Der Wolf in der Kutte
Diesmal im Stern. (Danke, Herr G.F.!)
31. Juli 2006
Ambitiös, globalisiert, antinarzisstisch
"In Europa war die Kirche alt geworden und müde und einigermaßen verlottert. Und doch gab es allerorten eine neue spirituelle Suche." (Quelle) Und GOtt erweckte einen Mann, einen Kriegsversehrten, einen Krüppel. Heute feiern wir seinen 450. Todestag.
Möge seine Gesellschaft auch weiterhin Großes tun in der Nachfolge Jesu!
Zur Feier des Tages werde ich jetzt diesen PC ausschalten, einmal mit (möglichst) ganzem Herzen des Ignatius' Lieblingsgebet beten und auf ihn und seine Jungs trinken, allerdings nicht den, sondern das.
"In Europa war die Kirche alt geworden und müde und einigermaßen verlottert. Und doch gab es allerorten eine neue spirituelle Suche." (Quelle) Und GOtt erweckte einen Mann, einen Kriegsversehrten, einen Krüppel. Heute feiern wir seinen 450. Todestag.
Möge seine Gesellschaft auch weiterhin Großes tun in der Nachfolge Jesu!
Zur Feier des Tages werde ich jetzt diesen PC ausschalten, einmal mit (möglichst) ganzem Herzen des Ignatius' Lieblingsgebet beten und auf ihn und seine Jungs trinken, allerdings nicht den, sondern das.
I see a boat on a river
Endlich auch in der neuen Welt: das Priesterinnenboot...
Tim Ferguson beschert uns die passende Hymne:
Endlich auch in der neuen Welt: das Priesterinnenboot...
Tim Ferguson beschert uns die passende Hymne:
Come sit right backIch hätte ja eher an Boney M gedacht, um den Damen die Laune nicht zu verderben.
and you’ll hear a tale,
a tale of some heretics
That started from a Pittsburgh port,
aboard a tiny ship.
The mate was a fan of labyrinths
The skipper was a nun
10 other women were on board
for sacramental fun.
(for sacramental fun)
The liturgy was getting rough,
The litany was long,
Invoking Lilith, Gaia too,
Seemed just a bit too wrong
(though not to Bishop Spong)
The ship set ground in a strange new world,
uncharted heresy
With lesbians and feminists
An acting deacon’s wife
Peace activists
And the rest
Here on Womanchurch Isle
So this is the tale of the priestesses
There here for a long, long time.
They’re sure to make a mess of things
And bitch and moan and whine.
No pope! No men! No canon law
Not a dime to Peter’s Pence!
Like Lollard, Hussites, Bogomils,
They’ve left out common sense.
So join us here each year my friend,
There’s sure to be more fun,
With a hearty shout, “non serviam!
My will, not Thine be done.”
Kneeling Drunkard's Plea
Tja, Mel, daswar ziemlich daneben.
Tja, Mel, daswar ziemlich daneben.
"After drinking alcohol on Thursday night, I did a number of things that were very wrong and for which I am ashamed. I drove a car when I should not have, and was stopped by the LA County Sheriffs. The arresting officer was just doing his job and I feel fortunate that I was apprehended before I caused injury to any other person. I acted like a person completely out of control when I was arrested, and said things that I do not believe to be true and which are despicable. I am deeply ashamed of everything I said. Also, I take this opportunity to apologize to the deputies involved for my belligerent behavior. They have always been there for me in my community and indeed probably saved me from myself. I disgraced myself and my family with my behavior and for that I am truly sorry. I have battled with the disease of alcoholism for all of my adult life and profoundly regret my horrific relapse. I apologize for any behavior unbecoming of me in my inebriated state and have already taken necessary steps to ensure my return to health."(Ach so: Here but for the grace of GOd speak I.)
Nach Kana
Einen Tag nach dem israelischen Angriff auf Kfar Kana, der über 50 Menschen das Leben gekostet hat, linke ich zu Lilas Posting "Es ist schwer".
