Und noch ein Paradox, diesmal sinngemäß aus Catherine Pickstocks "After Writing":
Unsere Reise zu GOtt beginnt erst, wenn sie bereits an ihr Ende gekommen ist: Dann nämlich, wenn GOtt auf seiner Reise schon bei uns angekommen ist.
31. Juli 2007
Einzahl - Mehrzahl
"Wer glaubt, sagt in gleicher Intensität »Ich« und »Wir«."
(Thomas Söding: Freundschaft mit Jesus.- Int Kath Zeitschr Communio 2007; 36 (3): 207)
(Thomas Söding: Freundschaft mit Jesus.- Int Kath Zeitschr Communio 2007; 36 (3): 207)
29. Juli 2007
Ein Lied für die Himmelstreppe
Meine Urlaubslektüre ist dieses Jahr das wunderbare, erstaunliche, faszinierende Gedichtepos "Fredy Neptune" von Les Murray. Er führt seinen Helden, einen Ende des 19. Jahrhunderts geborenen Deutschaustralier, durch eine wahnwitzige Odyssee und über alle Kriegs- und Friedensschauplätze des 20. Jahrhunderts. Nach 14 Versen ist Fredy schon von Dungog über New York, Messina auf einem deutschen Schlachtschiff per Konstantinopel ins Schwarze Meer unterwegs und erlebt in Trabzon die Verbrennung armenischer Frauen auf offener Straße. Danach ist er nie mehr der alte, bekommt Lepra und durchlebt den Rest seiner rasanten Fahrt, ohne körperlichen Schmerz oder überhaupt etwas spüren zu können, begegnet in Hollywood Marlene Dietrich und in Berlin Adolf H., ist überall der Fremde und kehrt am Ende doch wieder heim...
Für uns Liebhaber der neuen und alten römischen Liturgie sind seine gelegentlichen Begegnungen mit eben derselben interessant: In einer davon schleppt Fredy einen verwundeten Kameraden durch den Dschungel einer indonesischen Insel, schließt sich einem Trupp Marines an und trifft auf ein Bergdorf voll Eingeborener.
Ite, missa est.
Für uns Liebhaber der neuen und alten römischen Liturgie sind seine gelegentlichen Begegnungen mit eben derselben interessant: In einer davon schleppt Fredy einen verwundeten Kameraden durch den Dschungel einer indonesischen Insel, schließt sich einem Trupp Marines an und trifft auf ein Bergdorf voll Eingeborener.
"Zwei junge Kerle boten Ern zu tragen an, daß ich verschnaufen konnte,Wo es nichts zu preisen gibt, wo ein verwundeter Leib rauf und runter, durch Schluchten und MG-Geknatter, durch den "Teepott eines irren Riesen" (L. Murray) geschleppt wird - da singen Pidginsprecher einen lateinischen Hymnus, da offeriert Thomas von Aquin ein Lied für die Stairways to heaven.
weil ich bloß noch so taumelte. Sie packten ihn in eine Hängematte
unter einem Bambusstab, Rohrreifen ringsum, die ihn stützten,
und weiter ging es, meilentief hinab in eine Schlucht
und über eine Flut auf kippeligen Felsenbrocken und geraden Weges wieder
hoch in den Himmel und die Träger sangen Pange lingua gloriosi
in perfektem Takt, Corporis mysterium, das 'ne gewundene Melodie hat,
die grade richtig ist, wenn man zum Himmel aufsteigt..."
Ite, missa est.
Volksfrömmigkeit
"Nein, dann spielen wir nicht. Unsere Lieder passen nicht in die Kirche", soll die örtliche Blaskapelle gesagt haben, als überlegt wurde, die für heute abend geplante "Sommerserenade" der verschiedenen Gesang- und Musikvereine wegen des schlechten Wetters in die Kirche zu verlegen.
Ja, das gibt es noch: Taktgefühl, das schlichte Wissen, was sich gehört - und was nicht.
Ja, das gibt es noch: Taktgefühl, das schlichte Wissen, was sich gehört - und was nicht.
