"Vor nem Jahr oder zwei warn ich und Loretta auf ner Konferenz in Corpus Christi und ich saß da neben ner Frau, die war die Frau von einem da. Und die sagte dauernd die Rechten das und die Rechten jenes. Bin nicht mal sicher, was sie damit meinte. Die Leute, die ich kenn, sind meistens ganz gewöhnliche Leute. Gewöhnlich wie Straßenstaub, oder wies heißt. Das hab ich ihr gesagt und sie guckte mich seltsam an. Sie dachte, ich würde was Schlechtes über sie sagen, aber natürlich ist dasn großes Kompliment da, wo ich herkomm. Und sie machte weiter, immer weiter. Und sagt am Schluß, sagt sie: Mir sagt die Richtung nicht zu, in die sich dieses Land bewegt. Ich möchte, daß meine Enkelin eine Abtreibung haben kann. Und ich sag: Mam, na, ich glaub, da müssen Sie sich keine Sorgen machen über die Richtung, wo das Land unterwegs ist. So, wie ichs seh, hab ich überhaupt keinen Zweifel dran, daß sie ne Abtreibung haben kann. Ich sag Ihnen, die kann nicht nur ne Abtreibung haben. Die kann Sie dann sogar einschläfern lassen. Und das hat dann die Unterhaltung ziemlich gründlich beendet."Wir werden sehen, ob es diese Passage so oder anders in den Coen-Brothers-Film geschafft hat...
30. Juni 2007
Ausbau von Errungenschaften
27. Juni 2007
Ein katholischer Blogger will eigentlich mehr, aber ...
So werde ich mich ersatzweise im Supermarkt um die Ecke - so der noch offen hat - mit Essen und Trinken eindecken - oder vielleicht doch in eine der vielen normannischen Creperien einkehren, die zwschen der rue Edgar Quinet und dem Place du 18 Juin 1940 liegen. Danach bin ich vielleicht wieder fähig, ein paar meiner liegengebliebenen e-Mails zu beantworten und noch ein paar andere nützliche oder segensreiche Dinge zu vollbringen.
À plus tard !
25. Juni 2007
Positivissima
Die franko-italienischen Kellner von "La Mamma" im 6.Arondissement hätten uns nie im Leben abgenommen, daß wir als Bibliothekar/inn/en und sonstige Informationsjongleure unser Geld verdienen.
Ansonsten habe ich festgestellt, daß sich das Kronenbourg seit unserer ersten Begegnung im Sommer 1977 nicht wesentlich weiterentwickelt hat. (Ich hoffe, daß andere, die damals beim Sommereinsatz in St. Hubert, nahe der Todesstelle des Dieners Gottes Josef Engling, dabei waren, über mich nicht dasselbe sagen würden, wenn wir uns begegneten.)
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23. Juni 2007
Aussichten
Es könnte hier ruhig werden.
Fundstückchen
Wie wahr!
(existing's tricky:but to live's a gift)
(existieren ist knifflig:aber leben ein geschenk)
Und dann in unserer Reihe "Pietas Americana" ein Kinderschlafanzug im Geist des hl. Apostels Paulus (Eph 6, 10 - 18):
Kommt komplett mit einem Helm des Heils und einem papiernen Schwert des Geistes. Von Armor of God. (via Signs and Blunders)
Antwort eines fröhlichen Bloggers
Ich vermute mal, daß mich Bernd in seinem Posting über "fröhliche Blogs" mitgemeint hat, und weil er in viel Polemik verpackt eine ernsthafte Anfrage stellt, will ich auch antworten. Das ist nicht leicht, denn die Fallen sind schon ringsum aufgestellt: Schon wer reagiert, bellt vielleicht wie der getroffene Hund, und wer schweigt, muß sich doch ertappt sehen, oder? Eine zu heftige Erwiderung wäre "reflexartig" und "hyperempfindlich", aber wer vergangene Episoden aus der Blogozesengeschichte erwähnt, trägt nach oder nähme Bernd in "Sippenhaft". Und sowieso könnte ich - bewußt oder unbewußt - eine "Meinungsführerschaft verteidigen" wollen.
Wie schrieb Erich Kästner in einem Gedicht, das nach Abmahnungen fast völlig aus dem Netz verschwunden ist:
"Und immer wieder schickt ihr mir Briefe,
in denen ihr, dick unterstrichen, schreibt:
»Herr Kästner, wo bleibt das Positive?«
Ja, weiß der Teufel, wo das bleibt."
Wie die Leser bei Kästner, sieht auch Bernd in den – „auch katholischen“- Blogs „zu 80 %“ schnöde Kritik, Verbitterung, Verzweiflung, Sucht nach Originalität, wirres Zeug. Durchgezählt hat er wohl nicht, aber das muß auch nicht, wer provozieren will.
