Eigentlich, liebe Freunde und liebe Leser, hatte ich ja ernsthaft vor, hier die 10 Jahre voll zu machen.
Nun hat es sich doch anders ergeben: Das reale, nicht-virtuelle Leben fordert seinen Tribut.
Aber nachdem die Blogozese ja blüht und gedeiht, kommt es auf mich nicht mehr so sehr an wie früher. :-)
Vielleicht zeigt es sich nach einer Weile, daß ich wider Erwarten vom Bloggen nicht lassen kann und daß sich doch wieder Zeit und Energie dafür finden.
Bis dahin freilich wünsche ich allen, den Freunden, den Mitbloggern, den Lesern, den Kommentierern, den gelegentlichen Besuchern, ja sogar (?) den Opfern dieses Blogs viel Segen: Möge Euch alle der HErr begleiten!
Das Schlußlied darf für jetzt Townes van Zandt singen:
31. Oktober 2011
Adieu!
22. Oktober 2011
Für ein Wochenendlied ...
.. reicht es zwischendurch, bevor die (teils unvermeidliche, teils freiwillige) Blogpause weitergeht.
"I hate to go down, hate to go down this lonesome road" - so singt hier Sam "Lightnin" Hopkins irgendwo am Straßenrand sitzend. (OK, OK, ist natürlich gestellt...). Ein Hoch auf alle, die mit uns gehen.
3. Oktober 2011
In the name of the Father and the Son
- die Secret Sisters mit "River Jordan", einem Lied für eine lange Woche, in der sich hier wohl nichts tun wird:
2. Oktober 2011
Chestertonische Antworten
"Would you prefer to be thin?"
GKC: "No. My weight gives us a subject with which to start these questions and answer sessions." ('Cleveland Press,' March 3, 1921.)
"Could you speak louder please"
GKC: "Good sister, don't worry. You aren't missing a thing."
('Chesterton as Seen by His Contemporaries,' by Cyril Clemens.)
1. Oktober 2011
Ein neuer Blog in der Zese
Gerne weise ich auf einen neuen Blog hin und nehme ihn in die Seitenleise auf:
Ecce, ancilla Domini. Auf langes, frohes und gesegnetes Bloggen!
Lebenszeichen und Wochenendmusik
Diese Wochen sind im Außerhalb meiner digitalen Existenz ziemlich turbulent und arbeitsreich. Meine Gedanken sind sonstwo, bestimmt aber nicht bei dem, was sich bloggen ließe.
Die geneigte Leserschaft möge sich für jetzt mit Katzenjammer begnügen, deren neues Album "A Kiss Before You Go" dieser Tage erschien. Anbei das Video zur Single-Auskopplung "I Will Dance (When I Walk Away":
25. September 2011
Ermutigung
"Ich ermutige die Kirche in Deutschland, mit Kraft und Zuversicht den Weg des Glaubens weiterzugehen, der Menschen dazu führt, zu den Wurzeln, zum wesentlichen Kern der Frohbotschaft Christi zurückzukehren. Es wird kleine Gemeinschaften von Glaubenden geben – und es gibt sie schon –, die in die pluralistische Gesellschaft mit ihrer Begeisterung hineinstrahlen und andere neugierig machen, nach dem Licht zu suchen, das Leben in Fülle schenkt. „Es gibt nichts Schöneres, als Christus zu kennen und den anderen die Freundschaft mit ihm zu schenken.“ Aus dieser Erfahrung wächst schließlich die Gewissheit: „Wo Gott ist, da ist Zukunft!“ Wo Gott zugegen ist, da ist Hoffnung und da eröffnen sich neue, oft ungeahnte Perspektiven, die über den Tag und das nur Kurzlebige hinausreichen. In diesem Sinne begleite ich in Gedanken und im Gebet den Weg der Kirche in Deutschland.
Erfüllt von den eindrucksvollen Erlebnissen und Erinnerungen an diese Tage in der Heimat kehre ich nun nach Rom zurück. Mit der Zusicherung meines Gebets für Sie alle und für eine gute Zukunft unseres Landes in Frieden und Freiheit sage ich zum Abschied ein herzliches Vergelt’s Gott.
Der Herr segne Sie alle!"
