"Here comes everybody"
Gestern abend fand ich diese Bezeichnung, die James Joyce (oder doch "nur" Richard John Neuhaus) der katholischen Kirche gegeben haben soll, wieder einmal besonders passend: Immerhin outeten sich bei Sabine C. die Herren Hans Christian Ströbele und Klaus Wowereit als Katholiken, wenn auch eher vom Typ "katholisch getauft, immer katholisch".
Aber wer weiß, vielleicht sitzen sie am eschatologischen Hochzeitstisch ein ganzes Stück weiter oben als ich - wenn bei mir nicht gerade nach der Beichte ein sudden cardiac death zuschlägt.
11. April 2005
"Die Erinnerung an die Kraft einer authentischen Religion"
Martin hat auf das Interview von Rüdiger Safranski im Spiegel (hier der Link zur kostenlosen englischen Version) hingewiesen - es ist tatsächlich höchst bemerkenswert:
"Hier versuchte ein Mensch die Verkörperung der Transzendenz über alle Schwierigkeiten hinweg durchzuhalten. Die Botschaft ist die Spiritualität. Die Botschaft ist nicht, eine Moralinstitution zu sein, nicht ein Kraftwerk zur Herstellung von Werten. Das kommt alles danach. Johannes Pauls Botschaft ist: Wir sind nicht ganz und gar von dieser Welt. Wir sind hiesig, aber wir glauben, auch noch in einer anderen Welt zu stehen."
Martin hat auf das Interview von Rüdiger Safranski im Spiegel (hier der Link zur kostenlosen englischen Version) hingewiesen - es ist tatsächlich höchst bemerkenswert:
"Hier versuchte ein Mensch die Verkörperung der Transzendenz über alle Schwierigkeiten hinweg durchzuhalten. Die Botschaft ist die Spiritualität. Die Botschaft ist nicht, eine Moralinstitution zu sein, nicht ein Kraftwerk zur Herstellung von Werten. Das kommt alles danach. Johannes Pauls Botschaft ist: Wir sind nicht ganz und gar von dieser Welt. Wir sind hiesig, aber wir glauben, auch noch in einer anderen Welt zu stehen."
"Dogma ist kein schmutziges Wort"
"Es gibt zwei Sorten Menschen in der Welt: die einen, die wahrnehmen, daß sie Dogmatiker sind, und die Hornochsen."
John da Fiesole verteidigt fröhlich das Recht der katholischen Kirche auf ihre Dogmen.
"Es gibt zwei Sorten Menschen in der Welt: die einen, die wahrnehmen, daß sie Dogmatiker sind, und die Hornochsen."
John da Fiesole verteidigt fröhlich das Recht der katholischen Kirche auf ihre Dogmen.
"If the Church weren't dogmatic, she would be nothing.
(...) John Paul II didn't introduce dogmatism to the Church. It may be true that he reminded some that, without dogma, there is no Church; it may be true that some weren't happy to be told that. But their unhappiness wasn't with dogmatism as such, it was with the specific Catholic dogmas the Pope reminded them of, the same dogmas they've been dogmatically denying."
10. April 2005
Novene
Nachdem - wie soll man sagen? - aus unserer Pfarrgemeinde der Papst spurlos verschwunden und irgendeine Erwähnung Johannes Pauls II. und der baldigen Wahl seines Nachfolgers in den Sonntagsgottesdiensten völlig unterblieben ist, werde ich mich wohl der Novene anschließen, zu der die Schönstattfamilie einlädt.
Nachdem - wie soll man sagen? - aus unserer Pfarrgemeinde der Papst spurlos verschwunden und irgendeine Erwähnung Johannes Pauls II. und der baldigen Wahl seines Nachfolgers in den Sonntagsgottesdiensten völlig unterblieben ist, werde ich mich wohl der Novene anschließen, zu der die Schönstattfamilie einlädt.
