28. Februar 2006

"Frömmigkeitspraktische Konkretion" päpstlicher Theologie

Jan-Heiner Tück in der NZZ über Joseph Ratzingers Meditationen über den Leidensweg:
"'Vor der Gestalt des leidenden Herrn endet die Banalisierung des Bösen.' Und mit ihr der verbreitete Unschuldswahn. Die fragwürdige Kunst, es nicht gewesen zu sein, die immer darauf hinausläuft, es andere gewesen sein zu lassen, kommt an ein Ende. Die eigene Schuld aber lässt sich ohne Ausflucht wahrnehmen wohl nur im Licht der Erlösung. Am Kreuz ... hat Gott selbst die Gottlosigkeit des gefallenen Menschen aufgesucht, um dessen Lasten zu tragen und ihn aufzurichten. An die Adresse säkularer Heilslehren formuliert: Wer sich erlösen lässt, ist befreit von dem Zwang, sich selbst erlösen zu müssen."
Realismus

"I have no faith in human perfectability. I think that human exertion will have no appreciable effect upon humanity. Man is now only more active - not more happy - nor more wise, than he was 6000 years ago." (Edgar Allan Poe)
Fasnachtsrätsel

Aus welchem Blog stammt folgendes Zitat?

"In den 46 Tagen der Fastenzeit ... ruhen alle Aktivitäten in diesem Blog. Fast alle ... sind während dieser Zeit in besonderer Weise geistlich beschäftigt, sind auf Exerzitien oder in Klausur«, erläutert der geistliche Leiter P. X.

Zu einem Aufruf an andere katholische Blogger, diesem Beispiel zu folgen, mag sich der Pater nicht durchringen: 'Das wäre ein sinnloses Unterfangen. Die Fastenzeit zu einer Zeit besonderer Reflektion werden zu lassen, versteht sich für Christen von selbst. So vielfältig die Kirche ist, gibt es dazu auch die vielfältigsten Möglichkeiten. Alle werden wissen, wie sie diese Zeit verantwortlich gestalten.'"
"... good for you"



"November 30, 1929 issue of the London Illustrated News. Has a full page article by G.K. Chesterton, a full page Guinness Beer ad, a full page of illustrations (3 pictures) of the Mammoth of Moravia, a full page of illustrations and text on using paraffin in taxidermy etc etc." (From there via Chesterton and Friends)
Heute



Christian Morgenstern: St. Expeditus

Einem Kloster, voll von Nonnen,
waren Menschen wohlgesonnen.

Und sie schickten, gute Christen,
ihm nach Rom die schönsten Kisten:

Äpfel, Birnen, Kuchen, Socken,
eine Spieluhr, kleine Glocken,

Gartenwerkzeug, Schuhe, Schürzen...
Außen aber stand: Nicht stürzen!

Oder: Vorsicht! oder welche
wiesen schwarzgemalte Kelche.

Und auf jeder Kiste stand
»Espedito«, kurzerhand.

Unsre Nonnen, die nicht wußten,
wem sie dafür danken mußten,

denn das Gut kam anonym,
dankten vorderhand nur IHM,

rieten aber doch ohn Ende
nach dem Sender solcher Spende.

Plötzlich rief die Schwester Pia
eines Morgens: Santa mia!

Nicht von Juden, nicht von Christen
stammen diese Wunderkisten -

Expeditus, o Geschwister,
heißt er, und ein Heiliger ist er!

Und sie fielen auf die Kniee.
Und der Heilige sprach: Siehe!

Endlich habt ihr mich erkannt.
Und nun malt mich an die Wand!

Und sie ließen einen kommen,
einen Maler, einen frommen.

Und es malte der Artiste
Expeditum mit der Kiste.

Und der Kult gewann an Breite.
Jeder, der beschenkt ward, weihte

kleine Tafeln ihm und Kerzen.
Kurz, er war in aller Herzen.


II

Da auf einmal, neunzehnhundert-
fünf, vernimmt die Welt verwundert,

daß die Kirche diesen Mann
fürder nicht mehr dulden kann.

Grausam schallt von Rom es her:
Expeditus ist nicht mehr!