Doch wo Gefahr ist, wächst etc. etc.: Schreibt „endlich mal“ über „das Schöne Eures alltäglichen Lebens“! Bei allem Respekt und aller Freude über die, die genau das erfolgreich und gelungen tun: In meinem Blog z.B. spielt das „alltäglichliche Leben“ nur ausschnittweise eine Rolle. Das ist Absicht: Mir ist für richtig Persönliches das Web zu öffentlich, und daher gibt es verstreut Schnipsel, aus denen sich eine Biographie oder die „Geschichte einer Seele“ zusammensetzen kann, wer mag. Dabei weiß ich genau, dass ich auch mit distanzierten, ironischen, spöttischen Postings einen Blick in mein Inneres eröffne und genug Material für ein Psychogramm liefere– aber das braucht dann schon genauere Leser, denen ich das auch gönne.
Wo bleibt das Positive? Mir ist, als sei das auch schon einigen unserer großen katholischen Schriftstellern gesagt worden. Bloy, Bernanos, Percy – sie alle schreiben auf den ersten Augenschein keine gelbweiße, einladend-frohe Propaganda Fidei, strahlen in ihren Romanen nicht erlöst, bevorzugen die indirekte Methode. Wenn katholische Blogger wenig, zu wenig direkt und bekenntnishaft über die Gnade und Wohltaten ihres Gottes reden, steckt dahinter wohl meistens keine bewusste Wahl – aber vielleicht doch die Erfahrung, dass eine unbefangene Gottesrede nicht unbedingt einfach ist, auch nicht jedem liegt. Und dass diese Rede sehr schnell und unter der Hand unauthentisch werden kann. Mir jedenfalls geht das so. Ironie schafft da eine gewisse Distanz zur eigenen Person, eine Leichtigkeit, die der graziösen Gnade durchaus angemessen ist.
Ach, gar viele Gründe kann es geben, nicht „über das Schöne des alltäglichen Lebens“ zu schreiben, und gar viele Wege, um seine Dankbarkeit für all das Schöne dem Urheber alles Guten direkt zu bezeigen. Blogeinträge sind nur einer davon.
Bernd sagt uns auch, was er sich von den Blogs erhofft, die er liest: „vertraulichere, freundschaftlichere Einblicke“. Ich bin mir gar nicht sicher, wieviele derer, die Blogs lesen oder verfolgen, das auch so prominent erhoffen. Wenn mir selbst eine Stimme lieb geworden ist in den letzten Jahren – und da gibt es einige! – dann nicht unbedingt weil er oder sie viel von sich offenbart hätte. Es war der Tonfall, die Perspektive, überraschende Einsichten, Klugheit, prägnante Beobachtungen, ein weiter Horizont oder die Ausdauer, ein Thema nachzuverfolgen. Jeder Blog ist anders, und keiner ist allein für mich geschrieben.
An dieser Stelle offenbare ich mich nun als teilbekloppt: Lieber Bernd, meinen Blog schreib’ ich nicht für mich, da stimme ich Dir zu. Denn keiner schreibt für sich allein, jeder hat einen imaginierten, zukünftigen, realen Leser, der ihm über die Schulter, auf den Bildschirm schaut. Aber Deinen Halbsatz „Wer’s nicht mag, muss es ja nicht lesen”, den habe ich auch schon gesagt. Lesen, kurz ärgern oder mit den Schultern zucken, ein Stoßgebet über die Lippen bringen – und weiterklicken. Das darf man im Web und keiner kann’s einem verbieten. Natürlich darf man auch schimpfen und im eigenen Blog böse kommentieren. So what?
Weil es schon spät ist und der Tag morgen früh beginnt, nur noch eines: „Das Blog eines katholischen Christen muss mehr wollen. Es will Interesse wecken, will einladen, sucht nach neuen Freunden auf den gemeinsamen Weg. (…) Ein katholisches Blog will mehr!“ – Als Anfrage an mich werde ich diese Sätze mitnehmen und sehen, was ich draus mache. Aber definieren sie wirklich was ein katholischer Christ wollen muß, wenn er bloggt? Ein bisschen Freiheit nimmt sich auch der konservative katholische Laie, wenn er in seiner Freizeit bloggt: freie Themenwahl, freie Wahl des Stils, freie Wahl der Bloghäufigkeit und des Spaß-, Ironie-, Klage- und Freudenspiegels, Freiheit beim Themenwechsel, beim Anfangen und Aufhören.
Klar, es geht nicht alles. Es gibt zweifellos Grenzen für das, was beim Bloggen erlaubt ist; und wenn wir uns fragen, was uns auf unserem Weg zu IHM vorwärts bringt, dann sollten wir manches bleiben lassen. Aber nicht jeder, der vorbeischaut, hat die gleichen Interessen, manche wollen eine andere Einladung und nicht jeder, der nach Freunden sucht, findet auch welche. Manchmal zahlt sich Absichtslosigkeit mehr aus.