Bei aller Trauer, bei allen Fragen: Wo blieb die Empörung bei den 1.500 Katjuschas vorher, bei den 150 von gestern, die allesamt auf Zivilisten gezielt waren? Wo blieb und bleibt die Empörung, wenn Terroristen ihre eigenen Volksgenossen als Schutzschilde und mögliche Märtyrer einsetzen? Ja, ist eine Killermiliz wie die Hizbollah eine Naturgewalt, die einfach so über Israel kommt und gegen die es sich nicht zu wehren hat, sondern an die es sich am besten anpassen sollte? Man könnte es immer noch meinen, wenn man deutsche Zeitungen liest und deutsches Radio hört.
Aber wer wird sich an diesen Sommer erinnern, wenn in fünf Jahren eine vom Iran gelieferte Rakete mit A-, B- oder C-Inhalt in Tel Aviv niedergeht? Kurzfristig mag ein Waffenstillstand das einzig Richtige sein, aber nur, wenn er langfristig Israel das Überleben garantiert. (Vergessen wir nicht: den Anlaß zu diesem Krieg gab NICHT Israel!)
Einen Tag nach dem israelischen Angriff auf Kfar Kana, der über 50 Menschen das Leben gekostet hat, linke ich zu Lilas Posting "Es ist schwer".
Bei aller Trauer, bei allen Fragen: Wo blieb die Empörung bei den 1.500 Katjuschas vorher, bei den 150 von gestern, die allesamt auf Zivilisten gezielt waren? Wo blieb und bleibt die Empörung, wenn Terroristen ihre eigenen Volksgenossen als Schutzschilde und mögliche Märtyrer einsetzen? Ja, ist eine Killermiliz wie die Hizbollah eine Naturgewalt, die einfach so über Israel kommt und gegen die es sich nicht zu wehren hat, sondern an die es sich am besten anpassen sollte? Man könnte es immer noch meinen, wenn man deutsche Zeitungen liest und deutsches Radio hört.
Aber wer wird sich an diesen Sommer erinnern, wenn in fünf Jahren eine vom Iran gelieferte Rakete mit A-, B- oder C-Inhalt in Tel Aviv niedergeht? Kurzfristig mag ein Waffenstillstand das einzig Richtige sein, aber nur, wenn er langfristig Israel das Überleben garantiert. (Vergessen wir nicht: den Anlaß zu diesem Krieg gab NICHT Israel!)
30. Juli 2006
"... mich allen Versuchen widersetzt"
[Da ich aktuell in Kirchenschwinden nichts veröffentlichen kann, kommt dieses Posting erst einmal hierher.]
Die Zeitschrift "Gottesdienst" zitiert in Ausgabe 13 vom 6.Juli aus einem Interview der FAZ mit Bischof Claude Dagens von Angoulême:
[Da ich aktuell in Kirchenschwinden nichts veröffentlichen kann, kommt dieses Posting erst einmal hierher.]
Die Zeitschrift "Gottesdienst" zitiert in Ausgabe 13 vom 6.Juli aus einem Interview der FAZ mit Bischof Claude Dagens von Angoulême:
"In Deutschland sollen Hunderte Kirchengebäude aufgegeben werden. Was machen Sie mit Kirchen, die angeblich überflüssig sind?Kontrast: Bei uns widersetzt sich der Pfarrer "allen Versuchen", die Pfarrkirche überhaupt außerhalb der Gottesdienste "offenstehen [zu lassen] und zum Besuch einzuladen". Seit Jahrzehnten. Folgenlos bleibt so etwas nicht; da verkümmert viel in den christlichen Herzen und Köpfen.
In der Charente gibt es viele alte romanische Kirchen, aber auch eine ganze Reihe jüngerer Kirchengebäude. Ich habe mich allen Versuchen widersetzt, eine Kirche zu schließen oder ein Kirchengebäude aufzugeben. Wie die Sakramente, so sind auch die Kirchengebäude Zeichen Gottes unter den Menschen. Auch sie haben eine soziale Dimension. Für die Gläubigen sind die Kirchen Orte des Gebets oder der Besinnung, aber eben nicht nur für sie. Wir setzen alles daran, dass sie so oft wie möglich offen stehen und zum Besuch einladen."
Versprochen ist versprochen...
... und wird auch nicht gebrochen.
