2. August 2011

Papst nur mit Zustimmung der Ehefrau

Arnold Angenendts Buch "Toleranz und Gewalt" mit dem etwas engen Untertitel "Das Christentum zwischen Bibel und Schwert" ist nicht nur lehrreich, sondern durchaus auch unterhaltsam. Zum Beispiel im Kapitel über "Sexualität, Ehe und Kind":

"Das Recht der Frau auf Beischlaf galt den Kanonisten [des Mittelalters; scipio] als so wichtig, daß sie geradezu absurde Beispiele konstruierten: Sollte ein verheirateter Mann zum Papst gewählt werden, bedürfe er der Enwilligung seiner Frau für den bei der Amtsübernahme obligaten Eheverzicht; verweigert die Frau ihre Zustimmung, habe der Gewählte zu verzichten." (S. 172)

Kommentare:

Wolfram hat gesagt…

Nachdem mein Sohn schon beim letzten Konklave laut verkündete, auch sein Papa könne Papst werden, dürfte diese Information für meine Frau doch sehr interessant sein. ;)

Scipio hat gesagt…

Du solltest sie schon mal darauf vorbereiten...

Anonym hat gesagt…

Ich lege dir nahe, zu verzichten. ;)

Die Pfarrfrau (der "Job" reicht)

dilettantus in interrete hat gesagt…

Es ist doch auch so, daß die Ehefrau bei der Diakonenweihe zustimmen muß, Sogar ohne Vollzugsverlust!

Und dann: Eine Frau Küng hätte wohl vieles verhindert - andererseits Herr Ranke hat´s ja auch nicht!