So viel für jetzt.
PS: Ein herzliches Dankeschön allen Lesern – und allen Freundinnen und Freunden, die mir seit 2002 hier begegnet sind!
20. Juni 2007
Das Leiden der Christen im Irak
Die Homepage der Chaldäischen Kirche bringt die Nachricht, daß heute wieder eine Gruppe von acht Christen - Lehrer und Studenten - entführt wurde. "Die Polizei schaute der Entführung zu, ohne einzuschreiten".
"Hermeneutic of Continuity" verlinkt zu einer Petition der "International Campaign to Support the Christians of Iraq". Bitte mitmachen und unterschreiben.
Pflaster für christliche Knie
Im Online-Shop von Archie McPhee gibt es noch mehr von ähnlichem Kaliber; manches ist uns auf unseren Expeditionen in den Dschungel ameikanischer Volksreligion schon begegnet. St. Homobonus kannte ich allerdings noch nicht, weder den echten noch den nachgemachten.
C&W für Einsteiger und Fortgeschrittene
Für Aficionados Links zu drei Americana / Country Music-Blogs:
19. Juni 2007
Straßenverkehrstorah
Nur so ...
Da einerseits die Empfehlungen den Geist eines "sentire cum ecclesia" atmen, der jenen Schreibern oft genug abgeht, andererseits m. W. und nach den Erfahrungen anderer Blogger bei den Jungs dort eh Hopfen und Malz verloren ist, sage ich erstmal sonst nichts weiter dazu, sondern behalte mir weitere Schritte vor. Und hoffe, daß auch k***z.net-Leser davon profitieren.
André Glucksmann
Jürg Altwegg tut das gleiche in der FAZ.
18. Juni 2007
To whom it may concern: Vorbereitung aufs päpstliche Dokument
1. Freuen Sie sich, weil unser liturgisches Leben bereichert worden ist, nicht weil "wir gewinnen". Jeder gewinnt, wenn das Leben der Kirche bereichert wird. Es ist kein Nullsummenspiel.
2. Blasen Sie sich nicht auf. Lassen Sie uns denen freundlich begegnen, die in der Vergangenheit unseren "legitimen Bestrebungen" nicht freundlich begegnet sind.
3. Zeigen Sie aufrichtige christliche Freude. Wenn Sie möchten, daß Menschen von dem fasziniert werden, was so viel Trost und Glück schenkt, seien Sie einladend und voll Freude. Vermeiden Sie jene Säuerlichkeit, die so manche aus der eher traditionalistischen Ecke leider so lange vor sich hergetragen haben.
4. Lassen Sie sich in das ganze Leben Ihrer Pfarrei einbeziehen, besonders in die Werke der Nächstenliebe, die sie organisiert. Wenn Sie wollen, daß die ganze Kirche von der Feier der alten Liturgie profitiert, dann sollten Sie, die durch diese ältere Form der Messe geformt sind, der ganzen Kirche von Nutzen sein, und zwar ganz konkret.
5. Falls das Motu Proprio nicht alles enthält, was wir erhoffen, jammern und quengeln Sie nicht herum. Sprechen Sie weniger von unseren Rechten und von dem, was uns zusteht oder von dem, was hätte sein können, so als ob jeder ein kleiner Papst wäre, und sprechen Sie mehr über unsere Dankbarkeit, die tiefe Dankbarkeit für das, was Gott uns schenkt.
Reissack
Hier tut es einer.
17. Juni 2007
Die nicht gemeinte Kluft
"Heute geht es weiter: Gemeinsam mit den Schaustellern und der evangelischen Dreieinigkeitsgemeinde feiern wir um 10.30 Uhr in der Almhütte Gottesdienst mit Funtasy. Der Volksfestgottesdienst steht unter dem Thema „Das Leben – ein Karussell“. Am Nachmittag, ab 14 Uhr, startet der Festbetrieb mit Kaffee und Kuchen." (bei Gemeinde St. Michael, Schweinfurt)
Beobachtungen beim Auftauen
Man kann das ganze auch als laufenden Kommentar zur Tatsache sehen, daß der Papst zwar unfehlbar, aber nicht allmächtig ist: Wenn bischöfliche Kollegialität Lobbyarbeit betreibt, kommen auch Herzensanliegen zum Stillstand.
Aus dem Munde der Kinder
Was die Mocedades können, kann er mit seinen 3 1/2 Jahren schon lange.
Kardinal Arinze und Papst Benedikt wird's freuen.
Ultramontanes Gerüchlein

Wer duften will wie weiland Pius IX., kann die Flasche für US$ 31.00 bei Excelsis Fine Fragrances in San Rafael, CA bestellen.
Es müsste ideal sein für die Vorlesung "Kirchengeschichte der Neuzeit: 19. - 20. Jahrhundert". (via Ironic Catholic)