Und da seine lieben Nonnen
längst dem Erdental entronnen,

steht er da und sieht sich um -
und die ganze Welt bleibt stumm.

Ich allein hier hoch im Norden
fühle mich von seinem Orden,

und mein Ketzergriffel schreibt:
Sanctus Expeditus - bleibt.

Und weil jenes nichts mehr gilt,
male ich hier neu sein Bild; -

Expeditum, den Gesandten,
grüß ich hier, des Unbekannten.

Expeditum, ihn, den Heiligen,
mit den Füßen, den viel eiligen,

mit den milden, weißen Haaren
und dem fröhlichen Gebaren,

mit den Augen braun, voll Güte,
und mit einer großen Düte,

die den überraschten Kindern
strebt ihr spärlich Los zu lindem.

Einen güldnen Heiligenschein
geb ich ihm noch obendrein,

den sein Lächeln um ihn breitet,
wenn er durch die Lande schreitet.

Und um ihn in Engelswonnen
stell ich seine treuen Nonnen:

Mägdlein aus Italiens Auen,
himmlisch lieblich anzuschauen.

Eine aber macht, fürwahr,
eine lange Nase gar.

Just ins »Bronzne Tor« hinein
spannt sie ihr klein Fingerlein.

Oben aber aus dem Himmel
quillt der Heiligen Gewimmel,

und holdselig singt Maria:
Santo Espedito - sia!
Illusionen und nachillusionärer Realismus

Während die einen - so schwer dürfte ihnen das nicht fallen - sich "endlich zu der Wahrhaftigkeit durchringen, dass es im Neuen Testament und damit in der frühen Kirche das Amtspriestertum nicht gibt"*) und uns sozusagen nach der "Winterstarre der Kirche" einen ewigen Frühling verheißen, kommen von dort, wo eben diese Starre schon lange vergangen sein müsste, ganz andere Töne:

Alice Linsley, seit 1988 Priesterin der Episcopal Church, erklärt ihren Amtsverzicht:

"I renounce my priestly vows because I no longer believe that women should be ordained to the priesthood and because I intend to affiliate with a Christian community that upholds Catholic Orders."
Mehr bei Al Kimels Pontifications.

*) Mindestens Frühlingsverheißer Roland Breitenbach muß sich fragen lassen, was anderes als der Amtsbonus des Weihesakraments ihm letztlich die Position ermöglicht hat, von der aus er jetzt gegen seine Kirche zu Felde zieht.
Innerdeutsche Datumsgrenze

Ohne Martin zu nahe treten zu wollen: Am Rosenmontag die Kirchenrechtsparagraphen für die Bußtage incl. Aschermittwoch zu posten, ist nach einer Partikularnorm der deutschen Bischofskonferenz nur in den (Erz-)Bistümern Hildesheim, Hannover und Berlin erlaubt. Alle andern dürfen das erst in genau 19 Stunden 10 Minuten (von jetzt ab gesehen).

Für mich freilich wird es Zeit, daß der Aschermittwoch und die vierzig Tage des Fastens kommen. "Alles wird besser."

26. Februar 2006

Gesellschaft für Reto

Helvetia Catholica blogens
Alicianisch inspiriert

Bei Martin ein Kommentar von N.E.W.S zur weniger göttlich als alicianisch inspirierten "Bibel in gerechter Sprache".

Sie wird bald vergehen, diese "antidiskriminierende" Übersetzung, die es allen recht machen will - außer dem Wort der Heiligen Schrift, die das "Wort des lebendigen Gottes" ist. Aber bis dahin wird sie jede Menge Unheil anrichten, in Frauenkreisen, alternativen Liturgien, in Meditationskursen und wohl auch in katholischen Messen. Und in einigen unsterblichen Seelen.

Mit Sascha Vetterle kann man da nur mit Offb 22,18f schließen:

"Ich bezeuge jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wer etwas hinzufügt, dem wird Gott die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht. Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und der heiligen Stadt wegnehmen."

25. Februar 2006

Keine Messe, bitte!

