12. Juli 2005

Nachruf auf St. Raphael, Gatow

"Die Gleichgültigkeit wiederum, mit der die Öffentlichkeit reagiert, ist erschreckend, aber verständlich. Man hat andere, wichtigere Sorgen - um den Arbeitsplatz, die Altersversorgung, die eigenen monatlichen Ausgaben. Härte ist gefragt, nur noch der Tag zählt. Egal, ob es um entlassene Kollegen oder um die Auflösung für lebenslang gehaltener Liebesbeziehungen geht: Der Raum, in dem nur wahre Worte möglich sein sollten, wird gar nicht mehr vermißt, und als letzte Wahrheit, durch den Abriß beglaubigt, bleibt das grausig umgemünzte Christuswort 'Laßt die Toten ihre Toten begraben'." ("bat" im FAZ.net)

(Action Item: Nachdenken über die Einrichtung eines deutschen "Catholic Church Conservation"-Blog.)

Kommentare:

Ralf hat gesagt…

Sooft ich Dir inhaltlich zustimme, diesmal nicht. Ich halte nichts von Kirchenbewahrung ohne Gläubige.
wen am Leib Christi Fleisch und Blut fehlt, ist nur das Skelett fehl am Platz.

Scipio hat gesagt…

So ganz aus der Ferne, mit den wenigen Zeitungsberichten, ohne die Gemeinde und die Diözese zu kennen, ohne große Kenntnisse der Theologie, des Kirchenbaurechts, der Architektur etc. ist es schwierig, mehr als nur eine Meinung - wie in "Ein Kerl muß eine M. haben - zu äußern. Also versuche ich mich auf Ausgewähltes-zum-Nachdenken zu beschränken - manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg.
Das Urteil, ob genug Gläubige da waren - ich kann's nicht fällen. Und wie wenige sind schon genug? Wir kennen ja die Rechenmethode des hl. Abraham...