14. Februar 2010

SEine Liebe geht unserem Handeln voraus

"Das Christentum ist nicht Moralismus, sondern Glaube an den lebendigen Gott:"

"Es geht nicht darum, dass wir tun, was Gott sich von der Welt erwartet, sondern wir sollen vor allem in dieses ontologische Geheimnis eintreten: Gott gibt sich selbst, sein Wesen – seine Liebe geht unserem Handeln voraus... und da wir mit ihm identifiziert worden sind, können auch wir mit Christus handeln. Die Ethik ist Folge des Seins: Wir sollen einfach unserer neuen Identität entsprechend handeln. Das ist kein äußerlicher Gehorsam, sondern ein Realisieren unseres neuen Seins."

"Die wahre Neuigkeit ist nicht das, was wir tun: Die wahre Neuigkeit ist, was der Herr getan hat. Die Neuigkeit ist, dass wir Glieder seines Leibes sind, Trauben an seinem Weinstock. Die Neuigkeit ist also das große Geschenk – und daraus folgt dann auch ein neues Handeln... Die Neuigkeit ist, dass Gott sich bekannt gemacht und gezeigt hat: Er ist nicht mehr der unbekannte Gott, den man sucht, aber nicht findet. Er hat sich sehen lassen."

"Mission ist nicht eine äußere Sache, die zum Glauben hinzugefügt wird, sondern sie ist die Dynamik des Glaubens selbst. Wer Christus gesehen hat und ihm begegnet ist, der muss zu seinen Freunden gehen und ihnen sagen: Wir haben ihn gefunden, es ist Jesus, der für uns gekreuzigt wurde!"

(Benedikt XVI. am 12. 2. 2010 bei einem Besuch im römischen Priesterseminar - Quelle)

Kommentare:

Ulrich hat gesagt…

Blog gefunden:
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/papst-benedikt-vatikan-ID1264153014174.xml

curioustraveller hat gesagt…

mein protestantischer Kommentar dazu:

Amen!

kunstkitschundkrempel hat gesagt…

Das könnte von Luther sein...

...was wieder mal zeigt, daß die Einheit der Christen nicht von wirklich theologischen Problemen behindert wird.