26. Juli 2007
Still, so still
Vor lauter Hausarbeiten (schließlich habe ich Urlaub, das Schlafzimmer war raumausstattungsmäßig schon lange überfällig, und wer konnte wissen, daß unter der Holzdecke ein Kabelwirrwarr herrschte, das sich nur durch eine Gipskartonschicht vernünftig verdecken ließ?) und einer plötzlichen Fahrt "auf Minga" blieb und bleibt es noch bis mindestens Samstag ruhiger als gewöhnlich hier.
24. Juli 2007
Mauriac über die Gnade
Le Blog de Phil beschenkt uns mit einer mp3-Datei und 8 min Originalton von François Mauriac, einem der großen Vertreter des "renouveau catholique".
Nicht erschrecken: Seit einer Kehlkopfoperation hatte Mauriac eine heisere Stimme.
Nicht erschrecken: Seit einer Kehlkopfoperation hatte Mauriac eine heisere Stimme.
21. Juli 2007
Elsaß
Ein paar ausgewählte Eindrücke von drei Tagen Elsaß mit der Allerliebsten:
Völlig hingerissen von der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Obernai: ein großer, neugotischer Bau, in Halbdunkel getaucht - und überall Menschen, oder vielmehr: Bilder und Statuen von Menschen, Erinnerungen und Vergegenwärtigungen von Menschen. Am Hochaltar, in den Kirchenfenstern, den Säulen. In allen Größen und Farben. Über hundert dürften es wohl alles in allem sein. Unmöglich, sich in dieser Kirche allein zu fühlen. Nein, man fühlt sich nicht beobachtet, nein, sondern gehört einfach dazu zu dieser schweigenden Menge, die in ihren Gesten, in ihren Farben, in den Symbolen und Szenen eine Geschichte, eine Erfahrung bekennt. Der schweifende Blick bleibt an Händen hängen, an Gesichtern, wandert weiter, findet etwas zum Festhalten, nimmt einen Schlüssel auf zur Deutung eigener Rätsel, eine Stimmung springt über und bleibt als Samen in einem Herzwinkel, wo sie einmal aufgehen wird. Vorne, ganz vorne der Hochaltar, mit dem golden glimmenden Tabernakel in der Mitte, darüber spitze Türmchen, den beiden Kirchtürmen nachgebildet, die den Blick nach oben leiten, über die Freskenreihe hinaus zum Bild Mariens, und auch da mag man nicht halt machen, sondern wendet den Blick noch höher, ins Gewölbe hinauf.
Hervorragend sortiert die Librarie Kléber in Straßburg, doch ich hatte meinen Glückgriff gleich in den ersten zehn Sekunden getan, in der Ramschkiste vor der Tür: Eine noch unaufgeschnittene Gallimard-Ausgabe von Charles Péguys "Un nouveau théologien", vor sechzig Jahren gedruckt, leicht gebräunt, für 3 Euro 90.
In Colmar führte uns der erste Gang ins Museum Unterlinden, zum Isenheimer Altar. In aller Stille konnten wir uns den Tafeln aussetzen, denn noch waren kaum Besucher da. Die göttliche Pädagogik konnte in Ruhe wirken, wie sie wohl damals auch den Antoniusfeuer-Patienten zugedacht war, die man nach der Aufnahme ins Hospiz erst einmal vor dem Altar ihre Leiden meditieren ließ, vor den Bildern der Menschwerdung, des Todes und der Auferstehung des HErrn.
Völlig hingerissen von der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Obernai: ein großer, neugotischer Bau, in Halbdunkel getaucht - und überall Menschen, oder vielmehr: Bilder und Statuen von Menschen, Erinnerungen und Vergegenwärtigungen von Menschen. Am Hochaltar, in den Kirchenfenstern, den Säulen. In allen Größen und Farben. Über hundert dürften es wohl alles in allem sein. Unmöglich, sich in dieser Kirche allein zu fühlen. Nein, man fühlt sich nicht beobachtet, nein, sondern gehört einfach dazu zu dieser schweigenden Menge, die in ihren Gesten, in ihren Farben, in den Symbolen und Szenen eine Geschichte, eine Erfahrung bekennt. Der schweifende Blick bleibt an Händen hängen, an Gesichtern, wandert weiter, findet etwas zum Festhalten, nimmt einen Schlüssel auf zur Deutung eigener Rätsel, eine Stimmung springt über und bleibt als Samen in einem Herzwinkel, wo sie einmal aufgehen wird. Vorne, ganz vorne der Hochaltar, mit dem golden glimmenden Tabernakel in der Mitte, darüber spitze Türmchen, den beiden Kirchtürmen nachgebildet, die den Blick nach oben leiten, über die Freskenreihe hinaus zum Bild Mariens, und auch da mag man nicht halt machen, sondern wendet den Blick noch höher, ins Gewölbe hinauf.