Der Unbefangene der Weltkirche
Ein lesenswerter Leitartikel in der FAZ: Patrick Bahners schreibt über die "Freiheit eines Christenmenschen", konkret die des Bischofs von Rom:
Ein lesenswerter Leitartikel in der FAZ: Patrick Bahners schreibt über die "Freiheit eines Christenmenschen", konkret die des Bischofs von Rom:
Heute wird der Papst wieder als Gefangener des Vatikans beschrieben - nun aber als Geisel des eigenen Apparats, gekettet an eine Institution, die die Zeichen der Zeit verkennt. Schon zu Lebzeiten Johannes Pauls II. schilderten Solidaritätsadressen aus dem Schatzkästlein der Absolutismuskritik den Mann guten Willens, dessen Vertrauen in finsterer Absicht mißbraucht wird. Beklagt wird die Isolation, in die sich die Kirche durch rigorose Moralpredigten manövriert habe - als sollten sich die Geister nicht scheiden und wäre nicht jedermann mit seinem Gewissen allein.
Ein verwandtes Trugbild ist die Weltfremdheit der römischen Zentrale - die Ausflucht lokaler Funktionäre, die ihre Usancen nicht auf dem Prüfstand sehen wollen. Der Visitator der Weltkirche mußte Anstoß erregen: als der Unbefangene des Vatikans. Johannes Paul II. wollte nicht einfach hinnehmen, daß in der Bundesrepublik Deutschland die Abtreibung eine sozialstaatliche Leistung ist und die Kirche nur durch Mitwirkung am Scheinestempeln Schlimmeres verhüten könne. Anders hätte er womöglich gedacht, wäre Pius IX. 1870 aus Rom geflohen und hätte das Papsttum wie im Mittelalter bei den deutschen Kaisern Schutz suchen müssen.
Wozu hätte die Kirche ihre Freiheit vom Staat erkämpfen sollen, wenn sie das Geschlechtsleben und das Geschlechterverhältnis nicht anders ansehen dürfte als andere Institutionen? Die Ausreden des allgewaltigen Konformismus stehen dem Papst nicht zu Gebote. Ihn bindet weder Landessitte noch Zeitgeist. Der römische Weltbürger ist ein freier Herr und niemandem untertan, als freier Christenmensch ein Beispiel für alle anderen.
Der gute Kerl
Ulrich Greiner fragt im gleichen Interview später:
Feuerbach ist modern: noch nie war der Gott der Christen so selbstgemacht wie heute.
Daß die Gräßlichkeit einer Kirchengemeinde als Grund des Fernhaltens dient, ist allerdings schon wieder ein Aspekt dieser Zähmung: Kann er mir zumuten, mich zwischen diese Langweiler, Heuchler, Gutbürger, Egoisten, Gotteszähmer zu setzen?
Klar kann ER, und ich merke gelegentlich, daß ER SIch "ex negativo", trotz der langweiligen Predigt, den schläfrigen Gesichtern, den stolpernden Ministranten, trotz meiner schlechten Laune, "blicken lässt", und dann: daß ER mir in diesem kleinen, runden Brotstück noch mehr schenkt als ein kurzes Aufblitzen: SIch selbst.
Ulrich Greiner fragt im gleichen Interview später:
"Was bedeutet Gott für Sie?"Und Andreas Maier:
"Irgendwann habe ich damit angefangen, mir die Verwendung des Wortes Gott zu gönnen. Wenn man sich dieses Wort verbietet, hat man extreme Schwierigkeiten, bestimmte Dinge zu sagen. Aber dass uns der liebe Gott als ein guter Kerl vorgestellt wird, das verüble ich den heutigen Priestern und ihren Predigten in höchstem Maße. Es darf nicht sein, dass wir das Wort Gott nur verwenden, um uns gegenseitig zu versichern,dass wir alle schon irgendwie gut und richtig seien. Ich komme aber als Gläubiger schon deshalb nicht infrage, weil ich die versammelte Kirchengemeinde immer ganz grässlich finde."Der liebe Gott als guter Kerl - wenn er denn wenigsten ein "Kerl" wäre, dann hätte er noch Kontur! Stattdessen sagen wir leichthin: "Er liebt dich, er nimmt dich an, wie du bist" und begnügen uns damit. Dieses ganze dicke Buch, in dem die Gestalt und die Geschichte dieser Liebe beschrieben ist, das lassen wir im Bücherregal stehen, und geben die dünne Essenz weiter, die uns selbst aus "Kommion"-Unterricht und Religionsstunden hängen geblieben ist.
Feuerbach ist modern: noch nie war der Gott der Christen so selbstgemacht wie heute.
Daß die Gräßlichkeit einer Kirchengemeinde als Grund des Fernhaltens dient, ist allerdings schon wieder ein Aspekt dieser Zähmung: Kann er mir zumuten, mich zwischen diese Langweiler, Heuchler, Gutbürger, Egoisten, Gotteszähmer zu setzen?
Klar kann ER, und ich merke gelegentlich, daß ER SIch "ex negativo", trotz der langweiligen Predigt, den schläfrigen Gesichtern, den stolpernden Ministranten, trotz meiner schlechten Laune, "blicken lässt", und dann: daß ER mir in diesem kleinen, runden Brotstück noch mehr schenkt als ein kurzes Aufblitzen: SIch selbst.
Auch eine geistliche Einsicht
Aus einem Interview mit Andreas Maier in der Literaturbeilage der Zeit (März 2005):
Aus einem Interview mit Andreas Maier in der Literaturbeilage der Zeit (März 2005):
Zeit: Sobald in ihren Büchern ein Gedanke, eine These eine gewisse Leuchtkraft gewinnt, fällt der Schatten des Zweifels darüber.
Andreas Maier: Ein Freund von mir, ein Russe, ist kürzlich in ein orthodoxes Kloster eingetreten und sagte mir, sein Ziel sei es, sich für den Ärmsten und Niedrigsten zu halten. Zugleich bestehe darin die größte Gefahr, denn man könne aus diesem Gefühl einen mächtigen Stolz ziehen. Durch diesen Zwiespalt ehrlich hindurchzukommen ist das Problem. Ich kann mir nie sicher sein, ob ich jetzt gerade eitel oder wirklich bei der Sache bin. Das finden Sie auch in meinem Buch: Eine Person wirkt eben noch authentisch, hat eine Wahrheit für sich gefunden, und drei Seiten später ist alles ins Groteske verzerrt. Das Wahrheitsmoment wird ideologisch aufgeladen und führt zu monströsen Konsequenzen.
Zeit: Was bedeutet Eitelkeit: Anderen gefallen zu wollen?
Andreas Maier: Ich kann auch mir selber gefallen, ich kann sogar Gefallen an meiner Erniedrigung finden.
Zeit: Was spricht dagegen, dass ich mir gefalle?
Andreas Maier: Einige der Helden von Kirillow, die gegen den Castor-Transport demonstrieren, tun das nur zum Spaß, aus Selbstgefälligkeit, aus völlig eitlen,nichtigen Gründen. Neulich sah ich ein paar Atomkraftgegner in Uelzen, mit Gitarre, Wollmützen und nackten Füßen bei eisiger Kälte. Das war für mich ein Vexierbild, und ich frage mich: Sind diese nackten Füße jetzt etwas Authentisches, oder steckt dahinter bloß eine demonstrative, nur noch eitle Geste, die sagen will: 'Schaut her, ich bin besser'?
8. April 2005
Ökumenischer Fortschritt (Fortsetzung)
"(kathpress.at) Sydneys anglikanischer Erzbischof Peter Jensen hat die Idee des klassischen Protestantismus für 'weitgehend tot'
erklärt. Der Erzbischof rief in einer Rede vor dem Kirchenrat von New South Wales 'alle Christen' auf, sich mit der römisch-katholischen Kirche in einem 'Protestantismus des Gewissens' gegen den 'säkularistischen Humanismus' als 'gemeinsamen Feind' zusammenzutun. Das Etikett 'Protestantismus' sei passend, so Jensen, solange es für ein 'durch die Bibel geformtes Gewissen' stehe. Der letzte Beweis für das Ende des Protestantismus alter Prägung sei die Hochzeit zwischen dem britischen Thronfolger Prinz Charles und Camilla Parker-Bowles, sagte der anglikanische Erzbischof. Jetzt werde eine königliche Hochzeit wegen eines Papstbegräbnisses verschoben: 'Eine unausweichliche Entscheidung, aber sie markiert das Ende des protestantischen England'. Für Papst Johannes Paul II. fand Jensen nur lobende Worte. Der Papst habe sich gegen jene Kräfte gestellt, vor denen der Protestantismus kapituliert habe: Relativismus, Individualismus und Materialismus. Als 'vornehmste Aufgabe' für Christen nannte er eine gemeinsame Evangelisierung zur 'Füllung des spirituellen Vakuums'. Die Christen seien 'theologisch schwächer und konfessionell gespaltener, als wir es eigentlich sein sollten'." (Newsletter St. Josef)
"Feind" hätte Johannes Paul II. vermutlich nicht gesagt.
"(kathpress.at) Sydneys anglikanischer Erzbischof Peter Jensen hat die Idee des klassischen Protestantismus für 'weitgehend tot'
erklärt. Der Erzbischof rief in einer Rede vor dem Kirchenrat von New South Wales 'alle Christen' auf, sich mit der römisch-katholischen Kirche in einem 'Protestantismus des Gewissens' gegen den 'säkularistischen Humanismus' als 'gemeinsamen Feind' zusammenzutun. Das Etikett 'Protestantismus' sei passend, so Jensen, solange es für ein 'durch die Bibel geformtes Gewissen' stehe. Der letzte Beweis für das Ende des Protestantismus alter Prägung sei die Hochzeit zwischen dem britischen Thronfolger Prinz Charles und Camilla Parker-Bowles, sagte der anglikanische Erzbischof. Jetzt werde eine königliche Hochzeit wegen eines Papstbegräbnisses verschoben: 'Eine unausweichliche Entscheidung, aber sie markiert das Ende des protestantischen England'. Für Papst Johannes Paul II. fand Jensen nur lobende Worte. Der Papst habe sich gegen jene Kräfte gestellt, vor denen der Protestantismus kapituliert habe: Relativismus, Individualismus und Materialismus. Als 'vornehmste Aufgabe' für Christen nannte er eine gemeinsame Evangelisierung zur 'Füllung des spirituellen Vakuums'. Die Christen seien 'theologisch schwächer und konfessionell gespaltener, als wir es eigentlich sein sollten'." (Newsletter St. Josef)
"Feind" hätte Johannes Paul II. vermutlich nicht gesagt.
Ökumenischer Fortschritt
Da, wo einmal die Westminster Confession den Antichrist entdeckte ("There is no other head of the Church but the Lord Jesus Christ: nor can the Pope of Rome in any sense be head thereof; but is that Antichrist, that man of sin and son of perdition, that exalteth himself in the Church against Christ, and all that is called God."), ist nur reines, lauteres Lob zu hören. "The harshest criticism of Pope John Paul II", schreibt Christianity Today, "is coming from American Catholics like Andrew Greeley, Thomas Cahill, and John Cornwall."
Da, wo einmal die Westminster Confession den Antichrist entdeckte ("There is no other head of the Church but the Lord Jesus Christ: nor can the Pope of Rome in any sense be head thereof; but is that Antichrist, that man of sin and son of perdition, that exalteth himself in the Church against Christ, and all that is called God."), ist nur reines, lauteres Lob zu hören. "The harshest criticism of Pope John Paul II", schreibt Christianity Today, "is coming from American Catholics like Andrew Greeley, Thomas Cahill, and John Cornwall."
7. April 2005
Coole Brille
"Bono discovered another facet.
'He had mischief in his eyes as well as godliness,' he says. 'If the Catholic Church is the glam rock of religion, this guy was just the most vivid of performers.'
While they were seated together, Bono noticed the pope staring at him. Concerned that his powder-blue 'fly shades' were an offensive accessory, Bono removed them. When Bono approached to receive the rosary beads, the pope continued eyeing the sunglasses.
'So I asked if he wanted them,' Bono said. 'He not only nodded, but he put them on and made the wickedest smile. It was a great moment for a lot of reasons, and one of them was, I thought, 'We'll be on the front page of every newspaper.' I don't mean me, but our issues. I knew what a picture of the pope in sunglasses was going to do.'
Many photos were taken. None surfaced. 'The Vatican courtiers didn't have the same sense of humor as the pontiff,' Bono said. 'They could imagine the T-shirts. We'll never see those photos.'" (USATODAY.com - Bono recalls pontiff's affection for the poor and cool sunglasses)
"Bono discovered another facet.
'He had mischief in his eyes as well as godliness,' he says. 'If the Catholic Church is the glam rock of religion, this guy was just the most vivid of performers.'
While they were seated together, Bono noticed the pope staring at him. Concerned that his powder-blue 'fly shades' were an offensive accessory, Bono removed them. When Bono approached to receive the rosary beads, the pope continued eyeing the sunglasses.
'So I asked if he wanted them,' Bono said. 'He not only nodded, but he put them on and made the wickedest smile. It was a great moment for a lot of reasons, and one of them was, I thought, 'We'll be on the front page of every newspaper.' I don't mean me, but our issues. I knew what a picture of the pope in sunglasses was going to do.'
Many photos were taken. None surfaced. 'The Vatican courtiers didn't have the same sense of humor as the pontiff,' Bono said. 'They could imagine the T-shirts. We'll never see those photos.'" (USATODAY.com - Bono recalls pontiff's affection for the poor and cool sunglasses)
Der Papst und die Pop-Kultur
Bob Dylan, Bono und U2, B.B. King, Ricky Martin, Jewel, Cleopatra, Eurythmics, Lou Reed und Andrea Bocelli - eine imposante Liste von Popstars, die alle vor JPII spielten. (Quelle: mtv)
Bob Dylan, Bono und U2, B.B. King, Ricky Martin, Jewel, Cleopatra, Eurythmics, Lou Reed und Andrea Bocelli - eine imposante Liste von Popstars, die alle vor JPII spielten. (Quelle: mtv)
"In 1997, John Paul II invited Dylan to perform for him at the World Eucharistic Congress in Bologna, Italy ... After the concert, the pope referenced the singer/songwriter's famous song 'Blowin' in the Wind,' describing Christ as 'the road a man must walk down before they call him a man.'"
Das Herz vom Papst
Manche machen dieser Tage genauso wenig wie vor dem 2. April aus ihren Herzen keine Mördergrube und lassen uns an ihren antirömischen und antipäpstlichen Komplexen teilhaben.
Andere enthüllen nur sprachliche Schwächen, die aber gründlich. Bastian Sick kompiliert einiges im Zwiebelfisch.
Manche machen dieser Tage genauso wenig wie vor dem 2. April aus ihren Herzen keine Mördergrube und lassen uns an ihren antirömischen und antipäpstlichen Komplexen teilhaben.
Andere enthüllen nur sprachliche Schwächen, die aber gründlich. Bastian Sick kompiliert einiges im Zwiebelfisch.
6. April 2005
Haben Sie ihren schon geschrieben?
"Frage nicht, was du, sondern was der Papst..." - oder wie war das noch?
Es ist Wunschzettelzeit in der Kirche, und alle dürfen mitmachen. Aber bitte nicht mehr als zwanzig Zeilen."Was wünsche ich mir vom neuen Papst?"
"Frage nicht, was du, sondern was der Papst..." - oder wie war das noch?
Es ist Wunschzettelzeit in der Kirche, und alle dürfen mitmachen. Aber bitte nicht mehr als zwanzig Zeilen."Was wünsche ich mir vom neuen Papst?"
Kleinbürgerlicher Rächer der Verfolgten und Enterbten
Jetzt schlagen sogar noch die eigenen Landsleute auf ihn ein: Ludwig Hasler rechnet mit dem Kirchencontroller Hans Küng ab.
Jetzt schlagen sogar noch die eigenen Landsleute auf ihn ein: Ludwig Hasler rechnet mit dem Kirchencontroller Hans Küng ab.
Reine Höflichkeit
Ja nee is klar, daß man geladene Gäste nicht brüskieren oder verlegen machen will, schon gar nicht in einem Pontifikalrequiem. Da nimmt auch ein Kardinal in Kauf, daß er vor den gesammelten Trauermienen unserer Politikerklasse nur politisch korrekte Beispiele für den Heldenmut unseres verstorbenen Papstes aufzählt: Der Supermacht USA ins Angesicht widerstehen, wenn sie den Irakkrieg beginnt; Israelis und Palästinenser zu einem gerechten und friedlichen Frieden aufrufen; den Nord-Süd-Konflikt entschärfen und auf eine gerechte Verteilung von Geld und Ressourcen drängen.
Ja nee is klar, daß man bei einem solchen Anlaß nicht unbedingt aus Evangelium Vitae (Nr. 62) zitiert:
Ja nee is klar, daß man geladene Gäste nicht brüskieren oder verlegen machen will, schon gar nicht in einem Pontifikalrequiem. Da nimmt auch ein Kardinal in Kauf, daß er vor den gesammelten Trauermienen unserer Politikerklasse nur politisch korrekte Beispiele für den Heldenmut unseres verstorbenen Papstes aufzählt: Der Supermacht USA ins Angesicht widerstehen, wenn sie den Irakkrieg beginnt; Israelis und Palästinenser zu einem gerechten und friedlichen Frieden aufrufen; den Nord-Süd-Konflikt entschärfen und auf eine gerechte Verteilung von Geld und Ressourcen drängen.
Ja nee is klar, daß man bei einem solchen Anlaß nicht unbedingt aus Evangelium Vitae (Nr. 62) zitiert:
"Mit der Autorität, die Christus Petrus und seinen Nachfolgern übertragen hat, erkläre ich deshalb in Gemeinschaft mit den Bischöfen - die mehrfach die Abtreibung verurteilt und, obwohl sie über die Welt verstreut sind, bei der eingangs erwähnten Konsultation dieser Lehre einhellig zugestimmt haben -, daß die direkte, das heißt als Ziel oder Mittel gewollte Abtreibung immer ein schweres sittliches Vergehen darstellt, nämlich die vorsätzliche Tötung eines unschuldigen Menschen.Ja nee is klar, daß man auch mal schweigen muß.
Kein Umstand, kein Zweck, kein Gesetz wird jemals eine Handlung für die Welt statthaft machen können, die in sich unerlaubt ist, weil sie dem Gesetz Gottes widerspricht, das jedem Menschen ins Herz geschrieben, mit Hilfe der Vernunft selbst erkennbar und von der Kirche verkündet worden ist."
Pontifex
That's why they call him Pontifex, maker of bridges:
"The chairs already laid out in St. Peter's Square will seat President Bush near President Mohammad Khatami of Iran, one of the countries Bush included in his 'axis of evil.'" (Reuters.com)
That's why they call him Pontifex, maker of bridges:
"The chairs already laid out in St. Peter's Square will seat President Bush near President Mohammad Khatami of Iran, one of the countries Bush included in his 'axis of evil.'" (Reuters.com)
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