(Quelle)
Selbstentlarvung - heute mit Christian Weisner
Was war gut am Papstbesuch? - "die Begegnung mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken" (noch vor der Begegnung mit den Mißbrauchsopfern!!!)
Was war schlecht? - Daß er so furchtbar viel nicht gesagt hat.
Wie geht es weiter? - "Jede Gruppe in der Kirche wird sich mit dem Besuch beschäftigen, auch wir von 'Wir sind Kirche'". Sich beschäftigen - schön neutral ausgedrückt. Wo doch die Presseerklärung schon vorab geschrieben war...
Wie darf es nicht weitergehen? -
1. "Ich warne aber davor, dass jetzt konservativ gesinnte Bischöfe die Botschaften des Papstes für sich vereinnahmen und den Dialogprozess damit zu torpedieren versuchen." Auf gut deutsch: Scheiße, daß er sich nicht in unserem Sinn geäußert hat. Aber wehe jedem, der sich gegen uns auf den Papst beruft.
2. "Es wird auch darüber zu reden sein, dass die katholische Kirche mit dem Besuch des Papstes als Staatsgast einen religiösen und politischen Machtanspruch gestellt hat, der so nicht mehr in die Zeit passt."
Man, he just doesn't get it.
Aber eigentlich: Who cares?
(Quelle: FAZ)
24. September 2011
Spamkatholiken

Keine Ahnung, was hinter der jüngsten Linzer Affäre um den abgesetzten Pfarradministrator Skoblicki steckt: Aber wer spammt, scheint mir, hat a priori Unrecht...
Berufung aus kirchengeschichtlicher Sicht
Politically incorrect, ich gebe es ja schon zu. Aber Satire darf doch auch "alles" (K. Tucholsky)
Two men considering a religious vocation were having a conversation. "What is similar about the Jesuit and Dominican Orders? " the one asked.
The second replied, "Well, they were both founded by Spaniards -- St. Dominic for the Dominicans, and St. Ignatius of Loyola for the Jesuits. They were also both founded to combat heresy -- the Dominicans to fight the Albigensians, and the Jesuits to fight the Protestants."
"What is different about the Jesuit and Dominican Orders?"
"Met any Albigensians lately?"
(via Happy Catholic)
23. September 2011
Cooperator Veritatis in patria
Den Papstbesuch verfolge ich nur mit einem viertel Ohr und einem halben Auge - kein Boykott, sondern zu kurze Tage für die alltäglichen Dinge, in denen es ja unsere Beziehung zu Jesus Christus genauso zu leben gilt wie während einer Papstmesse. Für mich besucht Benedikt Deutschland einfach zur falschen Zeit. Auf der anderen Seite: Vielleicht bin ich ja gar nicht Teil der Zielgruppe... Aber wie ich B16 kenne, hat er auch für mich einen Satz im Manuskript.
Wenn ich natürlich jetzt Sätze lese wie:
"Siehe da, dieser Papst ist doch für eine Überraschung gut",
dann freut mich das mescalerohaft. Und dann blitzt hinterm redenden Papst noch das gelangweilte Gesicht der Kanzlerin hervor, die wohl lieber smsen würde, und ich denke mir: Na, da erlebt die Republik dieser Tage tatsächlich Augenblicke der Wahrheit und Geisterscheidung.
Habemus Papam - und was für einen.
20. September 2011
Lobende Erwähnung

Immerhin einen hat der SPIEGEL aufgetrieben, der dem Papst nicht vorschreiben will, was er im Bundestag sagen darf oder soll oder ihm eine Vorgabe macht, sondern sich überraschen lässt.
Es ist Pascal Kober von der FDP, seines Zeichens evangelischer Pfarrer.
"Schön, daß Du nach Berlin kommst"
Auch das ist Ecclesia Germanica! - Danke an Tiberius und das Institut St. Philipp Neri.
18. September 2011
Zombie Time
Die Untoten erscheinen dieser Tage wieder, geben Klopfzeichen, lassen sich in plüschigen Altdamenhöhlen voller Stehrumchen besuchen und murmeln ihre Mantras.
Schlechthin unübertrefflicher Prototyp: Die ungeküsste Dame in Türkis.