Damit ich mich beim Dilettanten und seinem Maxistranten guten Gewissens und bei Gelegenheit wieder blicken lassen darf, habe ich nach unserer gestrigen Late-Night-Session in der Lohrer Innenstadt gleich der beiden Tumbleblog "Heiligenbildchen und Pastoralchemie" verlinkt.
Ein richtig schöner Abend war's, bei angenehmen Gesprächen über die Welt, den lieben GOtt und sein Personal in ihr (incl. der Blogozese), gutem Essen, einer Keiler-Weißen (jedenfalls für den erwachsenen Fußgänger von uns drei), original vom Leben geschriebenen Anekdoten - doch leider ohne den ersehnten Ringlo-Schnaps. Beim nächsten Mal ganz sicher!
... und wird auch nicht gebrochen.
Damit ich mich beim Dilettanten und seinem Maxistranten guten Gewissens und bei Gelegenheit wieder blicken lassen darf, habe ich nach unserer gestrigen Late-Night-Session in der Lohrer Innenstadt gleich der beiden Tumbleblog "Heiligenbildchen und Pastoralchemie" verlinkt.
Ein richtig schöner Abend war's, bei angenehmen Gesprächen über die Welt, den lieben GOtt und sein Personal in ihr (incl. der Blogozese), gutem Essen, einer Keiler-Weißen (jedenfalls für den erwachsenen Fußgänger von uns drei), original vom Leben geschriebenen Anekdoten - doch leider ohne den ersehnten Ringlo-Schnaps. Beim nächsten Mal ganz sicher!
29. Juli 2006
Israelische Alleinstellungsmerkmale
Charles Krauthammer in der Washington Post:
Charles Krauthammer in der Washington Post:
"What other country, when attacked in an unprovoked aggression across a recognized international frontier, is then put on a countdown clock by the world, given a limited time window in which to fight back, regardless of whether it has restored its own security?Die Freunde von Publik Forum lassen die Gutmenschen aus dem Tätervolk direkt mitreden:
What other country sustains 1,500 indiscriminate rocket attacks into its cities -- every one designed to kill, maim and terrorize civilians -- and is then vilified by the world when it tries to destroy the enemy's infrastructure and strongholds with precision-guided munitions that sometimes have the unintended but unavoidable consequence of collateral civilian death and suffering?"
"Halten Sie Israel für berechtigt, gegen Hisbollah und Hamas militärisch so vorzugehen, dass von beiden Terrororganisationen keine Gefahr mehr für das Land Israel ausgeht?Ach ja, Krauthammer fährt fort:
o Ja, auf jeden Fall
o Ja, aber nur, wenn die Zivilbevölkerung absolut geschont wird
o Ja, aber nur, wenn legitime Grenzen und die Zivilbevölkerung geachtet werden
o Ja, aber nur im Rahmen einer UN-Resolution
o Nein, denn das Vorgehen ist kontraproduktiv
o Nein, denn das Problem lässt sich militärisch nicht endgültig lösen
o Nein, denn die eigentlichen Drahtzieher sind der Iran und Syrien
o Nein, denn weder Grenzen und Bevölkerung können dabei wirklich geschont werden
o Nein, auf keinen Fall"
"To hear the world pass judgment on the Israel-Hezbollah war as it unfolds is to live in an Orwellian moral universe. With a few significant exceptions (the leadership of the United States, Britain, Australia, Canada and a very few others), the world -- governments, the media, U.N. bureaucrats -- has completely lost its moral bearings."Zum Schluß nochmal Lila:
"Ich höre in den Nachrichten, daß eine Rakete auf die Wöchnerinnenstation und den Kreißsaal in Nahariya gefallen ist, wo ich Tertia geboren habe. (Auch damals fielen gerade Katyushas, ja ja.) Gut, daß die klugen Leute in Nahariya das gesamte Krankenhaus schon zu Beginn des Krieges in rieisge unterirdische Bunker verlegt haben, so ist niemandem was passiert."
48 auf einen Blick
Alle Päpste seit der Reformation als Hintergrundbild - damit habe ich eben das The-Passion-of-the-Christ-Wallpaper abgelöst. Courtesy of speculative catholic.
Alle Päpste seit der Reformation als Hintergrundbild - damit habe ich eben das The-Passion-of-the-Christ-Wallpaper abgelöst. Courtesy of speculative catholic.
