19. Januar 2011

"Fließendes Deutsch" (Aus der Reihe "Spamtrends")

Nach den spammenden Akademikerinnen und ihren männlichen Pendants überschwemmen mich aktuell nicht-akademische Frauen mit schönen, traditionellen, quasi volksdeutschen Namen wie Lieselotte Schroeder, Helga Pohl, Mareike Boehm und Beate Weber mit Angeboten, wie sie mit irgendwas Blauem mein "S-exle-ben aufpeppeln" möchten.

Da fällt dann wiederum ein Stellenangebot von "Chris Collinson, HR Department, Jasckson Logistic" positiv auf. Ich bin wirklich am Überlegen...

Sehr geehrte

Ich heibe Chris Collinson und ich habe ein Angebot fur Sie!
Unser Unternehmen Jasckson Logistic sucht im Moment neue Arbeitskrafte! Wir haben Ihre Bewerbungsunterlagen bei uns vor einige Zeit
liegen gefunden und jetzt mochten wir Ihnen eine Stelle von unseren AuBendienstvertreter anbieten.
Was spricht dafur? Keine vorherige Erfahrung notig! wir machen gratis ein Training fur Sie, falls Sie mit uns kooperieren.

Schauen Sie, was wir Ihnen anbieten:

Stelle: AuBendienstvertreter

Bedingungen:
Deutsche Staatsangehorigkeit,
FlieBendes Deutsch,
Grundkenntnisse von Microsoft Word und Microsoft Excel,
Grundkenntnisse von Konsumelektronik
PC mit Email- und Moglichkeit die Emails min. 2mal taglich zu prufen
Drucker, Scanner
Volljahrigkeit


Beschreibung:

- Briefe vom unseren Mitarbeiter regelmaBig empfangen,
- Einen Bericht ausfertigen und ihn an den Obermanager verschicken (Der Arbeitnehmer ist einem Obermanager unterordnet),
- die angekommene Postsendungen, gemaB unserer Vorschriften, weiterzuleiten,
- die Unterlagen, mit Angabe aller Details der Artikel, auszufullen (Der Arbeitnehmer bekommt alle ausfuhrlichen Dokumente fur jede Verpackung per Email),
- die Ware versenden.

Personliche Eigenschaften:

Ehrlichkeit
Geselligkeit
Teamfahigkeit
Hoflichkeit

Die Vergutung:
20. pro jede erfolgreich versendete Postsendung (ca.3000 . monatlich) mit Check oder per Uberweisung einmal pro Monat.


Klar, man ist halt immer noch einem Obermanager untergeordnet. Aber 150 Postsendungen erfolgreich verschicken, das sollte zu machen sein. Ich sehe echt nicht, wo da der Haken sein sollte.

Kommentare:

Marcus, der mit dem C hat gesagt…

Tja, da stellt sich die Frage, wie das abläuft. Bekommt man eine Großlieferung in die Wohnung und lagert den Kram dort, bis man per Mail den Auftrag, bekommt es wegzuschicken? Und ganz nebenbei wird man wohl für die Versandkosten in Vorlage treten müssen bis zur Abrechnung einmal im Monat.

Auch stellt sich die Frage, ob man für die Versendung das Geld erhält, oder für jede widerspruchsfreie Abwicklung.

Nehmen wir den Fall eines betrügerischen Unternehmens, daß sich Adressen Verstorbener aus den Zeitungen holt und dann vibrierende Hilfsmittel elektronische Art an die Hinterbliebenen schickt mit Hinweis auf eine angebliche Bestellung des/der Verschiedenen.

Scipio hat gesagt…

Du entmutigst einen aber wirklich! Bleib ich halt
doch bei meinem Leisten.

rungholt hat gesagt…

Fliebendes Deutsch? Na, das sollte doch zu machen sein :-)