Hervorragend sortiert die Librarie Kléber in Straßburg, doch ich hatte meinen Glückgriff gleich in den ersten zehn Sekunden getan, in der Ramschkiste vor der Tür: Eine noch unaufgeschnittene Gallimard-Ausgabe von Charles Péguys "Un nouveau théologien", vor sechzig Jahren gedruckt, leicht gebräunt, für 3 Euro 90.
In Colmar führte uns der erste Gang ins Museum Unterlinden, zum Isenheimer Altar. In aller Stille konnten wir uns den Tafeln aussetzen, denn noch waren kaum Besucher da. Die göttliche Pädagogik konnte in Ruhe wirken, wie sie wohl damals auch den Antoniusfeuer-Patienten zugedacht war, die man nach der Aufnahme ins Hospiz erst einmal vor dem Altar ihre Leiden meditieren ließ, vor den Bildern der Menschwerdung, des Todes und der Auferstehung des HErrn.
18. Juli 2007
Traditionalist
Ich habe nichts, was ich nicht empfangen hätte, was mir nicht anvertraut und übergeben worden wäre. Nicht vergraben darf ich's oder für mich bewahren, sondern soll es mir erschließen, es lieb gewinnen in Dankbarkeit und mich in seinen Dienst stellen.
17. Juli 2007
Informationsquellen für Katholiken
Die meisten Katholiken in Deutschland beziehen ihr Wissen über das laufende Kirchengeschehen nicht aus der Diözesanpresse, noch weniger von kath.net oder von zenit.org, sondern aus dem Fernsehen und der Tageszeitung. In meinem Fall ist es das Main-Echo, eine noch nie als klerikal verschrieene Zeitung, die einen Großteil des Rasters liefert, um das sich Gerüchte, Befürchtungen, eigene Erfahrungen, auch hin und da Fakten anlagern. "Aber in der Zeitung steht doch...", so sprechen die real existierenden Fundamentalisten in der katholischen Kirche. Die anderen, echten Fundies sind rar, die gewöhnlichen, mit "moderne Katholiken" etikettierten, laufen einem andauernd über den Weg.
Wenn nun diese Sorte schriftgläubiger Katholiken in ihrem Zentralorgan Sätze liest wie sie Journalist Klaus Erich am letzten Samstag schrieb:
Die Kirche als Bastelstube zum Beispiel, wie sie die etwas Engagierteren aus der Pfarrpraxis kennen: Mach Dir Dein Jesus- und Dein Gottesbild! Kombinier Dir Deine Moral! Wähle Dir Dein Tagesgebet! -- Macht es der Papst nicht genau so? Der soll sich mal nicht so haben und uns Vorschriften machen, wer die "Kommion" verteilt oder welche Lesung wir bei Familiengottesdienst lesen!
Oder daß das Alte höchstens altehrwürdig ist, aber um aller Gottesvorstellungen willen nicht gegenwartsrelevant! Tradition ja, aber nur, wenn wir sie nicht fortsetzen müssen. Früher war früher, und was uns heilig ist, bestimmen wir, oder weniger aggressiv: das ist unsere Sache.
Und natürlich steht alles Alte erst einmal unter Generalverdacht und muß seine Unschädlichkeit erst einmal beweisen - vor dem Gericht des deutschen Katholizismus, jenem blühenden Garten der nachkonziliaren Kirche voller Laienmitbeteiligung und Mündigkeit.