28. Juli 2006
Glücklich und unwissend?
"Dänemark ist glücklichstes Land der Welt".
Hat da nicht ein bekannter Däne vor ein paar Jahren etwas über die "Verzweiflung" geschrieben, die nichts von sich weiß?
"Dänemark ist glücklichstes Land der Welt".
Hat da nicht ein bekannter Däne vor ein paar Jahren etwas über die "Verzweiflung" geschrieben, die nichts von sich weiß?
27. Juli 2006
Der coolste Papst der Welt

Im Gegenzug seine Worte vom vergangenen Sonntag nachlesen, entweder auf deutsch in der Zusammenfassung von kath.net oder auf italienisch und englisch bei Sandro Magister.

Im Gegenzug seine Worte vom vergangenen Sonntag nachlesen, entweder auf deutsch in der Zusammenfassung von kath.net oder auf italienisch und englisch bei Sandro Magister.
"Genau in diesem Augenblick, in diesem Augenblick, in dem der Name Gottes schwer mißbraucht wird, brauchen wir den Gott, der am Kreuz triumphierte , der nicht durch Gewalt, sondern durch seine Liebe siegte. Genau in diesem Augenblick brauchen wir das Antlitz Christi, um das wahre Antlitz Gottes zu erkennen und so dieser Welt Versöhnung und Licht zu bringen. Und so, gemeinsam, mit Liebe, mit der Botschaft der Liebe, mit allem, was wir für die Leidenden in dieser Welt tun können, müssen wir auch das Zeugnis von diesem Gott bringen, des Sieges Gottes genau durch die Gewaltlosigkeit seines Kreuzes.
Lasst uns zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren. Was wir tun können, ist das Zeugnis der Liebe, das Zeugnis des Glaubens zu geben, und vor allem: zu Gott aufzuschreien. Wir können beten! Wir sind gewiß, daß unser Vater den Schrei seiner Kinder hört."
"The King of King comes, the nation rejoices"
Der weiter unten erwähnte Stephen Colbert hat sich vor einiger Zeit auch schon einmal als liturgischer Solotänzer versucht - testweise.
Hier kann man zuschauen. (via Holy Whapping)
Der weiter unten erwähnte Stephen Colbert hat sich vor einiger Zeit auch schon einmal als liturgischer Solotänzer versucht - testweise.
Hier kann man zuschauen. (via Holy Whapping)
4. Blog-Geburtstag
Auf jeden Fall das schönste Geschenk der vergangenen vier Jahre: die Freundinnen und Freunde, die ich durchs Bloggen kennen gelernt habe. Nicht nur mit ihrem Blog-O-Ton, durch Kommentare oder e-Mails, sondern auch - wenigstens teilweise - in persona.
Deo gratias und Danke Euch allen!
(Momentan freue ich mich z.B. auf abendländischen Besuch am Untermain und auf Österreich-Ungarn als Gastland der Buchmesse 2006.)
Auf jeden Fall das schönste Geschenk der vergangenen vier Jahre: die Freundinnen und Freunde, die ich durchs Bloggen kennen gelernt habe. Nicht nur mit ihrem Blog-O-Ton, durch Kommentare oder e-Mails, sondern auch - wenigstens teilweise - in persona.
Deo gratias und Danke Euch allen!
(Momentan freue ich mich z.B. auf abendländischen Besuch am Untermain und auf Österreich-Ungarn als Gastland der Buchmesse 2006.)
25. Juli 2006
Zusätzliche Aufgaben für Brot und Wein
Das bleibt übrig, wenn "wahrhaft Fortschrittliche" über die Eucharistie sprechen:
Katholisches Vollkornbrot gibt es hier.
Das bleibt übrig, wenn "wahrhaft Fortschrittliche" über die Eucharistie sprechen:
"Wir bekennen, dass Jesus Christus (auch) durch die Eucharistie unter uns ist. Das Wie bleibt ein Geheimnis des Glaubens, wie wir es unmittelbar nach den Wandlungsworten aussprechen. Brot und Wein bleiben was sie sind, sie bekommen in unserer Feier die zusätzliche Aufgabe, die Gegenwart Jesu Christi zu bezeichnen."Ganz banal also, kein Grund zu Aufregung, spezieller Aufbewahrung (Wie zweideutig ist eigentlich "in unserer Feier"??) oder Ehrfurchtsbezeigungen ("Tabernakelfrömmigkeit").
