9. April 2006

Gründlich oder gar nicht

Guido Horst über den Stand der Rückführung der Traditionalisten in die Una Sancta Apostolica und Papst Benedikts Ansatz: In der Tagespost, schnell zu lesen.

Kommentare:

Dr. Matthias O. Will hat gesagt…
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diotima64 hat gesagt…

Worum es bei dem "abgeschafften Meßbuch" geht? Um eine zentrale Frage!
Der neue Ritus - wahrscheinlich der einzige den die jüngeren (jünger als 35) überhaupt kennen, ist eine PROTESTANTISCHE Entgleisung gegenüber der ECHTEN Messe. Nicht mehr Gott, sondern "die Gemeinde" (brech!) im Mittelpunkt. Labern, labern, labern und sich "im kreis an den Händen fassen" in politischer Korrektheit, statt Anbetung Gottes, MeßOPFER... arrrrgghhh... don´t get me started!!
Und ja - ich bin sogar für Latein statt Deutsch als Meßsprache (na ja, außer bei der Predigt, vielleicht... aber die ist eh unwichtig).
Ich bin persönlich keine Lefebristin, und auch nicht VÖLLIG auf traditionalistischer Linie - aber dennoch war, was das Vat II angerichtet hat, vor allem aber nicht nur in der Liturgie, eine KATASTROPHE. Wo gibt´s denn sowas, daß man "die Konkurrenz" in eine Kommission mitberuft, die über die Gestaltung des zentralen Produkts beschließt??? Würde Bill Gates etwa STeve Jobs fragen, wie die nächste Windows Generation aussehen soll?? (unsere Kirche in ihrer Weisheit HAT aber tatsächlich Protestanten mit in die Liturgiekommission genommmen - mit dem verheerenden Ergebnis, dass die Messe zum Gottesdienst verkommen ist!)
Warum haben die gehirnamputierten Evangelikalen wohl einen solchen Zulauf in Südamerika und Afrika? DENEN ist "Ökumene" (spei!) völlig wurst! (und zurecht!)

Dr. Matthias O. Will hat gesagt…
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Ralf hat gesagt…

Guido Horst verkürzt sehr auf das Plastische: es geht nicht bloß um den Ritus.

Es geht um die Vorstellung von Kirche, von Autorität des Lehramtes in der Gemeinschaft der Bischöfe, um die Grundauffassung von Liturgie.

Es get um Grundsätzliches, da ist die Frage nach welchem Ritus nur das Symptom.

Dr. Matthias O. Will hat gesagt…
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Petra hat gesagt…

Konkret geht es bei der Ritusfrage darum, ob die Hl. Messe nach dem Messbuch von 1962 in Zukunft von allen Priestern, die es wünschen, zelebriert werden darf (universeller Indult), oder ob sie (so wie bisher) an das Erlaubnis des Ortsbischofs gebunden ist (der - je nach Ausrichtung - diese Erlaubnis erteilen kann oder nicht, dafür passende und unpassende Orte und Zeiten festsetzen kann oder nicht, usw.). Das ist der eine Aspekt, der wohl in baldiger Zukunft wohl gelöst sein wird (mit einem universellen Indult).

Der zweite Aspekt ist aber jener, den schon Ralf (und in polemischer Form diotima) angesprochen haben: jene nach der Autorität der Kirche in Dingen der Liturgie, der Glaubensfreiheit, des Verhältnisses zu anderen Religionen. Die Lefebvristen werfen der Kirche im Allgemeinen und dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Speziellen (obwohl das Konzil in der Liturgiefrage nicht entschieden hat), in diesen und anderen Dingen vom katholischen (=2000 Jahre alten) Weg abgewichen zu sein.

Das ist schon bedeutend schwieriger, da die Kirche selbstredend nicht das II. Vat. Konzil und dessen Erklärungen zurückziehen kann, und die Abschaffung der reformierten Liturgie wohl auch nur schwer machbar sein würde.

Ich sehe in Zukunft daher zwei Wege für die Lefebvristen: die einen werden nach der Einführung des universellen Indult zur Gemeinschaft mit der Kirche zurückkehren (wie schon jene vor ihnen, die nach dem eingeschränkten Indult 1992 zurückkehrten die die Petrusbruderschaft (FSSP) formten). Die anderen werden nur dann zurückkehren, wenn die reformierte Liturgie ersatzlos abgeschafft, die Dekrete des II. Vatikanums über die Glaubensfreiheit, über die anderen Religionen und Kirchen, sowie sämtliche mit dieser Thematik befassten Enzykliken sämtlicher Päpste der vergangenen fünf Jahrzehnte zurückgezogen werden - was natürlich nicht passieren wird.

Dr. Matthias O. Will hat gesagt…
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