Und was ruft in unserem deutschkatholischen Fundi die Parallelsetzung von "heiliger" Messe und "heiliger" Inquisition wach? Nicht an das Schuldbekenntnis von JPII wird er denken, nicht an die Unterschiede von römischer, spanischer, deutscher und sonstiger Inquisitionen, auch nicht an die Journalisten unseligen Angedenkens, die Vorläufer des Herrn Erich sozusagen, die sich bereitwilligst in den Dienst des nazistischen Kirchenkampfs stellten - um das mittelalterliche, finstere, längst überlebte Rom durch eine Religion für den modernen Menschen, den Zeitgenossen zu ersetzen, sondern er schämt sich wieder einmal für diese altmodische Kirche, in die er hineingeraten ist und aus der er nicht mehr herauskann, und wieder einmal gehört er nicht gerne dazu. Sie ist ihm eine Last, diese Kirche, und nun macht ein deutscher Papst alles noch schlimmer. "Bist nicht auch du einer von den Jüngern dieses Menschen?" - diese Frage trifft ihn genauso wie damals den Simon am Feuer im Hof des Hohenpriesters.
Wenn nun diese Sorte schriftgläubiger Katholiken in ihrem Zentralorgan Sätze liest wie sie Journalist Klaus Erich am letzten Samstag schrieb:
"Es wird immer deutlicher: Der Papst zimmert sich eine Kirche nach seinen Vorstellungen. Und diese sind rückwärts gewandt. 'Was früher heilig war, kann heute nicht schädlich sein', begründet er die Wiedereinführung der lateinischen Messe und begibt sich damit auf äußerst sumpfiges Terrain. Denn als heilig wurde in der Kirche schon so manches bezeichnet - nicht zuletzt die Inquisition, eines der dunkelsten Kapitel der Kirchengeschichte."dann lässt sich mit hoher Sicherheit sagen (und im Gespräch belegen), welche Assoziationen in den katholisch getauften (und praktizierenden) Hirnen ablaufen, und welche nicht.
Die Kirche als Bastelstube zum Beispiel, wie sie die etwas Engagierteren aus der Pfarrpraxis kennen: Mach Dir Dein Jesus- und Dein Gottesbild! Kombinier Dir Deine Moral! Wähle Dir Dein Tagesgebet! -- Macht es der Papst nicht genau so? Der soll sich mal nicht so haben und uns Vorschriften machen, wer die "Kommion" verteilt oder welche Lesung wir bei Familiengottesdienst lesen!
Oder daß das Alte höchstens altehrwürdig ist, aber um aller Gottesvorstellungen willen nicht gegenwartsrelevant! Tradition ja, aber nur, wenn wir sie nicht fortsetzen müssen. Früher war früher, und was uns heilig ist, bestimmen wir, oder weniger aggressiv: das ist unsere Sache.
Und natürlich steht alles Alte erst einmal unter Generalverdacht und muß seine Unschädlichkeit erst einmal beweisen - vor dem Gericht des deutschen Katholizismus, jenem blühenden Garten der nachkonziliaren Kirche voller Laienmitbeteiligung und Mündigkeit.
Und was ruft in unserem deutschkatholischen Fundi die Parallelsetzung von "heiliger" Messe und "heiliger" Inquisition wach? Nicht an das Schuldbekenntnis von JPII wird er denken, nicht an die Unterschiede von römischer, spanischer, deutscher und sonstiger Inquisitionen, auch nicht an die Journalisten unseligen Angedenkens, die Vorläufer des Herrn Erich sozusagen, die sich bereitwilligst in den Dienst des nazistischen Kirchenkampfs stellten - um das mittelalterliche, finstere, längst überlebte Rom durch eine Religion für den modernen Menschen, den Zeitgenossen zu ersetzen, sondern er schämt sich wieder einmal für diese altmodische Kirche, in die er hineingeraten ist und aus der er nicht mehr herauskann, und wieder einmal gehört er nicht gerne dazu. Sie ist ihm eine Last, diese Kirche, und nun macht ein deutscher Papst alles noch schlimmer. "Bist nicht auch du einer von den Jüngern dieses Menschen?" - diese Frage trifft ihn genauso wie damals den Simon am Feuer im Hof des Hohenpriesters.