Gemeinsamer Abwasch
Eine der schönsten Stellen im Interview von Georg Ratzinger mit der WELT ist diese:
"Welt am Sonntag: Wann haben Sie das letzte Mal abgetrocknet, nachdem Ihr Bruder den Abwasch gemacht hat?
Georg Ratzinger: Das kann ich Ihnen genau sagen. Das war in Pentling nach Weihnachten 2005, als wir in seinem Haus dort zusammen zu Abend gegessen haben. Danach hat mein Bruder gespült und ich habe das Geschirr getrocknet, wie immer.
Welt am Sonntag: Als Papst? Er ist doch im April 2005 gewählt worden!
Georg Ratzinger: Nein, nicht als Papst natürlich. 2004 war er nach Weihnachten gekommen, als Kardinal, und ist dann bis zum 6. Januar geblieben, circa bis Dreikönig 2005. Das war das letzte Mal."
(Kann man sich Joseph Ratzingers großen Antipoden Hans Küng beim Spülen vorstellen? - Eher weniger.)
Katholische Schriftsteller, nicht bei der Arbeit - Folge 9
Bei einem Gesamtkunstwerk, wie es Edith Sitwell war, ist es schwierig, ein Bild aufzutreiben, das sie nicht "bei der Arbeit" zeigt. Umso mehr als es idealerweise nach ihrer Konversion zur Katholischen Kirche, also nach 1955, aufgenommen sein sollte.
Am ehesten kommt dem eine Aufnahme nahe, die sie in herzlicher Konversation mit Marilyn Monroe zeigt. Nathasha Spender berichtet von einer Begegnung in den 50er Jahren, Marilyn war in der Gesellschaft ihres dritten Ehemannes, Arthur Miller, den sie 1956 heiratete. Datieren wir also guten Gewissens die Aufnahme in Dame Ediths katholische Zeit. 
Zehn Kinder zum Tee und eines am Freitag
Dame Edith Sitwell (mehr über sie bei Wikipedia und vielerorts sonst im Web) in einem ihrer Briefe, wie ihn dylan in seinem Blog zitiert:
"I have got a very nice new lunatic -- a lady in Dublin. She has written to tell me that all R.C. priests have lots of illegitimate children -- usually by their 15-year-old nieces. I am replying that I know they have. My own dear confessor often brings round his happy little brood of ten to have tea with me. Four are by his own niece, but he is sadly forgetful about who are the mothers of the rest. There were eleven, but unfortunately he ate one, in a fit of absent-mindedness, one Friday.
Osbert says I must not write this, as it will be published, and people will say (A) that I have no moral sense, (B) that I am flippant; but I reply that it will not be the first, second, or third time that these charges have been brought against me."
"Ich habe es mit einer sehr netten, frischen Verrückten zu tun, einer Dame aus Dublin. Sie schrieb, um mir zu sagen, daß alle katholischen Priester eine Menge unehelicher Kinder hätten, üblicherweise mit ihren 15 Jahre alten Nichten. Ich antworte ihr gerade, daß ich davon weiß. Mein eigener, lieber Beichtvater bringt oft seinen fröhlichen 10köpfigen Nachwuchs zum Tee mit. Vier davon hat er von seiner Nichte, aber erinnert sich traurigerweise nicht an die Mütter der anderen. Eigentlich sind es elf, aber unglücklicherweise aß er eines auf, in einem Anfall von Geistesabwesenheit, an einem Freitag.
Osbert sagt, das dürfe ich nicht schreiben, denn es wird veröffentlicht und die Leute werden sagen, daß ich (A) kein moralisches Gespür habe und (B) frivol bin; ich gebe ihm zur Antwort, daß es nicht das erste, zweite oder dritte Mal ist, daß mir diese Vorwürfe gemacht werden."
Sonntagslied
Das nächste Kapitel im Country-Revival: Die Secret Sisters, ein Oh-So-American Sister Duo, produziert und damit gesalbt von T-Bone Burnett, mit altem und neuem Liedmaterial, in Polka Dots und Blümchenmuster - und sanften, überirdischen Harmonien.
Gibt es etwas Besseres an einem verregneten Sonntagmorgen - außer dem feierlichen Hochamt, versteht sich?
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George Bernard Shaw: "What are your thoughts on Hell?"
G.K. Chesterton: "I regard it as a thing to be avoided."






