe sehr, dass ein friedliche Lösung gefunden wird zum Wohl des Landes." (Papst Benedikt XVI.)
30. September 2007
Buchhandlungen
Homecoming (oder wie heißt das hier, wo ich bin?)
26. September 2007
Christliche Kunst
Aber immerhin versucht er es. Oder auf amerikanisch:
He finds himself "devoted to re-establishing painting that can be called Christian in the great tradition of the Church before the reformation and the outburst of iconoclasm changed the world of art forever."
Immer diese Amerikaner
Natürlich macht die Stadtführung durch Philadelphia in der episkopalen St. Peter's Church und in "unserer" St. Peter & Paul Cathedral Basilica Station, natürlich redet der Guide von der Messe von JPII draußen auf dem großen Platz vor über einer Million Menschen, damals, 1979, und natürlich erwähnt er, daß Benedikt XVI. vielleicht nächstes Jahr in die U.S. of A. kommen wird. Da macht es nichts, wenn er nicht weiß, daß er es in der Mehrzahl mit durchsäkularisierten Europäern zu tun hat, die in größeren Gruppen über Religion, Gläubig- und Kirchlichkeit eher lächeln als irgendwelche Sympathien zuzugeben.
(Als ich Weihwasser nahm, sprach mich eine amerikanische Kollegin gleich an, ob ich denn schon mal in Rom gewesen sei, im Petersdom, der sei ja riesig und so erhebend... )
Nichtdiskriminierung a la française (et européenne?)
Die Antwort von M. Louis Schweitzer, dem Leiter der Halde (La Haute Autorité de Lutte contre les Discriminations et pour l’Egalité): "In Frankreich: Nein."
Denis Sureau nennt diese Antwort "klar - und beunruhigend".







