1. Mai 2011

Ein Edelblogger in eigener Sache

"Der professionelle Journalist ist ... eine Art Edelblogger." Dixit Prof. Dr.jur. Heribert Prantl, die Chef-Edelfeder der Süddeutschen Zeitung, "wenn man bei diesem Sprachgebrauch bleiben will" (Prantl).

Widerspruch.

Nicht jeder Journalist gehört zu den Edelfedern. Die meisten professionellen Journalisten sind einfach Standardfedern und manche sind Stinkefedern. Was macht Journalisten edel, nur weil sie (mehr oder weniger viel) Geld für ihre Text bekommen? Weil sie (vielleicht oder auch nicht) professionelle Maßstäbe erfüllen?

Den Bloggerbegriff so auszuweiten, daß er für alle gilt, die öffentlich schreiben, und dann ruckzuckhastdunichtgesehn die Journalisten zur Crème de la Crème des Bloggertums zu erheben, ist billig. Die verborgene Agenda? Wie können es Vulgärfedern nur wagen, dem Bloggeradel ans gutrasierte Bein zu pinkeln! Igitt.

Kommentare:

Braut des Lammes hat gesagt…

Tja, manche fühlen sich halt nur wohl, wenn sie sich als Edelversion von irgendetwas betrachten können. Als Gleicherer sozusagen.

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Wer solche Einstufungen für sein Ego braucht,...bitte sehr.
Wenn ich solche Sachen höre, denke ich immer an den Ritus an der Wiener Kapuzinergruft, wenn ein Mitglied des Hauses Habsburg beigesetzt werden soll. Die Tür bleibt zu, bis auch der letzte Titel gefallen ist.

Johannes hat gesagt…

Eigentümlich... Da sieht man allerdings, dass dem einen oder anderen irgendwie wichtig wäre, für einen Blogger gehalten zu werden.

Marcus, der mit dem C hat gesagt…

Tja, die Mitgliedschaft in der Blogozese bestimmt sich halt nicht durch Verbaleiectamentum und Kirchensteuernachweis.

Da brauchts halt so komische Dinge wie Glauben. Sowas wofür Papst Johannes Paul II. selig gesprochen wurde, aber nur weil die MSM nicht die zuständige Kongregation dafür sind.