3. Juni 2004

Key to the highway

Die hippen Alternativ-Feuilletonisten von telepolis mokieren sich über das Mainstream-Feuilleton, das den Blues und die Blueser fallen ließ wie eine ausgelutschte Zitrone, um jetzt an Johnny Cash und Konsorten Wiedergutmachung zu betreiben - und brauchen doch auch erst den Anlaß von Scorseses Blues-Projekt, um heldenmütig den Blues aus einer "fusselbärtigen" Ecke zu holen.

"I got the key to the highway, and I'm billed out and bound to go
I'm gonna leave here runnin', cause walkin' is most too slow"

Kommentare:

fono hat gesagt…

Ich habe ja nicht so die Kenne vom Blues, da hätte ich nur so Standards wie Hooker im Regal. Dafür habe ich einige Vinyl-Scheiben von Jerry Lee Lewis, Chuck Berry, Gene Vincent und Little Richard. Zuweilen mag ich auch gerne Canned Heat hören, unter welcher Gattung laufen die eigentlich? Irgendwie bluesig klingt es ja.

Scipio hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Scipio hat gesagt…

Ziemlich eindeutig Blues. Und zwar in der modernisierten Chicago Blues- und Hooker-Boogie-Variante.

Bob "The Bear" Hite und Alan "Blind Owl" Wilson - Gott sei seiner Seele gnädig - waren außer Bluesmusikanten auch große -sammler und -experten, wie es heißt. Genial ihre Studiosession mit John Lee Hooker auf 2 LPs "Hooker'n'Heat" - Hooker allein nachdenklich und rotzig, 11.30 min Boogie Chillun in voller Besetzung, und diverse kleinere Arrangements. Wenn Dir John Lee Hooker gefällt, kann ich Dir das nur empfehlen. Wenn nicht, sei vorsichtig. Die volle Dosis von beiden.