Katholisches Vollkornbrot gibt es hier.
Im Anfang war das vernünftige Wort
"Es geht um die Frage, ob das Wirkliche auf Grund von Zufall und Notwendigkeit, also aus dem Vernunftlosen, entstanden ist, ob mithin die Vernunft ein zufälliges Nebenprodukt des Unvernünftigen und im Ozean des Unvernünftigen letztlich auch bedeutungslos ist oder ob wahr bleibt, was die Grundüberzeugung des christlichen Glaubens und seiner Philosophie bildet: In principio erat verbum - am Anfang aller Dinge steht die schöpferische Kraft der Vernunft. Der christliche Glaube ist heute wie damals die Option für die Priorität der Vernunft und des Vernünftigen. Diese Letztfrage kann nicht mehr durch naturwissenschaftliche Argumente entschieden werden, und auch das philosophische Denken stößt hier an seine Grenzen. In diesem Sinne gibt es eine letzte Beweisbarkeit der christlichen Grundoption nicht." (Joseph Kardinal Ratzinger, 2000, zit. nach dem DLF)
"Es geht um die Frage, ob das Wirkliche auf Grund von Zufall und Notwendigkeit, also aus dem Vernunftlosen, entstanden ist, ob mithin die Vernunft ein zufälliges Nebenprodukt des Unvernünftigen und im Ozean des Unvernünftigen letztlich auch bedeutungslos ist oder ob wahr bleibt, was die Grundüberzeugung des christlichen Glaubens und seiner Philosophie bildet: In principio erat verbum - am Anfang aller Dinge steht die schöpferische Kraft der Vernunft. Der christliche Glaube ist heute wie damals die Option für die Priorität der Vernunft und des Vernünftigen. Diese Letztfrage kann nicht mehr durch naturwissenschaftliche Argumente entschieden werden, und auch das philosophische Denken stößt hier an seine Grenzen. In diesem Sinne gibt es eine letzte Beweisbarkeit der christlichen Grundoption nicht." (Joseph Kardinal Ratzinger, 2000, zit. nach dem DLF)
24. Juli 2006
Hinweis auf einen fleißigen Kollegen
Christopher (der personifizierte Ratzinger Fanclub) hat in seinem Blog Against the Grain jede Menge Material zum Krieg gegen Israel zusammengestellt - unter spezieller Berücksichtigung der vatikanischen Reaktionen und der Diskussionen über die Gerechtheit der israelischen Reaktion.
Christopher (der personifizierte Ratzinger Fanclub) hat in seinem Blog Against the Grain jede Menge Material zum Krieg gegen Israel zusammengestellt - unter spezieller Berücksichtigung der vatikanischen Reaktionen und der Diskussionen über die Gerechtheit der israelischen Reaktion.
... a practicing Roman Catholic
Nach seinem öffentlichen Glaubensbekenntnis (nizäno-konstantinopolitanisch und very high speed - bei Petra zu bewundern) legt der US-Comedian Stephen Colbert in Time Out New York nach:
Nach seinem öffentlichen Glaubensbekenntnis (nizäno-konstantinopolitanisch und very high speed - bei Petra zu bewundern) legt der US-Comedian Stephen Colbert in Time Out New York nach:
"TONY: You created The Daily Show religious-satire segment, 'This Week in God.' How do you square your Catholicism with comedy?Ein 2. Interview in der NY Times.
SC: I love my Church, and I'm a Catholic who was raised by intellectuals, who were very devout. I was raised to believe that you could question the Church and still be a Catholic. What is worthy of satire is the misuse of religion for destructive or political gains. That's totally different from the Word, the blood, the body and the Christ. His kingdom is not of this earth."