Priester, die täglich die heilige Messe feiern wollen, aber nicht dürfen? - Mitten in Deutschland. Und weil es nicht die "verheirateten Priester" mit ihren Frauen sind, sondern ganz normale Priester, gibt es darum auch kein großes Aufhebens.

Eduard Nagel in seiner "zwei Minuten"-Glosse:

"Ein pensionierter Pfarrer erzählt von seinem Kummer. Wo er jetzt im Ruhestand wohnt, würde er gerne in einer nahe gelegenen Kirche öfters die Eucharistie feiern. Er bräuchte dafür weder Mesner noch Ministranten, sondern würde alles selbst herrichten und wieder verräumen. Es sollte keine offizielle 'Gemeindemesse' sein mit allen damit verbundenen Umständen und Verpflichtungen. Man könnte es so organisieren, dass Gläubige, die mit ihm feiern wollen, dazu Gelegenheit haben, also z. B. an bestimmten Tagen zu festen Zeiten oder bekannt gemacht durch Mundpropaganda. Er spricht auch davon, wie wichtig es in seinen Augen ist, dass Menschen Gelegenheit haben, einen Priester persönlich anzusprechen. Er klagt nicht und beschwert sich nicht, aber es ist nicht zu überhören: Er fühlt sich abgeschoben.
(...)

Da sind Priester, die in ganz bescheidener Form Eucharistie feiern möchten, da sind Gläubige, die daran gerne teilnehmen würden, wenn sie die Gelegenheit hätten; da stehen Kirchen die Woche über geistlich kalt und ungenutzt; da gibt es Menschen, die gern einmal in einem Anliegen einen Priester ansprächen; ... Priester-Pensionäre haben ihren Ruhestand verdient und man soll sie nicht ausnützen und überfordern. Aber die Gelegenheit zur Eucharistiefeier und zum Gebet mit anderen Gläubigen ohne großen Aufwand gebührt ihnen. Und der Dienst, den sie damit 'leisten' können, ist keineswegs das Geringste von dem, was Kirche in der Welt von heute zu tun hat, meint
Ihr Eduard Nagel"
Aus einer anderen Perspektive geht das Phänomen eine kirchenrechtliche Dissertation von Peter Fabritz an, die die Tagespost bespricht. Daraus die Situationsanalyse:

"Dass der Priester täglich die heilige Messe feiert, 'zelebriert', ist heute kein fraglos anerkannter Grundsatz. Wer als Priester auf Reisen ist, hat oft nicht unbeträchtliche Schwierigkeiten, in einer Kirche unterwegs eine Zelebrationsmöglichkeit zu bekommen, Kapläne klagten - vor einigen Jahren zumindest noch - über Probleme, wenn sie den Wunsch nach einer täglichen Messfeier einem 'progressiv' eingestellten Pfarrer gegenüber äußerten. Diese jungen Priester stießen geradezu auf Unverständnis, und mancher Prinzipal warf ihnen dann wohl eine 'privatistische' Frömmigkeit vor. Ähnlichen Nöten sind, wenn die Berichte stimmen, pensionierte Priester ausgesetzt. Auch wenn sich glücklicherweise Bischöfe wie der Kölner Kardinal Meisner fast leidenschaftlich dafür einsetzen, ihren Priestern die tägliche Messfeier zu ermöglichen, so bleibt doch erschreckend, dass die Überzeugung vom Wert des täglichen heiligen Messopfers eines Priesters - nicht nur für diesen, sondern für die ganze Kirche! - in weiten Kreisen nicht mehr vorhanden ist. Als der tapfere vietnamesische Kardinal Tuan vor Jahren davon Zeugnis gab, dass ihm in der Gefangenschaft die in biblischer Einfachheit privat gefeierte heilige Messe die größte Hilfe war, wurde er in einem Leserbrief an eine deutsche Kirchenzeitung dahingehend gerügt, dass doch wohl die Eucharistie ohne Gemeinde ein schlimmer Missbrauch sei!"
Neues Kapitel

Tilman Krause in der Welt:

"Keine Frage: Es war richtig, die dänischen Mohamed-Karikaturen auch in deutschen Zeitungen zu drucken. Es war nicht nur richtig und wichtig, es entsprach einem Grundgebot allen journalistischen Tuns - der Chronistenpflicht. Man mußte dem Leser zeigen, worüber geredet und gestritten wird. Da haben Rücksichten auf religiöse Empfindlichkeiten nichts zu suchen. Ebenso richtig ist, daß nach dem nunmehr ausgebrochenen und sehr leidenschaftlich ausgetragenen Streit ein neues Kapitel aufgeschlagen werden muß. Überschrift: Dialog.