Fünf Regeln für den rechten Umgang mit dem Motu Proprio "Summorum Pontificum"
In Anlehnung an die und in Abwandlung der fünf Regeln von Father Z. (englisches Original; deutsche Übersetzung), die sich an Anhänger und Freunde der außerordentlichen Form der römischen Liturgie (aka. "alte" oder "lateinische" oder "tridentinische" oder "vorkonziliare" Liturgie oder "Liturgie Pius' V." oder "Liturgie Johannes ' XXIII.") wendeten, hätte es auch fünf Regeln für solche gebraucht, die sich nun beleidigt und mißachtet fühlen. Nun, vielleicht ist es nicht zu spät dafür:
Regel 1: Freuen Sie sich, weil unser liturgisches Leben bereichert worden ist, nicht weil "wir gewinnen". Jeder gewinnt, wenn das Leben der Kirche bereichert wird. Es ist kein Nullsummenspiel.
Regel 2: Seien Sie nicht beleidigt, wenn sich jetzt diejenigen freuen, die es nun vielleicht etwas leichter haben, die ihnen liebgewordene Form der Liturgie zu feiern.
Regel 3: Zeigen Sie Ihre Freude. Damit zeigen Sie, daß Ihnen die Einheit der Kirche wichtig ist - und daß diese Einheit für Sie nicht in der Einheitlichkeit des liturgischen Ritus besteht, sondern im geteilten Glauben, in den Sakramenten der Kirche, und im gemeinsamen Leben als Glieder des einen Leibes Christi.
Regel 4: Überlegen Sie, wie Sie Anhänger der "außerordentlichen Form" der Liturgie in ihren Pfarrgemeinden willkommen heißen können. Laden Sie sie ein, sich mit ihnen in den verschiedenen Aufgaben und Diensten ihrer "Kirche vor Ort" zu engagieren und hören Sie den Erfahrungen dieser Gläubigen zu.
Regel 5: Halten Sie sich an die im Motu Proprio des Papstes aufgestellten Regeln und legen Sie diese im Geist Christi lieber weitherzig als engherzig aus. Sie wissen ja: "Das Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden..." Vielleicht hilft Ihnen die Beschäftigung mit dieser Liturgieform auch, die normale Form der römischen Liturgie vertiefter und noch mehr der Intention des Konzils gemäß zu feiern, wie sie sich in der Liturgiekonstitution findet und in den Schreiben von Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. noch einmal konkretisiert hat.
Regel 1: Freuen Sie sich, weil unser liturgisches Leben bereichert worden ist, nicht weil "wir gewinnen". Jeder gewinnt, wenn das Leben der Kirche bereichert wird. Es ist kein Nullsummenspiel.
Regel 2: Seien Sie nicht beleidigt, wenn sich jetzt diejenigen freuen, die es nun vielleicht etwas leichter haben, die ihnen liebgewordene Form der Liturgie zu feiern.
Regel 3: Zeigen Sie Ihre Freude. Damit zeigen Sie, daß Ihnen die Einheit der Kirche wichtig ist - und daß diese Einheit für Sie nicht in der Einheitlichkeit des liturgischen Ritus besteht, sondern im geteilten Glauben, in den Sakramenten der Kirche, und im gemeinsamen Leben als Glieder des einen Leibes Christi.
Regel 4: Überlegen Sie, wie Sie Anhänger der "außerordentlichen Form" der Liturgie in ihren Pfarrgemeinden willkommen heißen können. Laden Sie sie ein, sich mit ihnen in den verschiedenen Aufgaben und Diensten ihrer "Kirche vor Ort" zu engagieren und hören Sie den Erfahrungen dieser Gläubigen zu.
Regel 5: Halten Sie sich an die im Motu Proprio des Papstes aufgestellten Regeln und legen Sie diese im Geist Christi lieber weitherzig als engherzig aus. Sie wissen ja: "Das Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden..." Vielleicht hilft Ihnen die Beschäftigung mit dieser Liturgieform auch, die normale Form der römischen Liturgie vertiefter und noch mehr der Intention des Konzils gemäß zu feiern, wie sie sich in der Liturgiekonstitution findet und in den Schreiben von Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. noch einmal konkretisiert hat.
16. Juli 2007
Der Dentist als Handwerker
Drei Wochen Urlaub, und den ersten Tag fürs Unangenehme reserviert: Zahnarzt.
Tröstlich, dann die Sicherheit und handwerkliche Geschicktheit wahrzunehmen, mit der das Zweierteam des Dr. med. dent. und seiner Assistentin in 4.5 und 4.6 herumoperiert.
