30. April 2008
Bassgeigen und Sandalen
(via NLM von Air Maria)
Eine erste Maienblüte
sondern auch Tag der Schutzfrau von Bayern und erster Tag des
Marienmonats - darf Bob Dylan sein Liebeslied an Unsere Liebe
Frau vom Neuen Bund singen:
Covenant woman got a contract with the Lord
Way up yonder, great will be her reward.
Covenant woman, shining like a morning star,
I know I can trust you to stay where you are.
And I just got to tell you
I do intend
To stay closer than any friend.
I just got to thank you
Once again
For making your prayers known
Unto heaven for me
And to you, always, so grateful
I will forever be.
I've been broken, shattered like an empty cup.
I'm just waiting on the Lord to rebuild and fill me up
And I know He will do it 'cause He's faithful and He's true,
He must have loved me so much to send me someone as fine as you.
And I just got to tell you
I do intend
To stay closer than any friend.
I just got to thank you
Once again
For making your prayers known
Unto heaven for me
And to you, always, so grateful
I will forever be.
Covenant woman, intimate little girl
Who knows those most secret things of me that are hidden from the world.
You know we are strangers in a land we're passing through.
I'll always be right by your side, I've got a covenant too.
And I just got to tell you
I do intend
To stay closer than any friend.
I just got to thank you
Once again
For making your prayers known
Unto heaven for me
And to you, always, so grateful
I will forever be.
29. April 2008
Flursegen
Oramus pietatem tuam, omnipotens Deus, ut fructus terræ, quos aeris et pluviæ temperamento nutrire dignaris, benedictionis tuæ imbre perfundas, et tribuas huic populo tuo de tuis muneribus tibi semper gratias agere, ut fertilitate terræ esurientium animas bonis affluentibus repleas, et egenus et pauper laudent nomen gloriæ tuæ. Per Christum Dominum nostrum.
Benedictio Dei omnipotentis, Patris, et Filii, et Spiritus Sancti, super agros et bona quæcumque loci hujus, plena descendat et maneat semper. Amen.
(via Yves Daoudal)
Meine Kirche - mein Kindergarten
Ein ortsansässiger evangelischer Kindergarten lässt seine Kinder demokratisch über das Thema der nächsten Monate abstimmen, die Kinder entscheiden sich für die Urzeit, für "die Zeit vor vielen Millionen Jahren", wollen wissen, wie das war mit dem Vulkanismus, der Entstehung des Wassers, der Entwicklung von Pflanzen und Tieren. Am Ende des Projektes steht ein selbst produziertes Musical, das zum Kindergartenfest vor über 300 Besuchern aufgeführt wird.
Und damit die Atmosphäre stimmt bei diesem "besonderen Gottesdienst", wird auch die Kirche entsprechend verwandelt: Unter der Kanzel der Vulkan aus orangen und roten Tüchern, links vom Altar das Wasser aus hellblauer Gaze - und der "Altar-Raum wird zur Dinosaurier-Höhle" (was dann auch die passende Überschrift für den begeisterten Artikel meines Leib- und Magen-Lokalblattes a.k.a. Main-Echo hergibt).
Irgendwie muß der D. Martinus damals, 1544, so etwas schon geahnt haben, als er in seiner Predigt zur Einweihung der Torgauer Schloßkapelle einschärfte:
"Nicht das man daraus eine sondere Kirchen mache, als wäre sie besser denn andere Häuser, da man Gottes Wort predigt."
Durch diesen vorausschauenden Schachzug, diese vorgezogene "Säkularisierung" entzog er nämlich u.a. die St. Matthäus-Kirche in A. dem Verdikt des Herrn Jesus, von dem eben der Patron der Kirche in A. überliefert:
"Jesus sagte: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber macht daraus eine Dinosaurier-Höhle."
Klar, daß auch ER sich in diesem Nicht-Tempel wohl fühlen würde und die grauen Stoffbahnen unter dem Kruzifix dieses Hauses-wie-jedes-andere hängen ließe. Und vielleicht, vielleicht würde ER gut jesuanisch sogar der predigenden Pfarrerin zustimmen, die da gesagt haben soll:
"Unsere Kirche ist auch unser Kindergarten."
Auf die Wunschliste
(via Paste Magazine)
Unmenschheit
Sag niemals nie.
Edward Estlin Cummings: "incredible unanimal mankind - unglaubliches untier menschheit"
Sophokles: "Ungeheuer ist viel und nichts ungeheurer als der Mensch".
Die von Ray Kurzweil ersehnte und herbeigeschluckte Singularität als Fluchtversuch aus der Gemeinschaft mit dem verbrecherischen Untier, hinaus ins virtuelle Eden. Um dort doch wieder nur dem alten Adam zu begegnen, mit seiner Veranlagung zu Gewalt, Unterdrückung, Quälerei, Zerstörung, Unterwerfung, Herrschen- und Leidenwollen.
27. April 2008
Hallelujah, I'm Ready To Go
Volksmusik im Grünen
Radioklassiker
Der Prairie Home Companion - eine der großen amerikanischen Radioshows, ein Mix aus guter Musik, Comedy, Gedichten und weiterer guter Musik - im Web, mit Livestream, aber leider ohne MP3-Files oder Podcasts der ganzen Show.
26. April 2008
Was Er nicht ist
"Christ ist Not CUTE."