Die Frage ist nur: Wer soll, von westlicher, nicht-moslemischer Seite, diesen Dialog führen? Und auch hier kann es eigentlich nur eine Antwort geben: Christen; Menschen, die im christlichen Glauben verwurzelt sind. Nur wer selber religiös fühlt und denkt, kann Menschen verstehen, die religiös gebunden sind - auch wenn es sich da um andere religiöse Bindungen handelt. (...)

Freilich wird auch dem überzeugten Christen Glaubensstärke nicht geschenkt. Vom Evangelisten Markus ist das Wort überliefert: 'Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben.' Schon er hatte erkannt, daß der Unglauben das Primäre ist. Der Sog dieser regressiven Kraft ist wahrscheinlich keinem Christenmenschen fremd. Glaubensgewißheit will immer neu erprobt und erworben sein. Aber hier und nicht in der nihilistischen Versuchung liegt die Arbeit dessen, der ein ganzer, der ein vollgültiger Mensch sein möchte. "
Blogcloud


Von Fingo inspiriert: die Blogwolke. Natürlich, wie Petra bei Fingo kommentiert, nur für englischsprachige Blogs so richtig witzig, aber immerhin besser als gar nichts zu bloggen.

Wenigstens kommen "benedikt" und sein "xvi" gut raus.

24. Februar 2006

Tuae circa nos pietatis viscera

Während es am aktuellen Tagesgebet zum heutigen Apostelfest nichts auszusetzen gibt, hält sein Vorgänger aus dem Römischen Meßbuch ein paar Überraschungen bereit:
Deus, qui beatum Matthiam Apostolorum tuorum collegio sociasti: tribue, quaesumus; ut, ejus interventione, tuae circa nos pietatis semper viscera sentiamus. Per Dominum nostrum.
Was der alte Schott mit "stets die Zärtlichkeit Deiner Vaterliebe gegen uns erfahren" übersetzt, ist im Lateinischen gleichzeitig handfester und philosophischer: Die viscera, die zu erfahren wir zusammen mit dem hl. Matthias bitten, sind vor aller übertragenen Bedeutung die inneren Organe, das fleischliche, pulsierende, geheimnisvoll wirkende Innere, das Herz (vor aller Verweichlichung und aller Verkitschung) - dort, wo das Innerste, der innerste Kern sich befindet. Aus diesem Allerinnersten möge uns nun, so das Tagesgebet, die "tua circa nos pietas" entgegenkommen und erfahrbar werden.

Bei pietas denken wir erst einmal an "Frömmigkeit" - noch so ein degenerierter Begriff, zerschmolzen im Zusammenwirken von Gefühlsreligion und alltäglicher Religionskritik an Betschwestern und ihren Glaubensgenossen. Tatsächlich gebraucht das Lateinische den Begriff erst einmal anders, nämlich als die uns zukommende, als Pflicht aufgegebene rechte Haltung zu den Göttern, den Eltern und Vorgesetzten - und zu GOtt: "Est enim pietas iustitia adversus deos - Es ist nämlich die Pietas Gerechtigkeit gegenüber den Göttern." Diese pietas gilt dann auch umgekehrt, als Fürsorge, als Liebe des Höhergestellten zu seinen Kindern, seinen Anvertrauten - in Anerkennung seiner Verpflichtung ihnen gegenüber

Die aus SEiner Mitte quellende, überfließende fürsorgliche Liebe, die sich uns verpflichtet weiß - die also möge uns heute, und nicht nur heute erfahrbar werden.

Beati Matthiae interventione, auf die Intervention des heiligen Matthias hin. Nun denn, zeig, was du kannst.
Server Servorum Christi

Ein weiteres cooles Meisterstück des Hofnarren von St. Blogs: Das Software-Konsistorium.