Tröstlich, dann die Sicherheit und handwerkliche Geschicktheit wahrzunehmen, mit der das Zweierteam des Dr. med. dent. und seiner Assistentin in 4.5 und 4.6 herumoperiert.
15. Juli 2007
Mein Freund John Lee

Ich glaube, ich habe die Platte damals gekauft, als R. V. in unsere Clique kam und außer seiner Gitarre noch den Blues und amerikanischen Folk mitbrachte. Die Namen auf der Rückseite sagten mir nichts: John Lee Hooker, Eddie Kirkland, Sylvester Cotton - Blues ist doch Blues, oder nicht?
Zuhause auf Vaters Mono-Plattenspieler stellte sich heraus, daß es zwar Blues war, aber ein völlig anderer. R. spielte Folkblues im Stil von Lightnin' Hopkins oder Big Bill Broonzy, aber aus dem Lautsprecher kam ein schneller, mit dem Fuß gestampfter Rhythmus, eine elektrisch verstärkte, leicht scheppernde Gitarre, die das ewig gleiche Riff wiederholte, mit einem gelegentlichen Solostückchen, eine ungeheuer intensive Stimme, die einen nur stückweise verständlichen Text sang und die ich nie mehr vergaß.
"Four Women in my Life", die erste Aufnahme der Platte wurde für mich zu einer Erleuchtung und John Lee Hooker zum Gefährten durch alle nachpubertären Nöte - einer noch dazu, den ich mit niemandem teilen musste, der allein mir gehörte, der zuverlässig die gleichen Stimmungen von Trost und Trotz, von Liebesleid und -freude besang und weckte.
Mit der Zeit legte ich mir noch mehr von JLH zu: alte und neue Aufnahmen, das berühmte Album mit den Canned Head und der 11:30 min-Version von Boogie Chillen zum Beispiel. Aber gegen "Four Women in My Life", dieses für Hooker letztlich untypische Duo mit Eddie Kirkland, kam kein anderer seiner Songs an.
13. Juli 2007
Weitherzigkeit
"Die Anhänger der tridentinischen Messe sollen damit die Möglichkeit erhalten, ihrer Neigung in der katholischen Kirche nachzugehen – selbst dann, wenn sie zahlenmäßig eine absolute Randgruppe sind." (Matthias Gierth im Rheinischen Merkur)
"Das war und bleibt das entscheidende Defizit der tridentinischen Liturgie: daß sie dem weiterentwickelten Zeit- und Glaubensbewußtsein diametral zuwiderläuft, sich ihm verweigert." (Johannes Röser im Christ in der Gegenwart)
"Wenn wir 'alte' Liturgien haben, brauchen wie um so mehr 'neue'." (Derselbe, ebendort)
"Die sich abzeichende allgemeine Liberalisierung im Umgang mit der tridentinischen Messe ist überflüssig, weil sie letztlich nur kleine Gruppen betrifft. Sie ist obendrein schädlich, weil sie mancherorten zu Verunsicherungen führen wird, die man sich sparen könnte.
Die Liberalisierung ist außerdem ungeeignet, weil sie nicht das Ziel erreichen wird, das man damit offenbar verbindet." (Klaus Nientiedt im Konradsblatt)
"Mir kommt da ein Wort aus dem zweiten Korintherbrief in den Sinn, wo Paulus den Korinthern sagt: 'Unser Mund hat sich für euch aufgetan, Korinther, unser Herz ist weit geworden. In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Herzen. Lasst doch als Antwort darauf… auch euer Herz weit aufgehen!' (2 Kor 6,11-13)." (Benedikt XVI. im Begleitbrief zu Summorum Pontificum)
"Das war und bleibt das entscheidende Defizit der tridentinischen Liturgie: daß sie dem weiterentwickelten Zeit- und Glaubensbewußtsein diametral zuwiderläuft, sich ihm verweigert." (Johannes Röser im Christ in der Gegenwart)
"Wenn wir 'alte' Liturgien haben, brauchen wie um so mehr 'neue'." (Derselbe, ebendort)
"Die sich abzeichende allgemeine Liberalisierung im Umgang mit der tridentinischen Messe ist überflüssig, weil sie letztlich nur kleine Gruppen betrifft. Sie ist obendrein schädlich, weil sie mancherorten zu Verunsicherungen führen wird, die man sich sparen könnte.