23. Juli 2006
Zu gründliche Suche
Und immer wieder gibt der Dalai Lama Stoff zum Nachdenken. Am Freitag z.B. bemerkte er knapp in seinem Kalender:
Die Anrede durch GOtt schafft mein "Ich"; indem ich antworte - und sei es noch so implizit, noch so sehr vermittelt durch die geschaffene Welt, noch so sehr gerichtet an ein menschliches "Du", sage ich "Ich". Respondeo, ergo ego sum. Ich antworte, also bin ich. Ich höre eine Stimme, ich spüre eine Berührung, ich sehe ein Gesicht - und werde zu "mir".
Wenn ich gründlich in mir suche, zersplittert mir meine Einheit unter den Fingern. Das Ich unterm Mikroskop ist kein Atom, kein Unteilbares mehr. Wenn ich mich zusammennehme und SEinen Blick erwidere, werde ich zu dem, der ich bin, als den ER mich gemacht, befähigt, gerufen hat.
Und immer wieder gibt der Dalai Lama Stoff zum Nachdenken. Am Freitag z.B. bemerkte er knapp in seinem Kalender:
"Auch bei gründlicher Suche lässt sich kein 'Ich' finden."Nicht sehr verwunderlich, würde ich sagen. Denn wer bin "ich" ohne "Du"?
Die Anrede durch GOtt schafft mein "Ich"; indem ich antworte - und sei es noch so implizit, noch so sehr vermittelt durch die geschaffene Welt, noch so sehr gerichtet an ein menschliches "Du", sage ich "Ich". Respondeo, ergo ego sum. Ich antworte, also bin ich. Ich höre eine Stimme, ich spüre eine Berührung, ich sehe ein Gesicht - und werde zu "mir".
Wenn ich gründlich in mir suche, zersplittert mir meine Einheit unter den Fingern. Das Ich unterm Mikroskop ist kein Atom, kein Unteilbares mehr. Wenn ich mich zusammennehme und SEinen Blick erwidere, werde ich zu dem, der ich bin, als den ER mich gemacht, befähigt, gerufen hat.
21. Juli 2006
Zu Besuch beim Bischof
Heute waren J. und ich zu einem unserer eher seltenen Besuche in der Bischofsstadt. Der erste Gang führte uns in den Dom, der für mich noch nie ein einladender Ort war mit seinen schmucklosen Wänden im Langhaus, der Steinlandschaft von Vierung und chor und dem weißen Stuck.
Aber wir sind ja nicht in der Kirche, um uns wohlzufühlen, sondern um etwas zu lernen und zu sehen, was wir noch nicht wussten oder was wir ohne Wiederholung wieder vergessen.
Meine Lektion heute: der Blick auf den wiederkommenden Herrn (ex oriente!), für den der Bischof seine Kathedra wird freiräumen müssen; ringsum die Zeugen und Heiligen, nur scheinbar unbelebt; die ärgerliche Konkretheit der Schädelknochen der drei Iren Kilian, Kolonat und Totnan, auf denen der Altar ruht; im Halbdunkel neben dem Hauptportal die unscheinbare "Herzogin von Franken" mit ihrem toten Sohn im Schoß - so nahe bei den Menschen, für die sie Verantwortung übernommen hat (wie wir glauben).
Heute waren J. und ich zu einem unserer eher seltenen Besuche in der Bischofsstadt. Der erste Gang führte uns in den Dom, der für mich noch nie ein einladender Ort war mit seinen schmucklosen Wänden im Langhaus, der Steinlandschaft von Vierung und chor und dem weißen Stuck.
Aber wir sind ja nicht in der Kirche, um uns wohlzufühlen, sondern um etwas zu lernen und zu sehen, was wir noch nicht wussten oder was wir ohne Wiederholung wieder vergessen.
Meine Lektion heute: der Blick auf den wiederkommenden Herrn (ex oriente!), für den der Bischof seine Kathedra wird freiräumen müssen; ringsum die Zeugen und Heiligen, nur scheinbar unbelebt; die ärgerliche Konkretheit der Schädelknochen der drei Iren Kilian, Kolonat und Totnan, auf denen der Altar ruht; im Halbdunkel neben dem Hauptportal die unscheinbare "Herzogin von Franken" mit ihrem toten Sohn im Schoß - so nahe bei den Menschen, für die sie Verantwortung übernommen hat (wie wir glauben).
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