25. April 2008
Die Welt ein Dorf -
Fotographisch dokumentiert habe ich leider nicht die umgekehrt wieder von einer riesigen Souveränität zeugende Schreibweise des Wortes "sizilianisch" auf der Speisetafel eines Ristorante gleich um die Ecke vom Hotel. Auf "zizielianisch" musste ooch erstma kommen.
23. April 2008
Pause
Auf dem Weg zum Kirchenvater
Wenn das kein Grund zur Freude ist...
Zweiter Versuch im vierfachen Schriftsinn

Als Fortsetzung eines früheren Versuchs ...
Littera gesta docet - der Buchstabe lehrt das Geschehene:
Aufgenommen im Sommer 2006 in Lucknow (Indien) nach einem verfrühten Monsunregen, so jedenfalls das an sich zuverlässige National Geographic. Die Identifikation der beiden Tierarten überlassen wir den Experten für die Fauna Indiens, anderen zuständigen Disziplinen andere denkbare Nachfragen: Leben beide Tiere eigentlich im gleichen Habitat? Wurde die Maus durch einen Menschen auf eine Kunststoffkröte gesetzt? Handelt es sich um eine "urban legend", ein Großstadtmärchen?
Quid credas allegoria - die Allegorie lehrt, was du glauben sollst:
Die Maus, Sinnbild des Kleinen, Schwachen, Empfindlichen, der durch ihr Haarkleid jedoch auch etwas Unzivilisiertes eignet, getragen von einer sauberen, glänzenden, apathischen Kröte. Steht die Maus für unseren HErrn, der sich, angetan mit dem Mantel der Schwachheit, in den Schlamm der Welt begab, wie der Psalmist von Wassern umflutet wurde - und den der GOTT des Himmels und der Erde aus der Tiefe zog, ihm zur Rettung aus dem Tod, uns zum Heil und der Welt zum Zeichen?
Oder ist es Jakob, den wir sehen, vollgefressen von den Linsen, die sein haariger Bruder Esau nicht mehr schaffte. Jakob, der seinen Bruder nun mit sich trägt - denn mit dem Recht der Erstgeburt hat er zugleich die Verantwortung übernommen für seinen Bruder. So hat auch das erwählte Israel Verantwortung für die Völker ringsum, so steht auch die Kirche ein für alle, die den Weg zu ihr noch nicht gefunden haben.
Moralis quid agas - der moralische Sinn das, was zu tun ist:
Die Kröte, jenes uralte Symbol des Häßlichen und Giftigen, aber auch des Fruchtbaren - in den Dienst genommen zur Rettung eines Mitgeschöpfs. So sollen wir auch unsere Kröten teilen, sie fruchtbar werden lassen, um Not zu lindern, nicht nur die überraschende eines unzeitigen Wolkenbruchs. Nicht die Not jener nur, die zu unserer Art gehören, sondern aller, denen wir begegnen und die auf unseren breiten Rücken hoffen.
Quo tendas anagogia - und wohin du streben sollst: die Anagogie.
Einmal, am Ende der Zeiten, wird nicht nur der kleine Knabe vor dem Schlupfloch der Natter spielen, nicht nur der Löwe beim Lamm liegen (und doch seine Wildheit und Stärke bewahren!) - es wird auch die Maus auf der Kröte reiten, der Regenwurm im Schnabel der Amsel sicher sein, du und ich werden im Schatten des Lebensbaumes sitzen, ringsum die Strahlen des Lichtes des Lebens, neben dem wir kein anderes Licht mehr brauchen. Weil ER selber unser Licht ist.
B und B
Auf jeden Fall wissen wir, was wir heute zu tun haben...
22. April 2008
Kunstpapier
A4 papercut. (via netbib weblog)
Anselm für Dummies
Voller Eifer
Heute Zelo zelatus sum, geschrieben von einem Abiturienten in Berlin seit März. Große Dinge stehen da ins Haus, wenn ich das richtig sehe. Da ist außer Mitlesen auch Mitbeten angebracht...
Damit jetzt nicht jeder im 1. Buch der Könige 19, 10 nachschlagen muß - dort nämlich ist der Blogname übersetzt:
"Mit leidenschaftlichem Eifer bin ich für den Herrn, den Gott der Heere, eingetreten."
Wohlan, auf viele Jahre!
21. April 2008
Stammzellenumfrage fürs Archiv
Auf die Frage "Wann wird Ihrer Meinung der Stichtag für den Import embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken zum zweiten Mal verschoben?" haben von 41 Antwortenden gestimmt für:
1. Gar nicht, weil die Abgeordneten zu ihrem Wort (und Gewissen?) stehen, den Stichtag nur einmal zu verschieben. - 2 (4%)
2. Im Frühjahr 2010, nach der Bundestagswahl wird das Faß neu aufgemacht, weil die Forscher wieder klagen und neue Gewissen befragt werden wollen. - 15 (36 %)
3. Er wird nicht mehr verschoben, sondern aufgehoben. Maria Böhmer hat recht: Es gibt kein Halten mehr auf der schlüpfrigen schiefen Ebene. - 27 (65 %)
4. Er wird nicht mehr verschoben, sondern bleibt, weil die Wissenschaftler ohne Stichtagsverschiebung auskommen und ihre Arbeit tun können. - 3 (7 %)
(Mehrfachantworten waren widersinnigerweise möglich.)
Ziemlich eindeutiges Ergebnis.