Die Liberalisierung ist außerdem ungeeignet, weil sie nicht das Ziel erreichen wird, das man damit offenbar verbindet." (Klaus Nientiedt im Konradsblatt)
"Mir kommt da ein Wort aus dem zweiten Korintherbrief in den Sinn, wo Paulus den Korinthern sagt: 'Unser Mund hat sich für euch aufgetan, Korinther, unser Herz ist weit geworden. In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Herzen. Lasst doch als Antwort darauf… auch euer Herz weit aufgehen!' (2 Kor 6,11-13)." (Benedikt XVI. im Begleitbrief zu Summorum Pontificum)
In St. Blog's Parish aufgelesen
Johnny Cash - mit katholischen Ohren gehört: Ein Text von John McCullen. Sprache: Englisch. (via Anchoress)
Ein hyperoptimiertes Bierglass aus dem Hause Samuel Adams stellt der Daily Eudemon vor:

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Ein hyperoptimiertes Bierglass aus dem Hause Samuel Adams stellt der Daily Eudemon vor:

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Parkplatzprobleme?
So was vor dem Küchenfenster, und wir hätten nicht dauernd das Auto der bösen Nachbarin vor der Nase? (Q: Irgendein St. Blog's Parish Blog)
Offene Kirchen
Fr. Jay nennt uns einen guten Grund, warum ein Pfarrer seine Kirche nicht zuschließen sollte: Man weiß nie, wer zum Beten kommt.
Dort z.B.
Dort z.B.
Glück - aber wo ist es?
"Where is the source of your happiness? Look within yourself." (Die "Do something"-Aufforderung der Erie-Benediktinerinnen.)
"Und wenn du mich fragst: 'Soll ich jenen dort aufwecken oder ihn schlafen lassen, damit er glücklich sei', so würde ich dir antworten, daß ich nichts über das Glück weiß. Aber würdest du deinen Freund schlafen lassen, wenn ein Nordlicht am Himmel stünde? Keiner darf schlafen, wenn er es kennenlernen kann. Und gewiß liebt jeder seinen Schlaf und wälzt sich wohlich darin; du aber entreiße ihn seinem Glück und wirf ihn hinaus, damit er werde." (Antoine de Saint-Exupéry: Die Stadt in der Wüste, Abschnitt 49)
"Und wenn du mich fragst: 'Soll ich jenen dort aufwecken oder ihn schlafen lassen, damit er glücklich sei', so würde ich dir antworten, daß ich nichts über das Glück weiß. Aber würdest du deinen Freund schlafen lassen, wenn ein Nordlicht am Himmel stünde? Keiner darf schlafen, wenn er es kennenlernen kann. Und gewiß liebt jeder seinen Schlaf und wälzt sich wohlich darin; du aber entreiße ihn seinem Glück und wirf ihn hinaus, damit er werde." (Antoine de Saint-Exupéry: Die Stadt in der Wüste, Abschnitt 49)
"Nicht ganz und gar erfunden"
"Aufregend und überraschend" sei es, sagt Michael Jursa von der Universität Wien, zu sehen, daß eine in der Bibel erwähnte Figur eine ganz normale Goldspende an den Tempel von Babylon macht, an einem genau bestimmten Tag. Jursa identifizierte den auf einer (Ton?)Tafel im British Museum erwähnten Einzahler.
Es handelt sich um Nebu-Sarsekim, einen der in Jeremia 39 erwähnten Hauptleute von Nebukadnezar, des Königs von Babel, der im neunten Tag des vierten Monats des elften Jahrs der Herrschaft von Zedekia, des Königs von Juda, Jerusalem eroberte.
Mehr hier. Mit herzlichem Dank und Gruß an Blogleser R.M.
Es handelt sich um Nebu-Sarsekim, einen der in Jeremia 39 erwähnten Hauptleute von Nebukadnezar, des Königs von Babel, der im neunten Tag des vierten Monats des elften Jahrs der Herrschaft von Zedekia, des Königs von Juda, Jerusalem eroberte.
Mehr hier. Mit herzlichem Dank und Gruß an Blogleser R.M.
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