23. Februar 2006

Glückwunsch ...

... an Peter zur Wahl von Echo Romeo zur kath.net-Webseite des Monats.

Ehre, wem sie gebührt. (Und uns bitte einen Cartoon als Dein Dankeschön, Peter.)

22. Februar 2006

Attraktive Braut

"... one of the great untold stories of recent decades is the number of adults entering into full communion with the Catholic Church – about 200,000 per year in this country (USA) alone. Among them are distinguished theologians, mainly from Lutheranism and Anglicanism, such as Robert Louis Wilken of the University of Virginia, R.R. Reno of Creighton, Bruce Marshall of Southern Methodist, Douglas Farrow of McGill, Gary Anderson of Notre Dame, and Reinhard Hütter of Duke, to mention only a few.

It is possible that at no time in modern Catholic history since Newman and his friends entered the Church in the mid-19th century have so many distinguished thinkers from Protestant denominations become Catholic. You may be sure that none of them thought he was joining 'this denomination.' They understand themselves to have entered into communion with the Church of Jesus Christ most fully and rightly ordered through time. And they did so with eyes wide open to the problems that have prompted some cradle Catholics to try, fortunately in vain, to turn the Catholic Church into just another denomination." (Fr. Richard John Neuhaus - On the Square)
"Wäre Christus nicht beleidigt worden, gäbe es keine Erlösung."

Bei den ROFTERS, den "Readers of First Things" wirft man einen Blick auf den verspotteten HErrn - und die Lektion, die die Christen daraus lernen (sollten) und - ach so spät erst gelernt haben.

"The caricature and mockery of Christ has continued to this day. Martin Scorsese portrayed Jesus in The Last Temptation of Christ as wracked with doubt and beset with sexual lust. Andres Serrano was funded by the National Endowment for the Arts to portray Jesus on a cross sunk in a bottle of urine. The Da Vinci Code portrays Jesus as a mere mortal who married and fathered children.

How should his followers respond? On the one hand, we are grieved and angered. On the other hand, we identify with Christ, and embrace his suffering, and rejoice in our afflictions, and say with the apostle Paul that vengeance belongs to the Lord, let us love our enemies and win them with the gospel. If Christ did his work by being insulted, we must do ours likewise."
Superlässig im Hause des Herrn

"Wir fassen zusammen: Der Regenbogen wirkt fröhlich, weckt positive Gefühle, lässt sich trefflich auch zum Hosenträger, Hundehalsband, Tassenaufdruck verarbeiten und wird - vor allem in den kommerziellen Neunzigern - zum 'gay territorial marker'". (taz)



Ideal macht er sich auch als Stola, in der sich der Bund Gottes mit Noah mit postmoderner Schöpfungsromantik und Heile-Welt-Sehnsucht ideal verbindet.

Ganz hört es bei mir allerdings dann auf, wenn der promovierte Herr Diakon die Stola nicht schräg, sondern über die linke Schulter senkrecht und lappig nach unten fallen lässt. Gut, daß sie mit ein paar Stichen auf der Schulternaht der Albe festgenäht ist. Meine Sammlung war jedenfalls vor lauter Baumeln und Schaukeln völlig hin und weg.

"Mach dich locker, Alter", spricht da der liberale Kobold hinter meinem linken Ohr, "der Mann ist 10 Jahre älter als du, promoviert und geweiht. Ein bißchen Respekt bitte vor soviel Altersweisheit und Amtsgnade - besonders wenn sie so nett und lässig daherkommt!"

Ich werde es nie lernen - Verstocktheit ist halt eine konservative Hauptsünde.
bildimpuls

"Zeitgenössische Bild-Impulse zum christlichen Glauben" - jede Woche ein neues Kunst-Stück in christlicher Deutung, auch per Newsletter.

21. Februar 2006

HyperPOD

Die katholischste Krawatte der Welt haben die Shriner entdeckt:



Für die Alttestamentarier unter uns gibt es bei eBay vom gleichen Händler eine weitere, ziemlich spaßverderberische Variante: