30. Juni 2011

Sieh und staune!



Viral im Internet sind die "Sleepy Man Banjo Boys" aka die Mazzone-Brüder unterwegs, mit aufsehenerregenden Auftritten u.a. bei David Letterman oder auf dem Kinderbett. Hier spielen sie in einem Music Shop im heimischen New Jersey auf.

Ach ja: Dem Vernehmen nach sind sie zusammengenommen 33 Jahre alt.

RIP

Ins Gebet miteinzuschließen: der heute verstorbene Berliner Erzbischof, Georg Kardinal Sterzinsky.

Neuzugänge in der Blogozese

Alipius begrüßt zwei neue Blogozesanen, was mich daran erinnert, daß mich Leser U. per Kommentar auf ein paar weitere hingewiesen hat.

Ein herzliches und allerfrömmstes Willkommen ergeht also an:
- Cetera tolle (geht ziemlich zur Sache...)
- Papsttreu im Pott (zum Stand des Dialogs an der Ruhr, kommt aber "vonne Emscher")
- Breviarium Roger (u.a. einem Ruf von John Henry Newman nach Laien)
- Passio-Blog (von den Passionisten Süddeutschlands und Österreichs)
- ocist Nachrichten (Kurzes und Knappes von den Zisterziensern)
- b-logos (der erste Vater-und-Sohn-Blog der Blogozese, wenn ich mich nicht irre...)

Und das sind ja mal nur die, von denen ich weiß. Das Blogwesen blüht also, wenigstens katholischerseits, mag das medienethische Impulspapier "Virtualität und Inszenierung" noch so warnend und besorgt und durchaus mit einem gewissen Recht feststellen und fragen:

"Noch entschieden subjektiver und interessengeleiteter ist das, was in den vielen Blogs, Webcommunities, Foren, Chaträumen und anderen Infokanälen und Plattformen wie z. B. Twitter verbreitet wird. Wo dienen diese Phänomene der Informationsfreiheit und dem öffentlichen Meinungsaustausch?" (Nr. 16)

29. Juni 2011

Papae

"Du aber sei in allem nüchtern, ertrage das Leiden, verkünde das Evangelium, erfülle treu deinen Dienst."

So der hl. Apostel Paulus an Timotheus und jeden anderen, der in die Nachfolge der Apostel tritt. Joseph Ratzinger hat sie sich zu Herzen genommen, wie es scheint. Die Gnade GOttes ist an ihm nicht vergeblich gewesen.

Deo gratias und dem Jubilar frohe und dankbare Grüße, zusammen mit meinen Wünschen und meinem Gebet!

Hinweis

"Wenn ihr zu Gott strebt, sorgt dafür, nicht allein zu ihm zu gelangen." (Gregor der Große, zitiert von Papst Benedikt in seiner heutigen Predigt)

28. Juni 2011

iPapa

Das Video des Tages:



und Benedikts erster Tweet war sogar Mashable eine Meldung wert:


26. Juni 2011

Alas, too late!

Die ZEIT rezensiert die frisch erschienene Übersetzung eines Gedichtbandes von Les Murray, ich klicke mich weiter und stelle fest, daß der große katholische Dichter vor einigen Tagen zu einer "Lesereise" im Land war. Zu spät!

So bleiben nur das neue Werk und die Anekdote, die Catharina Koller erzählt:

"»Eine Tatsache ist ein kleiner, kompakter Glaube«, heißt es in dem Gedicht weiter. Denn Fakten seien ja auch nur Versuche, die Welt zu erklären, irgendwann stimmten sie dann doch nicht mehr. Erklärt Les Murray am nächsten Tag am abgeräumten Frühstückstisch. Auf Tatsachen und Theorien setzt er schon lange nicht mehr. Wenn es um Wahrheit geht, vertraut er lieber den Worten selbst, am besten in Gedichtform. »Wenn etwas nicht in ein Gedicht passt, ist es nicht wahr«, sagt er. »Alles, was ich glaube, ist in Gedichten.« Das »Glauben« ist wörtlich gemeint. Les Murray konvertierte vor Jahrzehnten zum Katholizismus, »Zur Ehre Gottes« steht als Widmung in seinen Gedichtbänden – nur im aktuellen nicht. »Und warum wohl?«, fragt Murray wie beim Ratespiel. Richtige Antwort: Es wurde einfach vergessen. Mache aber nix, sagt Murray und kichert. »Gott wird das nicht stören, er hat das ja schon so oft zu lesen bekommen – und weiß es sowieso.«"

Wolfgang Thierse als geistliche Gefahr

Ich bin der ganzen innerkirchlichen Polemik derzeit eher überdrüssig; die Zeit ist mir meistens zu schade und die geistlichen Gefahren, die damit unvermeidlich einhergehen, sind nicht zu verachten.

Aber dann kommt wieder einer wie Wolfgang Thierse und denkt, er müsse den Papst instruieren, was er in der "Hauptstadt der Schwulen und Lesben" sagen müsse. Einer wie Thierse, jener Prototyp des arroganten deutschen Besserwissers, an dessen ach so DDR-authentischem! so ernsthaft-besorgtem! so uneigennützig-belehrendem! Wesen Welt und Kirche genesen sollen.

Und ich muß die Reste meiner Erziehung (Danke, Mama! Danke, Papa!) zusammenkratzen, die mir den öffentlichen Gebrauch von Schimpfworten, die mit A oder S anfangen, bedenkenlos untersagte, um nicht loszurotzen. Stattdessen schlicht und einfach, und im Geiste spirituellen Selbstschutzes: Wolfgang Thierse als öffentliche persona - den ignorier' ich nicht mal. Der andere Wolfgang Thierse, von GOtt geschaffen, von Jesus Christus stellvertreten - mit dem mach' ich was anderes, auch wenn es mir Sünder schwer fällt.

(Und ein dickes Kompliment an den Schreiber jenes Mails an den Herrn Thierse, den Elsa auf ihrem Blog zu Wort kommen lässt.)

25. Juni 2011

Vorabendsong für den Sonntag



Timbuk3 mit dem Lied von der strahlendhellen Zukunft - mein vorsichtiger Beitrag zu Phils Sozialrant-Aktion zu Liedern, die man "mal" gut fand, jetzt aber nicht, weil man über die dortige Gesellschaftskritik hinaus ist. Timbuk3 bleiben so sehr im allgemeinen, und wir sind ja nun "post-Fukushima" und eh schon zukunftsenttäuscht, daß ich es immer noch mag...

Fronleichnam - eine Nachbetrachtung

Der Fronleichnamstag ist für mich nicht nur das Hochfest des eucharistischen Leibes und Blutes Christi, sondern - erlebnismäßig sogar noch mehr - ein Fest des vor Ort existierenden Herrenleibes, der Ortsgemeinde nämlich. Und zwar in all seiner Herrlichkeit und in all ihrem Scheitern, das nicht nur ein schuldhaftes oder erschütterndes ist, sondern erst einmal ein komisches.

Oder wie sonst soll man es finden, wenn sich die Gemeinde exakt bei den Liedzeilen "Kommt her, ihr Kreaturen all und was erschaffen ist, kommt her und sehet allzumal, was da zugegen ist", vom zugegen-seienden Sakrament abwendet, das gerade aus dem Tabernakel geholt wird, und sich ohne Blick zurück, desorganisiert, in lockerster Marschordnung auf den Weg nach draußen macht, wo sie sich zur Prozession aufstellt.

Aufstellt - das ist ein bißchen übertrieben. Eher ist das ein geschwätziges Warten in kleinen Grüppchen alter Bekannter - nicht ganz untypisch auch für die große Kirchenlage in Deutschland. Dialog auf Augenhöhe, und du, lieber Leser, merkst, wie sich hier, in einer ruhigen deutschen Vorortstraße die kirchliche Großwetterlage spiegelt. Eins zu eins spiegelt.

Das famose Wort von der "Augenhöhe" findet seine Erfüllung beim eucharistischen Segen an den Stationsaltären. Da, wo vor ein paar Jahrzehnten noch die anwesende Catholica in die Knie ging, um das Gefälle zwischen göttlicher Gnade und menschlicher, auch erlöster Natur leiblich darzustellen, bleibt man heute unerschüttert stehen. Nein, nicht absichtlich, eher wie abwesend.

Und die Herrlichkeit, wo bleibt die? In die Herzen kann ich nicht schauen. Aber ich denke doch, daß sich mehr an Liebe, an Glauben und Glaubenssehnsucht darin findet als der konservative Schwarzseher in der Regel zugesteht. Vielleicht schweigend, ohne Worte und ohne rechte Sprache, ohne Kraft und Mut zum Ausdruck. Aber eben doch: da.

Eigentlich müsste man dann von den Einzelnen reden, denn sie haben ja alle Namen, haben eine Familie, einen Beruf, stehen in einer oft sehr speziellen Lebensituation, haben ihre besondere Geschichte und eigenen Charakter. Je näher einer hinzoomt, und als Eingeborener, einer vom gleichen Stamm, tue ich das in meiner "eigenen" Prozession, desto weniger lässt sich verallgemeinern.

Eigentlich müsste einer einen Roman schreiben, auch das eine Erkenntnis des Fronleichnamstags, ein großes Gemälde mit vielen "dramatis personae", um das, was sich an so einem Fronleichnamstag in und um eine deutsche Kirche abspielt, in seiner ganzen Zeichenhaftigkeit und Sakramentalität zu deuten: Hier, nicht in Gremien, nicht in Pastoralpapieren, auch nicht in der Blogosphäre, wird der Umbruch in der Kirche Deutschlands fassbar, liegt er in Gesten, Halbsätzen, schleppenden Schritten und wenigen Handbewegungen, in sich auflösenden und verändert weiterlebenden Traditionen vor Augen. Einen Roman bräuchte es, um zu zeigen, daß die Frontverläufe dieses Kampfes anders sind als erwartet. Oft laufen sie mitten durchs Herz und über den Küchentisch. Konservative Helden und progressive Guerilla sind Kämpfer in fremder Sache, jagen das eigene Lager in die gegnerischen Arme. Und der Papst ist weit und Gott fern. Aber ob der - sei's konservative, sei's progressive - Pfarrer auch die grüßt, mit denen er nicht kann, das konstituiert kirchliche Realität. 15 Körnchen Weihrauch entscheiden übers Seelenheil, um's noch stärker zuzuspitzen.

23. Juni 2011

Qualitätsjournalismus bei der Arbeit

Ein schönes Beispiel, daß, warum und wie uns Medien (bzw. die Menschen dahinter) für dumm verkaufen, schenkt uns Joe Carter auf First Thoughts: Seit April 2009 stellt regelmäßig ein Leitmedium bzw. eine Leitagentur fest, daß die Arbeitslosenzahlen in der USA "unexpectedly" steigen.

Tut dies zu meinem Gedächtnis

Ich freue mich über einen Gastbeitrag von Dr. Helmut Müller zum heutigen Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi. Helmut ist promovierter Philosoph und Theologe und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Katholische Theologie der Universität Koblenz-Landau tätig. - Herzlichen Dank!

Helmut Müller
"Tut dies zu meinem Gedächtnis"
Gedanken zu Fronleichnam in einer Gesellschaft von religiös Schwerbehinderten


Als ich vor einiger Zeit zusammen mit meiner Frau eine eucharistische Anbetung hielt, kam mir in den Sinn, wie weit weg in unserer säkularen Zeit ein Verständnis sein muß für das, was wir gerade taten: Wir knien in einem verdunkelten Kapellenraum vor einem mit einem Textil verkleideten Kelch, darin eine runde Scheibe Brot und dem erweisen wir göttliche Verehrung. Ein seltsames Benehmen für einen von kirchlicher Religiösität entwöhnten Zeitgenossen.

Er wird sich fragen: Wieso Brot, ja sogar in der Weise von Knäckebrot? Die erste Antwort ist noch einfach: Brot in der Beschaffenheit von Knäckebrot einfach wegen der langen Haltbarkeit.

Und dann die Einsamkeit des Brotes im Tabernakel? Deshalb, weil irgendwann in einer Meßfeier über dieses Brot von einem geweihten Priester in persona Christi gesagt worden ist: „Das ist mein Leib.“

Warum? Es geschah in einer das letzte Abendmahl vergegenwärtigenden Feier.

Was geschah damals? Jesus nahm Abschied von seinen Jüngern und wählte liturgische Handlungen, die daran erinnern, daß kein Tierkörper und kein Tierblut mehr zur Entsühnung des Volkes des alten Bundes herangezogen werden muß. Denn er begründet mit dieser Handlung einen neuen Bund, der nicht mehr auf der einen Seite einen unzuverlässigen Bundespartner hat, sondern auf beiden Seiten Verläßlichkeit garantiert. Auf der einen Seite Jesus als wahrer Mensch und wahrer Gott, auf der anderen Seite Gottvater. So wie Jesus gehorsam und verläßlich den Auftrag des Vaters erfüllt, wird ein für alle Mal gültige und unüberbietbare Sühne geleistet. Und das nicht in Form „billiger Gnade“, sondern mit der Aufforderung es ihm nachzutun, um für jeden, der gläubig „mittut“, die Sühne „für viele“ für sich wirksam werden zu lassen.

Auch das ist für einen westlich säkularisierten Menschen kaum verständlicher und kann auch durch keine noch so ausgefeilte Korrelation mit säkularen Lebensverhältnissen verständlicher gemacht werden. Eine bleibende Fremdheit dieser sakralen Feier ist nicht aufzuheben. Der westlich säkularisierte Mensch muß lernen, daß er im eigentlichen Sinne ein religiös Schwerbehinderter ist, eine Schwerbehinderung, die immer weiter auch in Kirchenkreise hineinragt. Es führt so weit, daß civilreligiös sozialisierte Zeitgenossen nicht mehr in der Lage sind, Religion und ihre Riten, Reinigung, Opfer, Sühne und Reue betreffend, überhaupt zu verstehen. Der immer mehr gar nicht oder eben nur civilreligiös sozialisierte Zeitgenosse muß Religion regelrecht lernen von Kulturen, in denen sie noch lebendig ist, von Afrika, Lateinamerika oder dem muslimischen Kulturkreis, sozusagen von „heißen“ Religionen, wie sie Rüdiger Safranski einmal genannt hat, oder was auch immer seltener der Fall ist, im eigenen Land von alten Großmüttern. Er braucht jedenfalls ein im besten Sinne des Wortes lebendiges „Milieu divin“, wo Menschen mit Gott noch in ernsthafter gläubiger, ritueller Verbindung leben.

Im Glauben der Christen hat Gott sich in ein solches „Milieu divin“ hineinoffenbart. Er hat sich vor 2000 Jahren in die Handlungsstruktur einer jüdischen Kultfeier hineinbegeben. Im Abendmahlsaal zu Jerusalem ist das offensichtlich von den Anwesenden verstanden worden. Denn es gibt kaum einen Vorgang aus dem Neuen Testament, der so vielfältig und doch so genau überliefert worden ist. Gott hat sich in diese liturgische Handlungsstruktur hinein offenbart und wollte sagen: So bin ich mit Euch, für euch, bei Euch, ja so kann ich sogar heilend und reinigend in Euch sein. Weitere Opfer, seien es Tier- oder Pflanzenopfer, sind nicht mehr nötig. Ich brauche nicht besänftigt noch zum Handeln animiert zu werden durch Eure Opfer. Mein Sohn hat damit ein Ende gemacht. Euer Handeln ist zwar nicht Schall und Rauch. Aber mein Sohn hat alles wieder gut gemacht. Folgt seinem Beispiel, damit ihr nicht in den alten Verhängnissen gefangen bleibt. Entscheidet Euch in dem neuen Bündnis mitzumachen, das er an diesem Abend liturgisch begonnen hat und einen Tag später zum Zeitpunkt, als in der jüdischen Liturgie die Osterlämmer geschlachtet wurden, mit seinem Leben besiegelt hat. Tut all dies zu seinem Gedächtnis. Jede Mitfeier überwindet Raum und Zeit und versetzt in den Jerusalemer Abendmahlsaal.

Jetzt bin ich wieder zurück im abgedunkelten Kapellenraum. Die runde Knäckebrotscheibe, die wesentlich gar keine mehr ist, erinnert an all das und ist geworden was er gesagt hat: Sein Leib. Sie könnte wie ein Icon auf dem Desktop sein, hinter dem sich das verbirgt, wofür das Icon steht. Es wäre schön, wenn meine Gedanken dem Mausklick glichen, mit dem man das Icon öffnet.

21. Juni 2011

Blogblockadenoptionen

Ich stecke momentan in einer Blogblockade und bringe nicht viel zustande. Da bleiben verschiedene Optionen: Ich blogge überhaupt nicht, enttäusche aber die treuen Leser und Besucher dieses Blogs. Oder: Ich öffne den Blog für Gastbeiträge - und tatsächlich ist einer in der Pipeline, ein sehr schöner dazu, der aber erst passend zum Fronleichnamsfest hier erscheint. Oder - drittens - man bloggt einmal, aber wirklich nur einmal den guten alten Blindtext. Das muss nicht unbedingt "Lorem Ipsum" sein, das geht nämlich auch anders:

Bacon Ipsum:
Pastrami sausage pork, shoulder chuck pork loin tenderloin boudin pancetta shankle andouille ham. Spare ribs corned beef jerky, shoulder boudin tri-tip chuck pork flank ground round fatback pig pork chop pork belly andouille. Pancetta rump tri-tip bresaola shankle, sausage bacon ribeye boudin jerky t-bone short loin tail. Flank jerky andouille ...

Liquor Ipsum:
B & b planter's punch bloody aztec glendronach el presidente. Flaming volcano, knockando hiram walker, teacher's; caribou lou french connection martell zombie. Loch lomond: the macallan. Tom collins glenallachie vodka sunrise zombie lime rickey white lady or delilah! Flaming volcano coronet vso nog-a-sake general sherman dewar's scotch whisky tullibardine: canadian mist old fashioned glen keith glenglassaugh. Inchgower lemon split, jose cuervo mojito daiquiri royal bermuda cocktail caridan grog jack and coke!

Beer Ipsum
Pitching Balthazar Infusion Hogshead Gueuze Wort. krug Caramel malt Pokal, Priming Gueuze Cask: Malt Extract. Pitch Bung Salamanzar Anaerobic Yard. Mash Bottom-fermenting Yeast Helle Hops Stange Hoppy, Original Gravity Hydrometer Krug Tun? Pitching Musty Double bock/dopplebock Ethanol or Ethyl Alcohol Final Gravity. Oxygenation Secondary Fermentation Dunkle Dry beer, Sweet. Oxidized; Keg Dortmunder. Flute Cask Racking; Estery.

Oder für den Freitag: Tuna Ipsum
Porbeagle shark European minnow Mexican blind cavefish snubnose eel skipping goby. Fusilier fish. Scissor-tail rasbora longnose sucker bullhead shark. Channel bass river shark walu zebra pleco silverside pencilfish greeneye gray reef shark sweeper fusilier fish. Salmon Australian prowfish lightfish molly false brotula channel bass electric eel, duckbill eel pricklefish stickleback. Silver carp, silver hake longjaw mudsucker bandfish elver. Electric stargazer spookfish pelagic cod Alaska blackfish flashlight fish sand tilefish; Chinook salmon yellowfin tuna: Red whalefish!

Dem Misanthropen zur Antwort


(von Nina Paleys Mimi and Eunice-Blog)

18. Juni 2011

Der gute Witz zum Wochenende



(Hat tip to Fr Tim Finigan)

Als die Welt noch halbwegs in Ordnung war...

Was waren das Zeiten, als ein Eckermann noch zu einem Goethe sagen konnte:

"Aber es ist keine Kunst geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat." (29. November 1826)

Wow.

Klassik ist ja nicht so meins, aber was die 11 Jahre alte Jackie Evancho in einem der Tiny Desk Concerts des National Public Radio vollbringt, ist "absolutely amazing." (Ein herzliches Dankeschön an den Blogger von Doppelstopp fürs Mitteilen.)

16. Juni 2011

Kirche im Web

Bloggende Konvertiten, katholische Online-Aktivisten, twitternde Bischöfe - all das gibt es nun nicht mehr nur in der Wirklichkeit, sondern auch schwarz auf weiß, als Buch von Brandon Vogt.

Dem Posting von Elizabeth Scalia entnehme ich auch den Hinweis auf einen Beitrag des Center for Applied Research in the Apostolate, das sich die Häufigkeit des Suchbegriffs "Catholic" bzw. "Katholische" angesehen at. Niedergang, Niedergang. Wenigstens bei Google...

14. Juni 2011

Zurück im Jahreskreis

Nachdem die 2. deutsche Reformation fürs erste abgesagt ist, bleibt Zeit fürs Wichtige: Du sollst den HErrn, deinen GOtt lieben etc.

Kleine Lektüreempfehlung zur Beruhigung hier.

13. Juni 2011

Spiritualitätshopping

Wenn ich Meldungen wie diese von der "Dialogpredigt" der Patres Grün (OSB), Painadath (SJ) und Rohr (OFM) lese, muß ich immer an eine Bemerkung denken, die ich einmal in einem Buch über den Blues las: Die schwarzen Blues-Sänger spielten, entwickelten, perfektionierten ihren Stil über Jahrzehnte hin: sei es nun der Chicago-, Detroit-, Delta- oder einer der Eastcoast-Blues-Stile. Als beim Blues-Revival die jungen Weißen kamen, spielten sie sich in ein paar Jahren durch mehr verschiedene Blues-Arten durch als ihre Vorbilder je beherrschten. Zur Meisterschaft brachten es nur wenige.

Spiritualitätshopping, Frömmigkeits-Mashups ohne Selbstverpflichtung, oberflächliches Hineinriechen statt ein konsequentes Sich-Hineingeben - das sind die Assoziationen und Ängste (ja: Ängste), die mir da hochkommen. Im Glauben gibt es kein Als-ob, schon gar keines für'ne knappe Stunde.

Oder hatten Franz, Ignaz, Bene, Dominik eine Wahl - nach ihrer Wahl?

12. Juni 2011

Goodness gracious, das Pfingstlied

- natürlich "tongue in cheek". Aber das Posten der Pfingstsequenz überlasse ich traditionell anderen, besser geeigneten Blogozesanen...

Wir Pharisäer

Weil woanders über "Pharisäertum" gesprochen wird und es so klingt, als sei das eine spezielle Sünde "der anderen", sei ein Zitat von Sören Kierkegaard erlaubt:

"Der Pharisäer ist der Heuchler, welcher sich selbst betrügt und Gott betrügen möchte, der Zöllner der Aufrichtige, der von Gott gerechtfertigt wird.

Indes, es gibt auch eine andre Art von Heuchelei, Heuchler, welche dem Pharisäer gleichen, hingegen zum Vorbild den Zöllner gewählt haben, Heuchler, die, nach dem Wort der Schrift über den Pharisäer, 'sich selbst vermessen, daß sie fromm sind und andere verachten', indessen sie doch ihre Gestalt dem Zöllner gleich bilden, scheinheilig weit von ferne stehen, anders als der Pharisäer, der stolz den Blick gen Himmel kehrte , scheinheilig seufzen 'Gott sei mir Sünder gnädig', anders als der Pharisäer, der stolz Gott dankte, daß er fromm sei - Heuchler, welche, gleich wie der Pharisäer gotteslästerlich in seinem Gebete sprach 'ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie der Zöllner', scheinheilig sprechen: ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie dieser Pharisäer.

Ach ja, freilich, es ist so: das Christentum kam in die Welt und lehrte Demut, aber nicht alle lernten Demut vom Christentum, die Heuchelei lernte die Maske ändern und blieb die gleiche, oder noch richtiger: ward noch ärger."
(zitiert nach: Die Krankheit zum Tode : Der Hohepriester - der Zöllner - die Sünderin.- 4. Aufl.- Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 1992, S. 148 - Absätze von mir)

Wie Goethe schon sagte:

"Sehe jeder, wie er's treibe,
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, daß er nicht falle!"

Erfahrung des Geistes

"Nicht die Enthusiasten, sondern die echten Martyrer sind der geistliche Ort, an dem, wie immer, so heute, die Erfahrung des Geistes in der Kirche Christi am authentischsten gemacht werden kann." (Hans Urs von Balthasar: Theologik III: Der Geist der Wahrheit.- Einsiedeln: Johannes, 1987, S. 355)

Pfingstgedanken zur deutschen Kirchenspaltung

Ist er jetzt rechtzeitig zum Pfingstfest sichtbar geworden, der Elefant im Coenaculum? Gibt es eine Verschwörung, ein Bündel abgesprochener Aktivitäten, um eine Neue Deutsche Reformation zu lancieren? - Weder zum Cusanuswerk, zum Kreis der Generalvikare oder zu den Memorandisti gehörig noch mit speziellen Verbindungen zu kurialen oder sonstwie exklusiven Informationsquellen warte ich geduldig ab, was die nächsten Tage und Wochen an Dementis und Spekulationen bringen werden.

Selber hatte ich hier im Blog ja auch schon von einer unterirdischen Spaltung in der hiesigen Kirche gesprochen, einem tiefen Riß, der schon die Essentials betrifft: nicht mehr nur unterschiedliche pastorale Optionen oder Ansätze für den Dialog mit der modernen Welt (whatever this may mean), nicht nur Erleichterungen für den Eucharistiegang konfessionsverschiedener Ehen oder wiederverheirateter Geschiedener, sondern das Credo selbst. Und oft genug dachte oder schrieb ich: Na, wenn Ihr schon denkt, fühlt und agiert wie liberale Protestanten, dann geht doch! Wenn Ihr Euch weiter katholisch nennen wollt, aber ohne Papst und Weihrauch, dann werdet alt-katholisch (alt, so wie in neo :-)).

Je länger ich allerdings darüber nachdenke, desto weniger bin ich überzeugt, daß diese Reaktion die richtige ist. Ein paar Gründe will ich hier aufschreiben, ganz im Geist des heutigen Hochfestes:

Die Einheit der Kirche, die Jesus im Hohepriesterlichen Gebet von SEinem VAter erbittet, ist nicht die des jeweiligen Restes, der nach der je letzten Abspaltung zurückgeblieben ist. Es ist die aller, für die ER sein Leben hingab, aller, die an IHn glauben. Jede Spaltung verletzt den Leib CHristi, den HErrn selber. Und wie könnte ich das ersehnen.

Jede Abspaltung, jede Abwanderung macht den Rest nicht heiliger. Keinen Deut. Eher im Gegenteil: Die Versuchung des Pharisäismus, der erzkatholischen Überheblichkeit ("Smugness is the Great Catholic Sin." - Flannery O'Connor)wird nur noch stärker und wer weiß, wie viele von "uns" ihr zum Opfer fallen.

Jeder, der die Kirche verlässt, nimmt etwas Unersetzliches mit. Als Einzelner das Geschenk, das SEine Liebe für die Kirche gewesen wäre. Als Gruppe ein bestimmtes Charisma, eine bestimmte Perspektive, die die Catholica nur nach schwerem Ringen wieder sich aneignen kann. (Oder wie sieht es denn aus mit der "Freiheit des Christenmenschen"? Ist sie wieder ganz - auch -die unsere geworden?)

Jede neue, große Kirchenspaltung in Deutschland wird unermessliches Leid bringen. Der HErr mag gekommen sein, Feuer zu werfen und Spaltung zu bringen um SEinetwillen: zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Herren und Knechten. Daß wir uns entscheiden für IHN und SEinen Willen: Keine Frage. Aber machen wir uns doch nichts vor: Wir selber sind nicht die Sündenlosen, die SEin Feuer, SEine Spaltung bringen an den Tisch anderer. Da ist immer viel von unserer eigenen Menschlich-Allzu-Menschlichkeit drinnen. Jedes Nein zum Lehramt ist immer auch ein Nein zur Person eines konkreten Papstes. Und ich würde denken, daß Benedikt der Demütige nur allzu gut darum weiß.

Wer kann vernünftigerweise wollen, daß wir Katholiken Deutschlands, die linken wie die rechten, die orthodoxen wie die orthopraktischen, die progressiven wie die konservativen, in den nächsten 10, 20, 30 Jahren nichts anderes tun als die Prioritäten zu ignorieren: "Das wichtigste ist: Höre Israel, der Herr unser Gott ist der einzige Gott. Liebe GOtt den Herrn aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele, mit all deinem Verstand und mit all deiner Kraft. Das zweitwichtigste ist: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Kein Gebot ist wichtiger als diese beiden." (Mk 12, 30f)?

Mit Furcht und Zittern sollten wir sehen, wie sich die Dinge ereignen werden, die wir - ich, Sie, Du - nicht beeinflussen können. Und mit Furcht und Zittern und einem Flehen, so laut wie das unseres HErrn selber, sollten wir vor IHN treten. Beten sollten wir für die Protagonisten dieses Kampfes, der vielleicht (hoffentlich um der Liebe Christi selber willen nicht) unvermeidlich ist - und für alle, die ihm zum Opfer fallen. Zu martialisch? - Mag sein. Aber wenn ich sehe, wie viele schon im aktuellen Umbruch - von der Volkskirche zur Minderheitenkirche - innerlich scheitern, fallen, sündigen, die Orientierung verlieren, dann wird mir jetzt schon schlecht, wenn ich an die casualties eines innerkatholischen Kirchenkampfes denke.

Wer von uns in dieser Lage nicht alles tut, um zu retten, was zu retten, wer nicht erträgt, was irgendwie gerade noch zu ertragen ist - ich glaube, der hat das Gleichnis vom Weizen und dem Unkraut nicht verstanden. Der vergisst, daß auch er zum Unkraut gehören könnte. Das heißt nicht, daß wir jetzt still sitzen und schweigen, daß wir nicht treu zum Papst und zu den Bischöfen stehen. Sehr wohl aber sollte alles, was wir denken, tun, sagen, um seine menschlichen Unvollkommenheiten wissen. Und das Gericht sollten wir dem überlassen, der uns alle im Lichte SEiner Gerechtigkeit, die mit SEiner Barmherzigkeit in eins fällt, beurteilen wird. Einstmals. Bald.

Schöne und gesegnete Pfingsten ringsum!

Die Kraft zur größeren Liebe

"Was uns so entsetzlich auf die Seele fallt, ist dies vor allem, dass wir das Erstarrte, Verkrampfte, Altmodische und Hinterwäldlerische im äußeren Gebaren der Kirche so scharf durchschauen und so bitter am eignen Leib und am Leibe des Herrn vor allem verspüren. Der Geist der Freiheit, des Vertrauens, der Weite, der Liebe und Größe ist durch diesen alten Klüngel und Krimskrams gehemmt - nicht nur das, sondern manchmal in Fesseln geschlagen und in eine lebens- und glaubenstötende Zwangsjacke gebannt. - Aber wir wollen nicht nörgeln. Was siegt, ist die Kraft zur größeren Liebe ... Und die größere Liebe wird auch die Kraft zur inneren Reform (Erneuerung) der hl. Kirche finden.“ - So Karl Leisner 1938 in seinem Tagebuch. (Quelle)

Veni, Creator Spiritus!

11. Juni 2011

Musik am Samstag morgen

Egal, ob das jetzt jahreszeitlich passt oder nicht: Hier und heute darf die wundervolle Tara Nevins ihr "Snow Bird" singen. "To ease my weary mind."



(Taras neues Album "Wood and Stone" ist damit natürlich ebenfalls herzlich empfohlen.)

Schnappschuß aus der konkreten Kirche

"Ihr ertragt es ja bereitwillig, wenn einer daherkommt und einen anderen Jesus verkündigt als ich oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, der zu dem, den ihr durch mich empfangen habt, nicht paßt, oder wenn ihr ein anderes Evangelium annehmt, als ich es gepredigt habe." (Paulus im 2. Brief an die Korinther, 11, 4 - Übs. Berger/Nord)

7. Juni 2011

Flucht aus der konkreten Kirche?

Der Herder-Verlag veröffentlicht aktuell einzelne Aufsätze von Karl Rahner als separate Büchlein. "Kirche der Sünder" heißt eines, das im Frühjahr 2011 erschien und das einen Aufsatz aus der frühen Nachkriegszeit in den aktuellen Kontext stellt.

In ihrer Nüchternheit, ihrem beharrlichen Nachfragen und Ringen um eine klare dogmatisch begründete Sicht und in ihrer Kirchenliebe sind die knapp 50 Seiten des Aufsatzes sehr lesenswert. Von Kardinal Lehmann stammt das kurze Vorwort; Albert Raffelt und Andreas Batlogg sj haben das gründliche Nachwort verfasst.

"... diese Kirche in ihrer Konkretheit ist die Kirche, die einzige Kirche, die Kirche Gottes und seines Christus, die Heimat unserer Seelen, der Ort, an dem allein wir den lebendigen Gott der Gnade und des ewigen Heils finden. Denn diese Kirche ist mit Christus und dem Geiste Gottes eines - unvermischt , aber ungetrennt. Es gibt aus dieser Kirche keine Flucht, die zum Heil sein könnte. Man kann in seine unverbindliche Privatsphäre flüchten, man kann in eine Sekte oder etwas ähnliches fliehen. Man mag dort weniger von der Sünde, der Enge, dem Skandal belastet und belästigt werden. Man kann dann ein großartiges Alibi besitzen, daß man nichts mit 'dieser' Kirche zu tun habe; man ist vielleicht näher bei seinen Idealen, aber näher bei Gott ist man nicht. Man kann auch nicht gegen die konkrete Kirche an ein anderes Ideal Berufung einlegen; denn es gibt nur jenes, das sich ewig mit dieser Kirche vereinigt hat und ewig nur in ihr lebt, und aus dem man selbst herausgefallen ist, wenn man sich zugunsten eines selbstgemachten Ideals von der Einheit dieser Kirche, von ihrer Liebe, ihrem Glauben und ihrem Gehorsam trennt. Man kann nicht sozusagen in einer generatio aequivoca die Kirche neu gründen wollen; denn sie ist für alle Zeiten bis zum Ende der Tage vom einzigen Herrn gegründet. Man kann klagend, weinend, beschwörend und zornig, anklagend und eifernd von ihr zu ihr flieben, aber man kann nie mit Recht von ihr wegfliehen; man kann sie nie verlassen, ohne im selben Maße auch das zu verlieren, was man vorgibt, retten zu wollen." (S. 55f.)

6. Juni 2011

Die Christusverbergerin

"... nur [die Kirche] kann durch ihre Sünde die ewige Sichtbarkeit Christi in der Welt, die sie ist, entstellen und Christus verbergen - und das vor den Menschen, die ihn auf Leben und Tod suchen müssen." (Karl Rahner: Kirche der Sünder.- Freiburg: Herder, 2011, S. 41)

5. Juni 2011

Erfahrung als Zugabe

"Es gibt wohl keinen Christen, dem Gott nicht einmal in seinem Leben die beseligende Erfahrung echter christlicher Gemeinschaft schenkt. Aber solche Erfahrung bleibt in dieser Welt nichts als eine gnädige Zugabe über das tägliche Brot christlichen Gemeinschaftslebens hinaus. Wir haben keinen Anspruch auf solche Erfahrungen, und wir leben nicht mit andern Christen zusammen um solcher Erfahrungen willen. Nicht die Erfahrung der christlichen Bruderschaft, sondern der feste und gewisse Glaube an die Bruderschaft hält uns zusammen. Daß Gott an uns allen gehandelt hat und an uns allen handeln will, das ergreifen wir im Glauben als Gottes größtes Geschenk, das macht uns froh und selig, das macht uns aber auch bereit, auf alle Erfahrungen zu verzichten, wenn Gott sie uns zu Zeiten nicht gewähren will. Im Glauben sind wir verbunden, nicht in der Erfahrung."
(Dietrich Bonhoeffer: Gemeinsam Leben, S. 34)

Sonntagslied

Johnny Cash und June Carter. Das Lied spricht für sich.

Guter Rat vom Geheimrat

"Sollen dich die Dohlen nicht umschrein,
mußt nicht Knopf auf dem Kirchturm sein.

(JWvG)

Lob

Eric Scheske ("Daily Eudemon") zitiert den hl. Gregor von Nyssa:

"Wenn du nicht loben kannst, dann sage nichts."

Ich nehme mir's für jetzt zu Herzen und zitiere E. E. Cummings mit dem elften seiner "73 Poems":

humble one(gifted with

illimitable joy)
bird sings love's every truth

beyond all since and why


asking no favor but

(while down come blundering
proud hugenesses of hate

sometimes called world) to sing

[demütig singt(begabt mit
unbegrenzbarer freude)
ein vogel jegliche wahrheit der liebe

jenseits allen weils und warums

erbittet keine gunst als

(während entgleisend stürzen
stolze ungeheuerlichkeiten von hass
zuweilen genannt welt) zu singen ]

3. Juni 2011

Katholische Schriftsteller, nicht bei der Arbeit - Folge 7



Dichter reimen nicht dauernd, Trappisten machen mal Pause, Vortragsreisende kennen eine Zeit zwischen den Referaten und bevor sprituelle Literatur entsteht, sollte Raum und Zeit für spirituelle Erfahrung sein.

Konsequenterweise sehen wir hier Father Louis aka Thomas Merton mit Kamera und ohne Habit, dort, wo üblicherweise die Hobos auf die Züge hüpfen.

"The camera does not know what it takes; it captures materials with which you reconstruct, not so much what you saw, as what you thought you saw. Hence the best photography is aware - mindful - of illusion and uses illusion, permitting and encouraging it - especially unconscious and powerful illusions that are not normally admitted on the scene." (Thomas Merton, Tagebucheintrag vom 19. November 1968, zit. nach The Intimate Merton.- New York: HarperSanFrancisco 2001, S. 158)

2. Juni 2011

Wozu man die Katholische Kirche noch braucht



Die gute alte Tante ZEIT, die, wie wir wissen, inzwischen auch den Rheinischen Merkur unter ihre Flügel genommen hat, braucht die römisch-katholische Kirche immer noch, um damit Artikel über Protestanten und ihr Kirchenbild zu illustrieren.

So schlimm kann es also doch nicht stehen um uns. "Was wahr ist, erweist sich immer neu." - Eben.

Spruch in die Trockenzeit

Ich schreibe gerade eine Karte für einen runden Geburtstag und bin ideenlos. Nun gut, es kann nicht immer gedankenblitzen. Ich gebe mir noch 10 min für weiteres Nachdenken und Suchen. Ansonsten kommt doch der SPIEGEL zum Zug. Das heißt: eigentlich nicht der SPIEGEL, sondern eine der großen Deutschen unserer Tage:

"Wichtig ist, nicht zu vertrocknen, sondern offen zu sein für das Neue und keimen und aufblühen zu lassen, was blühen will und kann."